In meinen Vitrinen wäre noch gut Platz für ein paar weitere, kleinere Dinge, die ich "eigentlich" nicht sammle. In Relation zu einem Kaufmannsladen sind alte Eisenbahnen ja winzig.
Zitat von Es(s)bahner im Beitrag #23 Vorsicht, der Staub alter Blechbahnen kann Viren enthalten, was zu Suchterscheinungen führen kann.
Die Tatsache, dass ich auch nach all der Zeit (fast ein Dritteljahrhundert!) noch ziemlich genau weiß, wie die große Dampflok ausgesehen hat, die ich damals nicht gekauft habe, und dass ich in Folge sämtliche Orte der Versuchung nach Möglichkeit vermieden habe, sagt ja wohl alles...
Hallo an die Fans der alten Lebkuchendosen, paßt zwar nicht zu Märklin, wurde aber in den # 12, 14, 19 und 20 angesprochen.
Zunächst Glückwunsch an Ruth, daß sie diese wunderschöne stabile und seltene Dose besitzt.
Die Lebkuchendose stellt das historische Bratwurstglöcklein in Nürnberg dar, das 1945 durch Bomben zerstört wurde. Die Dose stammt nicht von der heutigen Firma Haeberlein-Metzger, wie von Claudia vermutet.
Die Dose - Seiten und Dach sind sorgfältig geprägt - ist bedeutend älter, sie stammt von der Firma "Heinrich Haeberlein Nürnberg, Kgl. Bayer. u. K.u.K. Oesterr. Hof-Lebkuchen u. Chocoladen Fabrik." So steht es auf der Rückseite der Dose.
Und warum ist die Rückseite der Dose flach ? Weil das historische Bratwurst-Glöcklein an die Moritzkapelle angebaut war. Moritzkapelle und Bratwurstglöcklein, nördlich der Sebalduskirche gelegen, wurden nicht wieder aufgebaut, ihre Grundrisse sind im Pflster markiert.
Ruth, an Deiner Stelle würde ich nichts überstürzen. Du hast die Lok schon lange und kannst dieses Jahr in aller Ruhe bei Gelegenheit ein Eisenbahner-Spielertreffen mit alten Blechbahnen besuchen. Noch passt Dein Rollmaterial in eine größere Handtasche. Dort triffst Du Leute, die sich auskennen. Sicher gibt es eine Spur-0-Anlage, mit verschiedensten Tendern, Wagen, etc. Dort kannst Du die Lok testen und Dich beraten lassen. Vielleicht hat sogar jemand einen passenden Tender, der abzugeben ist. Vielleicht gönnst Du Dir und Deiner Lok diesen halben Tag? Viele Grüße Karl
Dann könnte die Lok u.U. auch etwas älter sein, Bodo? Aber sie war bestimmt längere Zeit im Programm? Manche Ausführungen unterscheiden sich ja wohl auch etwas in der Farbgebung.
Claudia, die Lok auf Ebay-Kleinanzeigen habe ich mir gerade angeschaut. Der Tender scheint der gleiche wie die Tender von Georg zu sein. Aber was die Lok betrifft: Da gefällt mir meine besser. Die rot bemalten Räder finde ich bei dieser Lok in der Gestaltung "zu heftig". Ist das original so? Auch die deutliche Delle oben vor dem Schornstein würde mich etwas stören.
Ich überstürze nichts, Karl. Ich schaue mich jetzt erstmal in Ruhe nach einem perfekt passenden Tender um. Mit dem allfälligen Kauf von Wagen für diese Lok warte ich noch ab, bis ich den richtigen Tender habe, falls ich überhaupt einen bekommen kann. Meine Freunde kommen verm. erst Ende des Monats zurück. Solange wird also an der Lok auch noch bestimmt nichts repariert. Vorher mache ich auch noch ein Video für Ypsilon, damit er eventuell an den Geräuschen des Uhrwerks erlauschen kann, wo der Fehler liegt.
Wo und wann finden denn eure Treffen immer statt? Ich bin sehr schüchtern, weiß nicht, ob ich mich da überhaupt hintrauen würde.
Dieter, danke für die Informationen zum "Bratwurstglöcklein". Du und Claudia habt beide Recht: Auf der Rück- seite der Dose steht der Name der alten Firma, aber für dieses Nostalgie-Produkt hat Haeberlein-Metzger die Lizenz vergeben. Meine Dose stammt aus der Mitte der 1980er Jahre:
Bis Februar 1987 waren die Lebkuchen darin noch genießbar:
Ich bin mir nicht sicher, ob ich schon jemals eine solche Dose "in echt" gesehen habe, die antik war. Von den Flohmärkten kenne ich nur solche Nostalgie-Dosen wie meine. Ich weiß zwar, dass diese Dose teilweise recht hoch gehandelt wird, aber da wäre ich sehr vorsichtig. So ein Boden lässt sich bestimmt einfach abschleifen, neu lackieren und wieder "auf alt" trimmen. Diese Dosen sind hübsch und schön gemacht und man kann sie durchaus zusammen mit antiken Gegenständen zum Dekorieren verwenden, finde ich. Man sollte dafür aber nicht recht viel mehr bezahlen als für irgendein anderes Nostalgie-Objekt aus den 80er/90er Jahren.
Meine Dose habe ich wohl in den 90er Jahren gekauft. Ich glaube nicht, dass sie mehr als zwei oder drei Mark gekostet hat. Heute fände ich mehr als ca. 10 Euro für eine solche komplette Dose zu viel. Das Glöcklein und insbesondere der Schornstein fehlt nämlich leider sehr oft. Claudia und Dieter: Würdet ihr auch eine un- vollständige Dose wollen? So ein Schornstein ließe sich ja recht einfach nachbauen. Und unvollständige Dosen sind auf dem Flohmarkt wirklich schon für ein paar Euro zu bekommen.
zehn Euro fände ich auch für ein unvollständiges Blechhäuschen nicht zu viel. Die Glocke kann man sich zur Not selber bauen (ein genaueres Bild des Drahtgestells wäre noch hilfreich). Der Schornstein ist etwas schwieriger, um den Farbton zu treffen.
Ich würde mich freuen, wenn Du noch so ein Häuschen finden würdest.
1. Die Lok in den Kleinanzeigen von eBay finde ich auch nicht gut genug für den aufgerufenen Preis. Aber da der Tender dabei war, habe ich das Angebot einfach zur Info weitergegeben.
2. Ich weiß, daß es eine Neuauflage der alten Lebkuchen-Dose gab. Meine Mutter besaß sie. Leider ist die Dose bei der Auflösung ihres Haushaltes 2009 verschwunden, bevor ich sie retten konnte. Schade! Ja, ich würde auch eine unvollständige Dose nehmen.
Hier ein leider nur sehr kurzes Video von der laufenden Lok "von unten". Bei dem Versuch, das aufzunehmen und dann hochzuladen bin ich fast ausgeflippt. Ich hoffe, der Link funktioniert jetzt:
Das kurze, laute Geräusch zu Beginn vom 2. Teil kommt nicht vom laufenden Uhrwerk. Es kommt davon, dass ich die Räder beim Anfassen kurz blockiert hatte.
auch vollständige, funktionsfähige Lokomotiven tauchen immer wieder auf, vgl. z.B. hier.
Meine erste Spur 0 Lokomotive war auch ein unverhoffter Fund und ebenfalls eine Lok mit Uhrwerk, die nicht richtig lief. Ich habe sie damals von einem Restaurator instandsetzen lassen. Das ganz große Vergnügen kam allerdings mit der ersten elektrischen Lokomotive auf - die lassen sich letztlich doch besser beherrschen und sind auch wartungsfreundlicher. Heute ist auch das nichts mehr, wofür man einen Finanzberater braucht.
Ich war gestern so frustriert und wütend auf mich selber, dass ich die "Schrott-Schienen" wieder abgebaut und sie zusammen mit der kaputten Lok in einen Karton gepackt habe. Auf dem Karton steht "Fehlkauf".
Aber: Der Karton steht noch offen auf dem Wohnzimmertisch. Ich habe diese Lok also noch nicht ganz abgehakt. Mir ist vorhin auch eingefallen, dass ein Freund von einem Freund möglicherweise eine Ahnung von der Reparatur von Uhrwerk-Loks haben könnte. Vielleicht kann er mal einen Blick darauf werfen. Eine teure Restauration vom Fachmann werde ich aber wohl nicht machen lassen. Das hieße bloß "gutes Geld dem schlechten Geld nachwerfen". Falls die Lok unrepariert bleibt, stelle ich sie vielleicht mal in meinen großen Spielzeugladen auf ein Regal oder ins Schaufenster. Dafür wäre sie wohl immer noch klein genug.
Mir gefallen die ganz alten und die ganz großen Loks immer am allerbesten. Ich hatte heute auch eine Idee, wie ich Versatzstücke für eine Eisenbahnanlage in größerem Maßstab bauen könnte, die sich platzsparend aufbewahren ließen, wenn sie nicht aufgebaut sind.
Es wäre aber für mich wohl weitaus sinnvoller, nach irgend einem deutlich kleineren (und elektrischen) System zu schauen - und nach etwas, das ich technisch selbst bewältigen könnte. Ich muss mich erst noch genauer informieren, was da eventuell für mich in Frage käme und mir auch in Material und Gestaltung gefällt. Allzu selten und gesucht sollte es auch nicht sein, damit sich Ergänzungen leicht finden lassen.
Ich habe halt noch gar keine Ahnung von der Materie - hab bloß Lust aufs Eisenbahnspielen. Mal schauen, ob da noch etwas daraus werden kann. Für manche Kindheitsträume ist es jetzt vielleicht auch einfach schon zu spät.
Zitat von Eugen & Karl im Beitrag #30 ...die R 990 gehört zu den Märklin Neuheiten des Jahres 1914. Sie wurde ab 1926 als Teil der Zusammenstellung R 990/72/3 mit den neuen Wagen 1872 und 1873 abverkauft und ist 1928 letztmals im Programm vertreten.
Was Bodo schreibt, erklärt mir, warum ich diese Wagen rein optisch als etwas "zu modern" zu der Lok empfinde. Da hat in den Nach- kriegsjahren wohl ein gewisser Stilwechsel stattgefunden? Wäre ganz ähnlich wie ich es aus meinen Sammelbereichen auch kenne. Solche Märklin-Wagen habe ich nun schon mehrfach auf Ebay gesehen. Sie scheinen weder besonders selten, noch besonders kostspielig zu sein. Das ist gut.
Mit einem genau passenden Tender zu dieser Lok wird es schon weitaus schwieriger werden. Diese beiden hier fände ich als Alternative ganz hübsch und auch farblich passend - falls sie in der Breite zur Lok passen sollten und nicht zu klobig oder zu klein wirken. Die Räder der beiden Tender scheinen den gleichen Abstand zu haben.
Ansonsten kann ich den bereits niedergeschriebenen Gedanken unterstützen: Uhrwerksbahnen sind ganz nett, aber richtiger Spielspaß kommt erst bei den elektrischen Bahnen auf, wenn man die Geschwindigkeiten regeln kann.
Bei den flitzenden Uhrwerksbahnen hingegen muss man damit rechnen, dass sie an jeder zweiten Kurve aus den Schienen fliegen. Das passiert zumindest bei den kleineren Uhrwerksbahnen mit einfachen Uhrwerken und engen Gleisbögen häufiger.
... was aber nicht immer bedeutet weniger "Spielspaß" zu haben. Es kommt auf die Art Spaß an.
Die erste Investition ist ja erstmal nur das Porto für ein Päckchen hin und her, das wären 9 Euro. Ich schau mir die Lok gern mal an, aber wenn das jemand anderes machen wiill - gern!
Zitat von ypsilon im Beitrag #49... was aber nicht immer bedeutet weniger "Spielspaß" zu haben. Es kommt auf die Art Spaß an.
Der Spaß kann aber auch darin bestehen, dass man ein historisches Stück besitzt. Mich interessiert die Geschichte eines solchen Blechspielzeuges sehr, auch die Sicht des Herstellers. Jedenfalls war eine Uhrwerklok kostengünstiger herzustellen als eine elektrisch betriebene Lok, diesen Vorteil konnte der Hersteller an den Käufer weitergeben. Uhrwerk war eine bekannte, bewährte und robuste Antriebstechnik. Nicht jeder Käufer hatte die Fähigkeiten, eine elektrische oder dampfbetriebene Lokomotive zu betreiben, vielleicht auch nicht das Geld dazu. Dazu kam, dass es in vielen Städten und erst recht Dörfern zu Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts keinen Haushaltsstrom gab. In meiner Heimatstadt Freiburg fiel der Beschluss, ein Elektrizitätswerk zu bauen, erst 1899. Gründe dafür waren vor allem der Strombedarf der Universität und der Bau einer Straßenbahnlinie, Beleuchtung der Privathaushalte war nicht so wichtig. Ich als Sammler und vor allem Fahrer handhabe es so: Ich denke in Zügen. Ich will also einen schönen, vielleicht an historischen Vorbildern orientierten Zug haben. Im Idealfall habe ich für einen Zug mehrere Lokomotiven: Eine Spirituslok, eine Uhrwerklok, eine elektrische Lok. So kann ich bei Spielertreffen, bei denen man mit offenem Feuer hantieren darf, mit Echtdampfloks fahren, sonst halt mit elektrischen und so lange meine Geduld und mein Handgelenk es aushalten, mit Uhrwerk. Das ist der Idealfall: Eine Kiste mit einem schönen Zug und drei Loks. Das ist aber längst nicht so der Fall, aber ich "arbeite daran". Viele Grüße Karl