Hallo zusammen, der Henschel-Wegmann Zug war in der letzten Zeit einer meiner Wünsche. Aber ich wollte nichts aus Kunststoff und auch nichts digitales. So habe ich mir einen Zug selbst hergestellt. Die Maschine hatte ich schon länger, sie war bisher schwarz mit dunkelrotem Seitenstreifen, das Fahrwerk einer Märklin BR 01 treibt sie an.
Zuerst habe ich die vier Wagen gebaut, es entstanden zwei Kanzelwagen für jede Seite des Zuges. Für diese Wagen habe ich wieder die runden Frontpartien nach vorheriger Machart benutzt.
Die Lackierung der Wagen und der BR 61 ist durch die verschiedenen Farben und Zierlinien ziemlich aufwendig, einige Wochen sind bis zur Fertigstellung vergangen.
Die Wagen habe ich sehr kurz gekuppelt, kürzer als es in der alten Märklin Serie üblich war.
Um die Wagen Schlußbeleuchtung der beiden Kanzelwagen je nach Fahrtrichtung unabhängig zu beleuchten, wurde unter jedem Kanzelwagen die alte Märklin Schleifer Garnitur von 1950 eingebaut. Hier kann ich mit dem seitlichen Stellhebel den hinteren Schleifer herablassen und den vorderen Schleifer hochklappen, sodass nur immer die hintere rote Beleuchtung aktiv ist.
Die Maschine hat ebenfalls fahrtrichtungsabhängiges Wechsellicht, so kann ich die BR 61 auch mit Tenderseite voraus einsetzen.
Der komplette Zug ist schon einige Testrunden auf der alten Anlage gefahren und läuft sehr gut.
Hier einige Bilder auch vom Bau der Wagen
Es macht viel Spaß, sich durch Eigenbau einen Zug nach eigenem Wunsch herzustellen.
Hallo Hans-Gerd, die Lackierung ist absolute Spitze, aber sie erfordert natürlich auch perfekte Vorarbeit. Kannst du uns etwas zu deiner Bearbeitung der Oberflächen sagen ? Besonders interessiert mich der Bereich der angelöteten Fronten, man sieht keinerlei Übergang zwischen den beiden Blechen.
Hallo Arne, was meist Du mit angel. Fronten und beiden Blechen? Das ist eine Abformung eines EAW Gehäuses von Franz Nowack, es sieht innen und außen wie das Original aus und ist ein durchgehender Guss Metallblock. Im Innenteil des Gehäuses wurde nichts verändert. Zur Befestigung des Fahrgestells habe ich oben ein kleines Loch für die Gehäuseschraube gebohrt.
... Du meist sicher den Kanzelwagen. Der Schürzenwagen wurde gekürzt und ein Frontteil eines Trix 20/58 eingesetzt. Beim Dach beide Teile von unten verklebt und oben mit Spachtel geglättet und verschliffen, dann lackiert, wie beim Wagenkasten. Bei einem Kanzelwagen sieht man den Dachübergang leicht, beim anderen nicht.
Die vier Wagen sind mittlerweile beleuchtet, wobei die beiden Kanzelwagen je zwei Klappschleifer haben. Ich habe DG mit spitzen Achsen eingebaut wegen des Rollwiderstands. Durch die beweglichen Klappschleifer der ersten Ausführung von 1950 kann man, je nach Bedarf und Fahrtrichtung, die rote Schluss- und weiße Innenbeleuchtung ab- und zuschalten.
Zitat von Oxytocin im Beitrag #2Sehr schönes Projekt und ein dolles Ergebnis! Hut ab. Allzu gern hätte ich einen Blick auf die Innenseite des Lokgehäuses geworfen.
Hallo Anselm, danke für die Blumen! Die originale Haube von EAW ist wohl im Sandguss Verfahren hergestellt worden, so hat es mein verstorbener Modellbahn Kollege vor Jahren mal ausgeführt. Franz Nowack hatte vor einigen Jahren ein solches Gehäuse abgeformt und einige Hauben nachgegossen und das ist eine dieser Nachgüsse von Franz Nowack. Innen ist die Haube sehr rau, unbehandelt und nicht lackiert. Sie ist nicht so glatt wie die Außenhaut, die ich selbst vor der Lackierung noch nachgearbeitet hatte.
Die Henschel-Wegmann BR 61 001 hat seit gestern ein anderes Fahrgestell. Zuerst hatte sie ein FG der Märklin SK 800, was sehr hochbeinig aussah und mir nicht so gut gefiel. Dann habe ich auf Anraten von Franz ein FG der Märklin BR 01 (3048) anstelle des SK 800 Fahrwerks eingebaut. Gestern habe ich ein FG einer Trix International BR 01 mit Mabuchi Motor/Schwung- masse und Uhlenbrock Relais unter die Henschel-Wegmann Maschine gesetzt. Die Fahrkultur und auch der Auslauf der Maschine ist jetzt um Längen besser als vorher und das Gehäuse sitzt noch eine Idee tiefer. Den automatischen Lichtwechsel habe ich mit zwei zusätzlichen Dioden 1N4148 realisiert, die in Reihe mit den Lämpchen gegen Masse eingebaut wurden.