Mir sticht sofort die Drehscheibe ins Auge. Habe so etwas noch nicht gesehen, bzw. ist mir es noch nicht so aufgefallen. Könnte gut zu Hornby-Dublo passen. Sie wird doch bestimmt elektrisch angetrieben, oder ?
Die Drehscheibe ist die letzte dieser Ausführungen, wurde nur 1950 unter Nummer 410M angeboten. Danach kam die 410NG mit zehn Gleisanschlüssen. Denke, dass der Lokschuppen deutlich älter als die Drehscheibe und wohl ein nicht in Serie gegangener Prototyp ist. Grüße, elaphos
ja, der Lokschuppen ist tatsächlich interessant. Auf Tore wurde noch ganz verzichtet. Beim Betrachten der Bilder fallen mir an der Rückseite die drei schwarzen Rechtecke im unteren Bereich auf (wohl Öffnungen wie auch die Fenster), die quasi in der Verlängerung der Gleisführung im Inneren liegen. Was hier wohl die Intention war?
Re #6 Moin. Denke, die Durchbrüche unten hinter den Schuppengleisen waren für die Anschlußkabel selbiger gedacht. Damit es im Innern kein Gefitze der Drähte gibt, wo sich was dran verfangen könnte.
Wahrscheinlich wurde der Lokschuppen ohne Gleise geplant und der Mittelleiter der eingelegten Geleise sollte keinen Kurzschluss mit der Blechwand machen. Allenfalls war auch die Länge so bemessen, dass die eine Schienenlasche nach aussen ragen würde.
Allerdings liegen die äußeren Öffnungen so weit außen, dass sie mir nicht in der Verlängerung der Drehscheibengleise zu liegen scheinen. Kann aber auch täuschen. Grüße, elaphos
Ich denke, dass der Abstand von Schuppen zu Drehscheibe so nicht real ist. Wenn man den Abstand geometrisch richtig wählt, liegen die äußeren Schienen knapp an der Außenwand. Dann passen auch die Ausschnitte hinten wieder. Carsten
Die Objekte in dieser Vitrine dienen im Museum zum Vergleich zwischen Zubehören von Spur 0 und 00 . Durch Knöpfchen drücken, werden zueinander passende Objekte indirekt beleuchtet .
Aus diesem Grund ist der Lokschuppen samt 410M etwas gedrängt unter Glas.
unabhängig davon, ob Öffnungen auf der Rückseite bei entsprechendem Abstand zwischen Drehscheibe und Lokschuppen, in Linie zu den Gleisanschlüssen liegen würden, ist doch immer noch unklar, warum das Ganze.
Zudem braucht es ja innen in irgendeiner Weise Puffer in Form eines Prellbocks o. ä, da dieser Lokschuppen ja nicht den Türmechanismus des späteren Lokschuppen 411 hat. Da kommt mir die Idee, könnten hier die Prellböcke in Betonmanier von innen eingesetzt worden sein, so dass diese um wenige mm nach außen überragen?
Für mögliche Nachbauten lasse ich mich schon mal vorab auf die Interessentenliste setzen 😉
der Prellbock in Betonmanier benötigt KEINE Aussparung in der Rückwand dieses LS , er schließt hinten bündig ab. ;-)
Hallo Andreas,
ich denke da in Richtung Arretierung der Gleise, dass der Prellbock in Betonmanier eine plane Rückseite hat, ist klar.
Viele Grüsse Martin
Dann wäre aber kein "Loch" in der Wand nötig , bester Martin. So etwas hätte der Mustermacher mit einer einfachen aufgelöteten Lasche aus Blech im inneren lösen können, auf die der Prellbock " aufgeclipst " oder gepresst wird.
Meine Glaskugel sagt, dass das mit einer (ebenso wenig vorhandenen) Schließmechanik für die noch nicht vorhandenen Schuppentore zu tun hat. Der LS ist verhältnismäßig kurz bemessen. Die Tormechanik benötigt ja etwas Spielraum, wenn die Lok gegen die Prallplatte fährt, um das Tor zu schließen. Diese konnte dann nach draußen weggleiten und über den geführten Drahtbügel das Tor schließen.
Hallo zusammen, ich vermute, dass dieser schöne Lokschuppen in der Zeit um 1936 von Märklin als Muster gebaut wurde. Aufgrund der Kürze der Einstellmöglichkeit für Triebfahrzeuge passen hier nur die ersten 700er Fahrzeuge hinein.
Eine HR 700 von 1937/38 wäre schon zu lang, wie auch die Nachfolger aus der 800er Serie. Ich besitze einen Selbstbau Lokschuppen aus Holz, der auch so kurz bemessen ist. Hier fand ich Märklin Schienen aus 1936 vom Erstbesitzer vor, von dem ich diesen Schuppen vor sehr langer Zeit mit der Anlage gekauft hatte.
1935 reserviert Märklin schon einmal vorsorglich die Nummern 421 bis 430/431 für "Hallen, Schuppen etc.". Hier wäre also noch Platz für einen Lokschuppen gewesen.
In den großen Spurweiten haben alle Ringlokschuppen Märklins auf der der Drehscheibe zugewandten Seite keine Tore. Das Entwicklungsmuster kann man noch in dieser Tradition sehen.
Zur Bauzeit der Drehscheibe 1950 gab es nur den Prellbock 462 in Betonmanier, die spätere Ausführung mit hochgebogenen Gleisen 461 kam erst 1953. 1950 gab es allerdings auch schon den dreiständigen Ringlokschuppen 411 (erstmalig im Katalog 1950). Der gezeigte Lokschuppen ist also höchstwahrscheinlich vor 1950 zu datieren. Grüße von elaphos
Dach, Fenster und Sicken sind recht aufwändig geprägt bzw. gestanzt. Ob das mit Universalwerkzeug möglich ist, erscheint mir fraglich. Wenn dafür Spezialwerkzeugteile hergestellt worden waren, muss wohl ursprünglich eine Serienherstellung geplant gewesen sein, die dann offensichtlich zugunsten des ab 1950 angbotenen Lokschuppens 411 aufgegeben wurde. Grüße, elaphos
Also , ich konnte nicht in den LS reinschauen. Die Sicke um die Fenster lässt sich auch ohne Prägewerkzeug herstellen, indem man alles aussägt und von innen hinterlegt und verlötet. Die Sicke (Wulst) im Dach kann ebenso rund herum "nur" aufgelötet sein .
Eine weitere Möglichkeit wäre auch ein vorhandenes Fensterwerkzeug, etwa von der Spur 1, um dieses Art Fenster zu gestalten.
Ohne genaue Begutachtungsmöglichkeit vom LS, ist das von dir und uns allen leider nur Spekulatius.
alle Stücke, die später in die Produktion gingen oder eben auch nicht, wurden erst einmal als Muster hergestellt. Dafür wurden in den seltesten Fällen speziell dafür zu gebrauchende Werkzeuge verwendet. In der Mustermacherei hatte man Werkzeuge, mit denen man fast zaubern konnte. Alles wurde Stück für Stück und Stückchen für Stückchen ausgestanzt und geprägt.