Er sagt, wichtige Persönlichkeiten lassen sich vor bunten Tafeln fotografieren und das kann dann jeder sehen. Das soll ich auch mit ihm machen.
Er sei schließlich berühmt.
Dann hilft er mir.
"Jetzt sag schon, du kennst dich doch mit Getriebe aus!" Er öffnete seine Bauchklappe.
Er meinte, er wisse nicht, wie schnell sich die Zahnräder in seinem Bauch drehen. Ich könne ja auch nicht sagen, wie schnell sich die Zwiebel in meinem Bauch dreht, wenn ich sie gegessen habe.
Nun habe ich also einen Magneten auf das große Zahnrad geklebt und eine App auf das Smartphone geladen. Es wurden 180 bis 250 Umdrehungen an dem großen Zahnrad gemessen. Das Experiment läuft mittlerweile auch mit 1,5 bar erstaunlich gut.
Damit würde die Lok den 500 mm Kreis in 3 Sekunden umrunden. Das ist zu schnell.
Bender ließ sich dann doch darauf ein, mir zu erklären, dass ich mit einer einfachen Übersetzung nicht weiter komme. Die einfache Übersetzung ist begrenzt durch den kleinsten Durchmesser des kleinen Zahnrades und den größtmöglichen Durchmesser des großen Rades. Hier dreht sich das kleine Rad ungefähr vier mal so schnell wie das große. Ich komme somit auf eine Hubzahl von 1000 pro Minute des Zylinders.
Eine ganz schöne Rechnerei. Hier möchte ich mich sehr herzlich bei Harry bedanken, mit dem ich darüber lange, auch bei Spielertreffen, im Austausch war.
Und wo bekomme ich passende Zahnräder her?
Uhrwerke sind eine Welt für sich. Eigenfertigung erscheint mir aussichtslos.
Heinz, ich habe meine Zahnräder meist bei https://ghw-modellbau.de bestellt. Ich habe mich auf Messingzahnräder Modul 0,5 festgelegt, dort gibt es eine gute Auswahl und die Zahnräder sind für meine Zwecke gut geeignet. Zum Experimentieren habe ich auch schon Zahnräder aus Plastik bestellt, die sind nicht so teuer. Vor allem bei Kegelradgetrieben aus Messing kann das ganz schön teuer werden. Ich wünsche Dir weiterhin viel Elan und gutes Gelingen Karl
Heinz, jetzt hatte ich schon Angst um Bender! Wirst Dich doch nicht an ihm wegen Organspende vergreifen?!
Hast Du noch einen guten Uhrmacher? Frag dort mal, Großuhren haben auch passende Räder drin.
Aber die Seite von Karl sieht gut aus! Kleines Stahlritzel und großes Messingrad. Ob Modul 0,5 nicht etwas zu fein ist?
Die Drehzahlmessung wurde aber ohne Last gemacht? Dampfdruck würde ich mit 1,5 bar annehmen. Bau doch mal mit dem Metallbaukasten eine "Lok" zusammen. Dann kannst Du das Ding als Versuchsträger verwenden.
Nicht aus dem Sinn kommen darf, die Dampflok soll durch einen Berg fahren
und sie soll auch nicht zu groß werden, die Berglandschaft. Auf dem Gipfel muss natürlich eine Burg thronen. Aus dem Tal speit ein Springbrunnen hoch das Wasser.
Weniger als 50 cm im Durchmesser misst der Schienenkreis.
Versuch macht klug, sagte Karl. Und so habe ich die Zeit gestoppt. 6 bis 10 Sekunden die Runde. Das wäre gemächlich.
nachdem ich nun einige Zeit damit zugebracht habe, um herauszufinden, wie Uhrwerk-Zahnräder hergestellt werden, bin ich nun fündig geworden.
Das Video zeigt den kompletten Weg von Anfang bis Fertigstellung. Nachdem das Video recht lang ist, versuche ich mich an einer kurzen Zusammenfassung:
Zunächst wird der Modul (sic) bestimmt. Dabei handelt es sich um eine mathematisch-technische Verhältniszahl. Zahnräder werden nicht über den Durchmesser definiert, sondern über den Modul und die Anzahl der Zähne. Den passenden Modul findet man in Tabellen oder per Software https://www.igus-cad.com/default.aspx?treeid=10301.
Nun kann es los gehen. Das Zahnrad wird aus einer Tafel oder vom Blech geschnitten und in Form gebracht.
Zur weiteren Bearbeitung wird ein passender Fräsersatz und ein präziser Teilapparat benötigt, mit dem der Rohling um jeweils einen Zahn weiter bewegt wird.
Interessant auch zu sehen, wie die Achse befestigt wird. Hierzu wird zunächst eine Spannzange hergestellt und mit der Achse verlötet. Die Spannzange wird sodann mit einem "Spinnnieter" drehend mit dem Zahnrad verstemmt.
Leider wird es mir nicht gelingen, Zahnräder selbst herzustellen, da ich nicht über die benötigten Maschinen und Werkzeuge verfüge.
Wer mehr über die Herstellung und Funktionsweise von Zahnräder erfahren möchte, dem sei dieses Video angeraten:
der verkleinerte Zylinder ist fertig gestellt und hat die Funktionsprüfung bestanden. Die Drehzahl ist unverändert. Unter Last bricht die Bewegung bei 3/4 der Leerlaufdrehzahl ab.
Der kleine Zylinder hat einen Innendurchmesser von ca. 5 mm
und kann den Prüfstand verlassen. Es wird nun ein spezielles Gehäuse bebaut.
Zahnräder werden bestimmt (und bestellt) und ein Dampferzeuger ist in Arbeit.
der Hub liegt noch immer bei 20 mm. Und ja, der Dampferzeuger ist um ein vieles größer als der spätere Kessel. Ich möchte zunächst versuchen, mich mit möglichst geringem Aufwand an die Sache heranzutasten. Der erste Kessel #49 war leider zur Dampferzeugung vollkommen unbrauchbar, hat aber wertvolle Dienste zur Erforschung der Zubehörteile und Gewinde geleistet. Eine intakte Dampfmaschine möchte ich nicht zerlegen.
Ich gehe davon aus, dass der Dampfdruck ähnlich sein wird. Der "Dampfhunger" wird hoffentlich bei dem kleineren Zylinder geringer ausfallen, so dass ein recht kleiner Kessel ausreichen wird.
Da wird es vielleicht noch Optimierungsbedarf geben. Im Moment bläst der Zylinder am oberen Totpunkt ordentlich Druckluft ab. Das ist mir beim größeren Zylinder so nicht aufgefallen. Allerdings ist die Schwungscheibe etwas zu nahe (ca. 4mm) angebracht. Damit kommt der Kolben sehr nahe an den Zylinderrand.
20mm ist noch im maximalen Rahmen. Selbst die kleinen Bing haben 16mm Hub. Bringt Drehmoment, das ist wie beim Verbrenner. Der Kolben sollte bei OT die Bohrung nicht verschließen! Du kannst den Kolben auf der Seite zur Bohrung abschrägen. Schau mal im Dampfbuch die oszilierende V 2 Zyl. Schiffsmaschine
Rein rechnerisch müsste das jetzt hinhauen. Doch Versuch macht klug, wie Karl völlig zutreffend schrieb. Nun muss es mal fahren. Dazu brauche ich natürlich Räder.
Durchaus mühsam habe ich einen Gussrohling aus Alu auf der Minidrehbank hergestellt. Leider habe ich keinen 9mm Fräser und ich benutzte einen Bohrer, der mir weg gelaufen ist.
Nun stellt sich die Frage, so lassen oder wieder neu anfertigen?
Das macht mir im Forum Spaß. Etwas zu entdecken, was mir zuvor vollkommen unbekannt war.
Vielen Dank auch für alle Vorschläge zur "Problembehandlung".
Zitat von djnNL im Beitrag #189Es gibt dem Modell Leben und Ihrer Unterschrift.
Ja, es gibt einen Grund, warum wir uns mit alten Eisenbahnen beschäftigen. Es geht ein Charme von dem alten Spielzeug aus. Diesen Charme möchte ich versuchen einzufangen.
Bleidämpfe sind nicht gesund. Daher habe ich meine kleine Spritzkabine als Abzug benutzt.
Gut geschützt ist das Plastik vor der Flamme durch dicke Eisenplatten.
Die Metallbrocken sind Hartblei.
Viele Versuche habe ich durchgeführt und mit keinem bin ich zufrieden.
Das ist nicht schlimm. Im Augenblick geht es darum ein lauffähiges Modell zu schaffen. Dazu benötige ich Räder. Ich kann mit den Gussteilen Versuche anstellen.
Aber darüber hinaus gefallen mir die Antriebsräder nicht. Sie erinnern mich zu sehr an Handräder von Absperrschieber.
Ich möchte die Form ändern. Vielleicht so wie der Guss auf dem Foto oben links.
Versuche doch mal als Innenteil einige Lagen von den Läuferblechen eines kleinen Elektromotors, gibt es meist dreiteilig, aber auch fünf-, sechs- oder siebenteilig. Das Loch in der Mitte ist auf jeden Fall zentral, musst Du nur noch den passenden Radreifen auf der Drehbank fertigen. Wenn Du keinen geeigneten Motor zum Zerlegen hast, kannst Du mir ggf. die Maße nennen, dann sehe ich in meinem Fundus nach, ob sich etwas passendes findet. Grüße von elaphos
jetzt könnte ich einen Rat gebrauchen. Ich grübele und grübele...
Es geht um "einseitige" Lagerung von Wellen, also der Zahnradachsen.
Radachsen, beidseitig geführt, Uhrwerke in Platinen gefasst, das kenne ich. Nur, was ist, wenn die Welle nur schwer mit zwei Lagerpunkten gestützt werden kann?
In modern würde ich eine Lagerbuchse erstellen, zum Beispiel mit einem Gewinde einstellbar, klemmbar, mit Schraubenlack gesichert. Fertig.
Hallo, Heinz, ein interessantes Problem.... Märklin, Bing und Fleischmann lagern die Zwischenräder auf Bundschrauben, die in Gewinde in der Motorplatine sitzen. Grüße, Reinhart
Bleidämpfe sind nicht gesund. Daher habe ich meine kleine Spritzkabine als Abzug benutzt.
Gut geschützt ist das Plastik vor der Flamme durch dicke Eisenplatten.
Viele Versuche habe ich durchgeführt und mit keinem bin ich zufrieden.
Herzliche Grüße Heinz
Hallo Heinz, da ist ein großer Fehler in deinem Aufbau. Die dicke Eisenplatte ist das schlimmste was du nehmen kannst, die zieht dir alle Wärme aus der Form, so das der Guß meistens nicht gelingt.
Kauf dir besser als Unterlage ein Fermacell Platte, die hält die Wärme auch problemlos aus. Diese Platten kann man auch sehr gut beim Löten verwenden.
Im Stil der Lok würde nicht geschraubt sondern der Bolzen würde genietet. Das ist natürlich nicht reparaturfreundlich. In deiner Zeichnung fehlen die Platinen. Und das Zahnrad kämmt nicht am großen Zahnrad sondern am Laufkreisdurchmesser. Ist nicht schlimm, aber dann sieht man, dass der Bolzen direkt hinter dem Rad sitzt. Ist mächtig eng dort.