Hallo zusammen, ich fahre nun auch schon etliche Jahre BL locos und dennoch gibt es dann und wann mal wieder eine Frage an das "geballte Wissen in einem kompetenten Forum" Was will ich sagen : Ich habe eine BL Pricess Elisabeth CW mit "Testwheels", analog dem Bild einer anderen prototype loco im Buch "The Bassett Lowke Story"(by Roland Fuller) auf Seite 116 Bild 34 Siehe Räder Der Vorbesitzer meiner loco lebt in Northampton.Da habe ich das model auch erworben.Sein Vater arbeitete, so seine Erzählung bei BL. Nun freue ich mich auf Infos, Anregungen und Meinungen zu meiner loco Ich habe vorher eine BL loco mit solchen Rädern nicht gesehen
Bei Deiner Lok handelt es sich um ein recht schönes Modell einer 4-4-0 in der frühen Lackierung der LMS (noch Midland-Rot, noch Loknummer auf dem Tender), das man bis Ende der 1920er Jahre datieren kann. Irgendwann hat die LMS gemerkt, dass es keine gute Idee ist, die Loknummer auf den Tender zu schreiben, wenn öfter Tender getauscht werden mussten.
Eigentlich sollte man meinen, dass BL bei einer schönen Lok die passenden Treibräder rechtzeitig fertig hatte.
Vielleicht waren die Treibräder später beschädigt und es mussten Ersatzräder auf der Drehbank hergestellt werden, weil die originalen Räder nicht mehr verfügbar waren ?
Zitat von Dieter Weißbach im Beitrag #2Vielleicht waren die Treibräder später beschädigt und es mussten Ersatzräder auf der Drehbank hergestellt werden, weil die originalen Räder nicht mehr verfügbar waren ?
Das kommt wohl eher hin. Pat Hammond datiert die Lok auf 1932-35. Wenn irgend etwas in großer Stückzahl bei Bassett-Lowke vorhanden war, dann gehören bestimmt große Treibräder für Dampfloks dazu. Die Pacific von Trix dagegen war wirklich Neuland, da kann ich mir vorstellen, dass es noch keine Speichenräder in dieser Größe gab und man halt diese Lok testen wollte bzw. einen Prototypen bauen wollte auch ohne Speichenräder.
Pat Hammond schreibt, dass bei der "Princess Elizabeth" Probleme mit den Rädern auftauchten, er schreibt von "metal fatigue". Daher wurden viele Räder ersetzt. Loks mit Originalrädern, die noch in Ordnung sind, erzielen anscheinend um 50 GBP höhere Preise.
Die "Princess Elizabeth" war das Nachfolgemodell der "Duke of York", 1927-31. Beide hatten kein direktes Vorbild, waren also Freelance-Modelle, beide waren nach Thronfolgern benannt. Ich nehme mal an, dass B-L keinen allzu großen Aufwand in die "Princess Elizabeth" stecken wollte. Ich habe aber keine Beweise dafür. Gruß Karl
Hallo Dieter, hallo Karl, erstmal vielen Dank für die Antworten. Ich habe die Idee mit dem Testmodel der roten 2265 davon abgeleitet, daß die loco von einem ehemaligen Mitarbeiter von BL in Northampton stammt. Ich habe die loco, wie schon beschrieben, von seinem Sohn (wohnt ebenda)erworben. Die jetzigen "Drehbank Treibräder" selber, sehen ja auch alles andere, als neuzeitlich aus Habe nochmal eine Original Werbung von BL hochgeladen und ein Bild meiner anderen 2265 in green
Frank, na, wenn Du die Princess Elizabeth auch noch in grün hast, kannst Du die rote ja so lassen wie sie ist. Die Geschichte dazu ist jedenfalls interessant, und wenn sie nicht stimmt, ist sie wenigstens gut erzählt. Im ersten Augenblick, als ich das Foto mit den Scheibenrädern sah, ist mir sofort der Gedanke gekommen, wie kriegt man diese Dinger von der Achse runter, wo bekommt man Ersatzräder her und wie befestigt man diese. Viele Grüße Karl
Hallo Karl, kauft man am Ende nicht immer die Story ? lach* Ich sehe es wie Du Ich lasse das Modell so, zumal die loco mit den Drehbankrädern problemlos und zügig (soll von ZUG kommen ) läuft
Frank, das Katalogbild in Beitrag #6 ist aus dem Katalog von 1934? Dort findet man weiter hinten das Modell einer Compound, so wie Dieter schreibt, korrekt mit Betriebsnummer auf dem Führerhaus. Allerdings musste man für das korrekte Modell 1 Pfund 17 shilling 6 pence hinlegen, während das Freelance Modell lediglich 25 shilling kostete. Beide Male jeweils der Preis für die Uhrwerkversion. Gruß Karl