Hallo, dieses Modell ist vor einiger Zeit in meinen Fundus geraten. Es besteht aus Metall. Bis heute habe ich keine Ahnung, was es sein könnte. Der Weinfasswagen von Herr soll als Größenvergleich dienen:
Über eine Betsimmungshilfe zu den Gleisen würde ich mich auch freuen.
das könnte eine alte Straßenbaumaschine zum Herstellen von Asphalt-Fahrbahnen sein. Derartige Fahrbahnfertiger liefen früher auf Schienen. Die drei Trommeln enthalten die erhitzte Asphaltmasse, drei Abgasrohre für die Beheizung sind auch dabei und unten läuft die Masse über die drei Auslaufrohre auf die Tragschicht der zukünftigen Fahrbahn. Was hier allerdings fehlt, ist eine Mechanik zum Verteilen und Nivellieren der Asphaltfahrbahn. Aber vielleicht wäre das eine zweite Maschine, die im Anschluss auf den Schienen hinterher- fuhr.
Nach Erkalten der Fahrbahn konnte man die Stützen der Schienen herausziehen und mit erwärmter Asphaltmasse auffüllen.
Wie breit ist das Teil denn ? Passt das für den RQ 7,5 gemäß RAS-Q in 1:90 ?
Hm????Erst mal ein schönes teil und auch noch aus Messing,mit sicherheit ein Einzelstück . Es könnte sich vieleicht um ein Modell aus einer Eisengießerei handeln ???? Ich könnte mir vorstellen in den Behältern transportiert man flüßiges Metall und transportiert es an eine andere Stelle im Betrieb??
Gruss Tino
!!! Schnell lesen denn dieser Text kann sich unter Umständen von selbst auflößen!!!
... das Auffüllen von Löchern in neuen Fahrbahnen ist ein übliches Verfahren im Straßenbau. Es werden sogar absichtlich mit Kernbohrgeräten Materialproben zur Qualitätssicherung gezogen, die Löcher müssen natürlich dann wieder geschlossen werden. Wenn das sofort und sauber passiert, gibt es da auch kaum Probleme.
Normalerweise werden die Laufschienen aber außerhalb der Fahrbahnfläche gesetzt, vor allem bei Betonfahrbahnen, damit derartige Arbeiten nicht notwendig werden.
Gegen den Asphaltfahrbahnfertiger sprechen aber die zu kleinen oberen Öffnungen der Trommeln. Das passt nicht zum notwendigen Materialdurchsatz.
Vielleicht gehört das Teil auf zwei hochstehende Kranlaufschienen und soll zur schnellen Befüllung von Kesselwagen mit z.B. Granulat, Zement oder ähnlichen Gütern genutzt werden ?
Also ich habe noch nie ein schienengebundenes Fahrzeug auf Straßen gesehen??? Bei uns kommt ,wenns Löcher auf der Straße gibt, ein orangner Multicar von dort aus schmeißen die männer in Orange flüßigasphalt in die Löcher und walzen das Aspahlt in die Löcher.
Gruss Tino
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Guten Abend, und prima, dass sich dieses Modell schon so viele Foristen angeschaut haben. Ich mutmaße eine Herkunft von einem (Funktions-)Modell aus einer großen Produktionsstätte, wie z.B. einem Stahlwerk o.ä. Also das Teil hier muss nicht daher stammen, aber so grobe Richtung. Fast Rubrik "Technische Lehrmittel".
Und wegen des großen Interesses hier die Untersicht:
@Tino Es gibt sogar noch ein weiteres identisches Modell ...
Dieter - danke für die Lektion in Sachen Straßenbau. Es war mir nicht bekannt, dass neue Straßen gleich geflickt werden müssen. Hier wird gerade die A3 neu belegt, dort wird das sichtbar auch nicht gemacht -ich fahre täglich dran vorbei. Aber bitte, vielleicht war das ja früher so. Mal abwarten, wie sich das Rätsel lösen lässt. Schönen Sonntag wünscht Botho
Ist ein Strichzieher für Fahrbahnmarkierungen. Die großen Tonnen können gedreht werden, um die Abstände der Striche in begrenzten Bereichen zu verändern. Muss übrigens nicht auf Schienen gelaufen sein. Die Räder sehen eher aus, als wären da früher Gummireifen drauf gewesen, die wohl wegen Brüchigkeit abgefallen sind. Grüße, elaphos
Da bin ich platt! Ein Mediziner kennt den Straßenbau! Respekt! Die Geschichte mit den geflickten Löchern war mir sowieso suspekt. Schöne Woche wünscht Botho
HÄ????Straßenbau???das muß ja ein Monster von Fahrzeug sein ...und wie soll das Viech an die baustelle kommen?? jetzt mal Hände hoch wer hat so ein Ding mal auf einer Autobahn gesehen?...wie was es meldet sich ja keiner!!! So ein Strichelzieher auf der Straße kenne ich nur das die Dinger aussehen wie ein Traktor . http://www.swarco.com/var/em_plain_site/...4954f431a47.png
Gruss Tino
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Weitere Bilder findet man, wenn man nach Reichsautobahn oder Betonstraßenfertiger sucht.
Damals wurden Betonfahrbahnen bevorzugt, weil sie im Vergleich mit den Asphaltfahrbahnen eine längere Haltbarkeit besaßen.
Aber zum unbekannten Teil zurück: Die Vermutung von Lutz, dass das Teil etwas mit einem Stahlwerk zu tun haben könnte, ist nicht von der Hand zu weisen.
Hallo, wir haben heute nachmittag noch einmal sinniert, welches Vorbild hier Pate gestanden hat. Es könnte auch eine Befüllvorrichtung von Silowagen (3 Behälter auf dem Wagen) sein. Da dieses Teil nicht unbedingt zu Modellbahnzwecken angefertigt wurde, könnte es im Maßstab 1:50 gebaut sein. Für Spur 0 würde es vielleicht gerade noch so durchgehen - modellbahnerische (Maßstabs-)Freiheit ... Gab es denn in Spur 0 Wagen mit drei Silos?
Eisenbahnwagen mit drei Silos gab es zumindest beim Vorbild. Wenn das Teil von einem Vorführmodell stammt, könnten ja auch die Eisenbahnwagen passend dazu angefertigt worden sein.
Die Idee von Dieter, die Anlage sei eventuell für das Asphaltieren von Straßen gedacht, hat etwas für sich. Der Einwand von Bodo, dass durch die verwendeten Schienen nachträglich Löcher geflickt werden müssen, ist nicht stichhaltig, denn das wird auch heute noch immer so gemacht, also das Reparieren und Nachbessern von frisch asphaltierten Flächen.
Eisen- bzw. Stahlguß halte ich für ausgeschlossen, weil die Behälter nach jedem Guß geprüft und eventuell auschamotiert werden müssen, weil ansonsten sich der flüssige Rohstoff ungewünschte andere Wege sucht, um seiner "Gefangenschaft" zu entrinnen. Und so etwas ist lebensgefährlich. Ich habe auch noch nie Rohre gesehen, durch die flüssiges Eisen geführt wird. Das ist immer offen.
das ist ein Füllwagen für eine Kokerei. Ein Ofen wird durch die drei runden Behälter gefüllt. Eine Kokerei hat eine lange Ofenbatterie. Da steht Ofen neben Ofen dicht an dicht.
Wen es interessiert, wie ein Koksofen und zugehöriger Füllwagen aussieht und funktioniert: VGB Heft "Montag Bahn Schwarzweiß" ISBN 978-3-89610-440-3
ein interessantes Video. Du zeigst die Erneuerung der obersten, wenige Zentimeter starken Schicht einer Asphaltbeton-Fahrbahn, der sogenannten feinkörnigen Verschleißschicht oder Deckschicht, mit einem Straßenfertiger. Die unteren Schichten, die mittelkörnige Binder- und die grobkörnige Tragschicht sind hier offenbar noch ausreichend erhalten und müssen nicht erneuert werden.
Die von mir weiter oben angesprochenen Bohrkerne (ca. 30 cm lang, Durchmesser ca. 10 cm) werden nur bei einem kompletten Neubau der Fahrbahn gezogen, um die Qualität der Schichten zu beurteilen und ggf. den Auftragnehmer in Regress zu nehmen, wenn schlechtes Material eingebaut wurde. Typische Fehler sind ungleichmäßige Durchmischung, nicht optimale Verteilung der Korngrößen der Zuschlagstoffe und minderwertiges Bitumen. Von diesen Probebohrungen leben eigene Firmen, die von den Straßenbaulastträgern beauftragt werden.
Teer ist übrigens das ölige Nebenprodukt der Holzverkohlung, und wird wegen seiner Gesundheitsgefährdung schon lange nicht mehr im Straßenbau verwendet.
Bitumen oder auch Asphalt ist ein Nebenprodukt der Erdölraffinerie. Durch die Vermengung mit einer genau festgelegtem Sand-Kies-Korngrößen-Verteilung entsteht Asphaltbeton. Der Bitumenanteil beträgt bei einer guten Korngrößen-Verteilung nur ca. 5%.
Der gezeigte Wagen gehört aber tatsächlich zu einer Kokerei, wie ich auch gerade erst gelernt habe.
Man sieht die sehr kleinen Öfnungen der Kammern, die mit dem Wagen befüllt werden.
@Lutz: befindet sich der Füllwagen noch in Deinem Besitz ? Das Teil würde sich ja für die Erweiterung des LEUNA-Werkes um eine Kokerei bzw. ein Gaswerk (da gab es ähnliche Geräte) eignen.
Christian, danke für die Aufklärung. Noch nie gesehen ! Noch nie gehört. Was mir bei den weiteren Bildern im link von Dieter auffällt, ist die absolute Sauberkeit der Kokerei. Wie ein Modell, aber Wirklichkeit.
Dieter, diese zwei schmalen Löcher an den Rändern von Straßen sind mir schon oft aufgefallen, nur konnte ich sie mir nicht erklären. Jetzt weiß ich, wie man mit Ausbohren Geld verdienen kann. Aber gut: Glauben ist gut, Kontrolle ist besser.