bislang läuft alles gut. Ich bin überrascht. Noch sind keine große Probleme aufgetreten.
Die Gewinde wollen bislang noch nicht so gut passen. Wenn ich die Dorndurchmesser laut Tabelle einstelle, greift das Schneideisen nicht. Möglicherweise liegt es an der Flucht Bohrfutter - Dreikantfutter. Das Bohrfutter könnte aus der Mitte sein. Da habe ich schon lange eingestellt. Ich denke, besser bekomme ich es mit meiner Drehmaschine nicht hin.
Einen genauen Plan habe ich noch nicht. Vielleicht einen Stufenkegel drehen, um das Schneideisen aufzunehmen, damit es das Gewinde schneidet?
Ein längerer Gewindeanschnitt, also ein längerer Bolzen, kann nicht schaden. Der kann ja auch leicht konisch sein am Anfang, das erleichtert das Anschneiden. Ich würde einfach mit der Feile die Kante brechen und einen leichten Konus fertigen. Gewindeschneider für Außengewinde haben ja im Grunde keinen Anschnitt, da muss man gleich mit Kraft rein ins Material, bei Bohrern ist das ganz anders. Was meinst Du mit Dorndurchmesser? Wenn Du M6 schneiden willst musst du den Bolzen auf 6 mm drehen. Egal welche Steigung dann kommt. Besonders bei Messing, da wird ja nur weg geschnitten. Möglicherweise hast Du kein für Messing geeignetes Schneideisen. Die Schnittwinkel sind ja etwas anderes. Es muss auch richtig scharf sein. Meist gehen normale Schneideisen auch, aber ausgenudelte stumpfe gehen bei Messing sehr bescheiden. Dann dreht man schnell mal den Bolzen ab.
Die richtige Richtung der Pfeife ist natürlich sehr sinnvoll, darüber habe ich noch gar nicht nachgedacht. Der Dampf sollte natürlich vom Stellhebel weg pfeifen, sonst verbrennt man sich die Finger.
Du kannst die Stellung aber auch nachträglich anpassen durch Abfeilen des Gewindes vom Pfeifenteil. Wenn Du die Pfeifenöffnung fertigst im zusammengebauten Zustand, dann würde ich die Öffnung leicht voreilend gegen die Schraubrichtung machen, denn die Gewinde und Flächen arbeiten sich noch ein. Im Laufe der Zeit wird die Pfeiföffnung dann schön ab vom Hebel stehen, notfalls kannst Du mit der Feile nachbearbeiten.
der korrekte Begriff muss wohl Bolzendurchmesser lauten. Laut Tabelle sind sie geringfügig kleiner als die Gewinde-Nenndurchmesser.
Wie auch immer. Das Schneideisen aus China rasiert alle Gewindegänge weg. Ich habe ein Schneideisen aus deutscher Produktion bestellt. Aber ich musste etwas auf den Preis schauen. Nach oben ist alles offen.
vieles habe ich mittlerweile gelesen über Gewinde, meine Erinnerung aufgefrischt. Im Grunde braucht man nicht ein Fachbuch, um Gewinde schneiden zu können. Auf Messschieber sind die Maße üblicherweise rückseitig eingeprägt.
In der Praxis gibt es verschiedene Bauformen der Werkzeuge. Zum Beispiel gibt es Werkzeuge mit Schälanschnitt. Diese seien speziell für Messing geeignet. Hier sind wir aber im hochpreisigen Bereich. Gut 20 Euronen und mehr werden schon für ein kleines Schneideisen aufgerufen.
Auffallend bei meinen günstigen Werkzeug ist, dass der Anfang der Gewindeschneiden deutlich einfacher ausgeführt ist, als bei professionellen Werkzeugen. Sie sind nahezu parallel, während die der professionellen Werkzeuge deutlich kegelförmig ausgeführt sind.
das muss kegelförmig sei, um den ersten Span nicht zu dick werden zu lassen. Der muss ja ab und zu gebrochen werden.
Ich will das mal am Beispiel von Gewindebohrungen darstellen: In das gebohrte Loch werden nacheinander drei verschiedene Gewindebohrer eingesetzt. Erst den mit einem Ring, dann den mit zwei Ringen und danach den Schlußschneider ohne Ring. Und selbst da soll man zumindest dann, wenn man mit der Hand schneidet, nach ein bis zwei Umdrehungen kurz ein Stückchen zurückdrehen, damit der Span gebrochen wird.
Bei der Maschine geht das natürlich nicht, aber die Maschine hat den Vorteil, dass der Gewindebohrer absolut winklig in das Bohrloch eintaucht, ohne zu wackeln. Und es kommt Bohrmilch zum Einsatz. Natürlich gibt es heute auch Gewindebohrer, die das in einem Rutsch machen, aber die sind teuer.
Zum Gewindeschneideisen: Auch hier soll bei händischem Schneiden der Span ab und zu gebrochen werden. Hier wird aber in einem Zug das Gewinde geschnitten, und zwar so, dass am Anfang nur etwas geschnitten wird, in der zweiten Phase tiefer und in der dritten Phase wird fertig geschnitten. Deshalb gibt es im Gewindeschneideisen eine leichte kegelige Ausformung, zuerst etwas schneiden und dann immer stärker werdend.
Noch etwas zum Ansetzen des Gewindeschneideisens: Auf den technischen Zeichnungen ist immer eine schräge Fase von 60° zu sehen. Diese Fase gibt es, damit das Schneideisen einen Anfang finden kann.
Ich schreibe hier nur von einfachen Gewindeschneidwerkzeugen. Es gibt natürlich extrem zähe Schneideisen, mit denen man mit hoher Geschwindigkeit beispielsweise auf Drehautomaten das Gewinde schneiden kann. Du kannst ja mal aus Spaß in die Werkzeugkataloge reinschauen, was so ein Werkzeug kostet.
grundsätzlich sehe ich große Vorteile im Kauf von Werkzeug-Produkten, die aus der Volksdemokratie stammen, die mit einer Partei auskommt. Dadurch, dass die Menschen in Fernost einen deutlich geringeren Lebensstandard haben und damit deutlich weniger Kosten verursachen, kann ich mir so einiges leisten.*
Nur mit dem Gewindeschneiden hat es jetzt nicht so gut geklappt. Die Werkzeuge waren teilweise selbst für den Hobbygebrauch nicht zu gebrauchen. Also freue ich mich, dass die Firma Baer in Heddesem (Heddesheim) über eine Vertriebs GmbH ihre Gewindeschneidwerkzeuge verkauft.
Das hat sofort geklappt. Das Schneideisen packte an und schnitt knirschend das MF6 0,75 Feingewinde. Ich konnte sogar die Drehmaschine in Rotation versetzen, um das Gewinde zu schneiden!
*Der Gedanke bereitet mir schlechte Laune.
Nun ist es auch mal gut, mit Gewinde schneiden, würde mein Werkstattkumpane sagen. Nur wo ist er, Bender? Das letzte was ich von ihm gehört habe, war, dass er mal was neues braucht. Er meinte, er brauche mal eine Politur.
Nun gut. Es wird endlich Zeit, eine Lok zu entwerfen.
Nachdem ich den Computerentwurf gefertigt habe, möchte ich ein Modell aus Pappe anfertigen.
nun gibt es noch einiges an Technik zu klären. Zunächst ist es der Schienenkreis. Der Spielberg soll im Durchmesser etwa 50 cm groß werden. Der Zug soll aus Tenderlok mit einem Wagen bestehen. Für mich ist es recht einfach, die Proportionen zu ermitteln, da ich über entsprechendes Zug- und Schienenmaterial verfüge.
Es gilt hier also Teststrecken aufzubauen.
Als Nächstes muss ich mich mit dem Aufbau von Kraftloks beschäftigen. Ein freundlicher Sammler, der ein Bing Museum betreibt, hat mir schon einige Tipps aus seiner Erfahrung mitgeteilt. Demnach laufen nur Kraftloks gleichmäßig und bestimmt, müssen nicht durch Anhängelast gebremst werden.
Es muss also eine Kraftlok sein. Eine Kraftlok wird durch nur einem Dampfzylinder angetrieben, der üblicherweise im Führerhaus seinen Platz findet. Es entsteht die Notwendigkeit, ein Zahnrad, ein Getriebe zu schaffen, welches die Kraft umlenkt und auf die Räder überträgt.
Bei so kleinen Getrieben bin ich im Uhrmacherbereich. Davon abgesehen, sind schon einige Jahrzehnte vergangen. Es ist verdammt lange her. Zahnradberechnung. Module. Das alles klingt nur noch schwach in meiner Erinnerung. Fachbücher konnten meinen Umzügen nicht alle folgen.
Im Prinzip ist es klar. Nachdem das passende Zahnradpaar gefunden ist, werden die Zahnräder mit einem speziellen Fräser gefräst. In diesem Fall muss überdies eine 90 Grad Umlenkung erfolgen.
Es gilt also, passende Module und Fräser zu bestimmen und zu finden.
Kann hier jemand Tipps geben?
Nach Freinsheim zum Spielertreffen werde ich wohl eine Schieblehre, Bleistift und ein Notizblock mitnehmen.
Wir werden zum Bing-Fest wieder unsere Feuerteufelchen anheizen.
Getriebe gibt es verschiedene Varianten die damals angewandt wurden:
Stirnrad, Kronenrad oder ganz simpel Reibrad (Friktionsgetriebe)
Theoretisch wäre auch ein Schneckengetriebe denkbar. Ob es als sperrendes Getriebe aber gut läuft? Glaube eher nicht.
Heute war ich mal wieder in der Bibliothek des Technoseums.
Wahre Fundgrube 🤗
Hier ein Züglein von R&G bei dem ich direkt an Dich dachte: (Bilder antippen -> drehen sich dann...)
Die Dampfmaschine könnte man gut unter der Stehkesselattrape einbauen. Bing hatte sowas mal für eine Spur 3 Tenderlok umgesetzt. Da war die Maschine in der Rauchkammer. Uwe hat so eine in seiner Sammlung.
in Freinsheim zum Spielertreffen gab es einen regen Austausch und viele Tipps. Vielen Dank hierfür! Nun musste ich heute sofort ans Werk und probieren, ob und wie ich Blech drücken kann.
Dazu habe ich meine kleine Drechselbank modifiziert.
Ein Gegenhalter für Drückwerkzeuge musste geschaffen werden.
Sägen, bohren, drehen und schweißen. Recht einfach aber stabil muss es sein.
Hier erste Ergebnisse:
Recht wellig und zerkratzt. Ohne Drückstahl oder -Rollenwerkzeug wird es schwierig.
So kann ich aber nicht gut schlafen. Etwas besser muss es schon werden...
Es ist noch ein langer Weg bis zum Dampfdom. Ein Anfang ist gemacht. Für einen Lampenschirm könnte es reichen. Aber ob ein kleiner, fast Fingerhut großer Drehkörper, hergestellt werden kann? Die 100-Euro-Drechselbank knirscht und pfeift 🥵
Wird es wohl gelingen, an einfachsten Hobby-Maschinen, Metall zu drücken?
Die Dome werden höher, sind allerdings noch weit davon entfernt, riefenfrei und perfekt zu sein.
Zuletzt habe ich die Drehmaschine benutzt, um das Metall zu drücken. Aus einem Kugellager und einem Rundstahl habe ich ein erstes, einfaches Werkzeug hergestellt. Ich hätte gerne einen Drückstahl, um beurteilen zu können, ob das mit den kleinen Maschinen überhaupt funktionieren kann.
Heinz, das, was du vorhast, nämlich ganz weit runterzudrücken bis fast um 90°, erreicht der Lehrling der Metalldrücker im dritten Lehrjahr.
Vorschlag im Hinblick auf dein umfangreiches Werkzeug: Blech (vorzugsweise Kupferblech) glühend machen und mit dem Kugelhammer formen. Das geht ohne Falten.
Das sieht aus als ob das Material vom Werkzeug weg weichen kann. Der im Futter eingespannte Holzkern dürfte zu instabil sein. Ich erinnere mich an Metalldrückereien in denen Maschinen stehen, die groß wie Autos sind und die Arbeiter haben Muskeln wie Robert Förstemanns Oberschenkel.
Ich denke die Kompetenz der alten Spielzeugmacher war auch nicht auf jedem Gebiet der Fertigung gegeben. Man hat auch Teile zugekauft.
Allerdings fand ich bei Youtube ein Video von einem Modellkesselbauer, der Kupferronden wie Butter gedrückt hat. Ich nehme an das Video hat dich animiert.
tatsächlich scheint das größte Problem darin zu bestehen, die Ronde fest zu halten, respektive zu spannen. Darin ist wohl auch die wuchtige Bauweise der Drehmaschinen begründet.
Bender meint, sein Kopf wäre schließlich auch nicht gedrückt und würde besser funktionieren als meiner. "Ach ja, und woher kommt dann dein Antennensausen?"
Tatsächlich hat er recht. Der Dom muss nicht unbedingt im Metalldrückverfahren hergestellt werden. Wenn er mal ein Nickerchen macht, werde ich heimlich ab und zu weitere Versuche anstellen. Dumm ist nur, er macht keine Nickerchen 🤖
Drehe dir einen Dorn aus Metall. In die Spitze setzt du einen Stift. Der führt die Ronde. Die Stirnfläche kannst du ja noch eckig lassen. Die Wölbung bekommst du später mit einem Dorn immer noch gedemmelt. An der Stirnfläche hast du dann mehr Reibungsfläche für die Mitnahme von der mitlaufenden Spitze. Die Spitze unterfütterst du mit einem Teil das flächig die Ronde presst.
Noch eine Idee. Du kannst stirnseitig innen zwischen Dorn und Ronde eine Zahnscheibe legen. Groß, vielleicht für M10. Damit hast du einen sicheren Mitnehmer. Die entstehenden Kerben stören nicht, sie liegen innen.
andere Frage: Wie dick ist das Cu-Blech? Hast Du es ausgeglüht? Die Dampfdome sind aus sehr dünnem Messing-Blech. Da gibt es aber auch verschiedene Härten an Messing.
Evtl. geht es besser mit einem Hartholzdrückstab anstelle der Rolle?
tatsächlich habe ich mich beim Bau meines Werkzeuges von dem gezeigten Video inspirieren lassen. Das beste Ergebnis habe ich bislang mit Titanzinkblech 0,65 mm erzielt. Gedrückt wurde mit Eichenholz. #114 letztes Bild.
Die Versuche mit dem Kupferblech habe ich mit ausgeglühtem Blech durchgeführt. Ich habe das Blech allerdings nicht in Wasser gekühlt.
Als Nächstes werde ich versuchen, die Kesselenden zu drücken. Vielleicht geht das einfacher. Ich werde wohl auch einen kräftigen Gegenhalter drehen müssen. Der Kessel soll einen Durchmesser von ca. 30 mm bekommen. Eine Form für die Kesselenden benötige ich ohnehin. Wenn es mit dem Metalldrücken nicht funktioniert, werde ich die Kesselenden bördeln. Das ist ein für mich probates Verfahren.
Es gibt noch viel zu klären, bevor es richtig losgehen kann.
nachdem ich mein halbes Berufsleben als Planer verbracht habe, möchte ich nun entwickeln. Das verstehe ich ähnlich wie basteln. Kein CAD, keine große Berechnungen. Das passt auch in die Zeit um vor 1900.
So eine Dampflok braucht einen Antrieb. Wie bereits berichtet, konnten mich erfahrene Feuerteufel-Beherrscher beraten 😈 Es muss wegen des langsamen, zuverlässigen Betriebs eine Kraftlok werden.
Ich konnte Fotos machen.
Der Antriebszylinder sitzt im Führerhaus. Er ist direkt mit einem Schwungrad verbunden.
Ein Kronenrad sitzt auf der Antriebsachse, ein Zahnrad direkt unter dem Schwungrad.