ich habe einige Flm-Wagen mit Blechrädern bekommen und dachte, es handelt sich vllt. um ganz frühe Uhrwerk-Wagen, mit der Option, so wie bei BUB Spur S, später bei "Elektrobetrieb" auf Bakelit umzurüsten? Gesehen habe ich schon andere Flm-Wagen mit Blech drauf, mir aber nichts dabei gedacht. Jetzt zweifle ich, ob das so überhaupt mal angeboten wurde, denn selbst der Katalog von 1949 spricht schon von Bakelit Rädern.
Es handelt sich um die Wagen 400 und 401, alle mit den ersten Faller-Kupplungen, also ganz frühe! Der Durchmesser der Blech- und Bakeliträder ist gleich groß
Wer weiß aus sicherer Quelle, ob da anfangs Blech drauf war, und welche Achsen gehören dazu, Quetschnasen oder gedrehte?
Moin. Wie soll man aus "sicherer Quelle" wissen, dass es etwas "nicht" gibt? Reden wir statt dessen von Plausibilität. Fleischmann hatte extra und eigens ein eigenes Zweileitergleis entwichkelt, um darauf mit Gleichstromloks miteindeutig bestimmbarer Fahrtrichtung fahren u können, es gab aber auch Uhrwerkloks, letztere aber nicht eher als die elektrisch betriebenen. Wenn die isolierradsäte verwenden wollten: Wie wahrscheinlich ist es, dass sie sich damals Produktionsmittel auch für Achsen beschafft haben sollten, die Kurzschluss verursachen würden?
Die Fahrzeuge sind gerade midestens 70 Jahre alt geworden, Deine Bilder zeigen verschieden Achsen im selben Wagen. Wie wahrscheinlich ist es, dass irgendjemand in den vergangenen 70 Jahren Achsen tauschte? VG Chris
im Katalog von 1949 ist lediglich die Rede davon, dass "alle Wagen der elektr. Bahnen sowie Einzelwagen" mit Bakelit- Rädern ausgestattet sind. Die Wagen der Uhrwerk- Bahnen sind es anfangs also nicht. Sonst hätte Fleischmann ja geschrieben, dass alle Wagen Bakelit- Räder haben.
Später wird Fleischmann in den Katalogen deutlicher. Zum Umbau einer Uhrwerk- Bahn in eine elektrische benötigte man einen Transformator, ein Anschlussgleis, eine elektrische Lokomotive und "Kunststoff- Räder für Wagen", da die Blechräder der Wagen der Uhrwerk- Bahnen nicht geeignet waren.
Ich dachte eigentlich, dass dies allgemein bekannt sei. Es steht ja in den Katalogen. In dem Vortrag "Der letzte Märklin Spur 0 Wagen" hatte ich am 32. Tinplate Forum 2018 deshalb gesagt: "Keine Kompromisse ging Märklin dagegen bei wesentlichen Bauteilen wie Kupplungen und Radsätzen ein" und verwies in einer Fußnote auf die Wagen der Fleischmann Uhrwerk- Bahnen, die in den ersten Jahren für den Einsatz auf elektrischen Bahnen desselben Herstellers umgebaut werden mussten.
...danke für deine Aufklärung. Ich habe nur den Katalog von 1949 angeschaut und da schrieb Flm ja noch nichts von Räder-Tausch an den Wagen. Gewundert habe ich mich nur, dass quasi ab sofort Bakelit Radsätze angeboten wurden. Wenn nicht zum Reparieren, dann vllt. zum Tausch? Erst im Katalog 1952 verwies Flm dann auf den Räder-Tausch, danke für den Tipp. Wie in #1 geschrieben, habe ich ja schon häufiger Wagen mit Blechräder gesehen, wurde dann aber doch unsicher und zog in Betracht, dass vllt. doch schon immer Bakelit Räder auf den Uhrwerkbahnen waren und an meinen Wagen von einem Bastler ein anderes Fabrikat hin kam. Btw., 1955 schrieb Flm nichts mehr davon, dass beim Umstieg von Uhrwerk auf elektrische Bahnen, die Räder getauscht werden müssen.
Hallo Chris,
...schön dass du dich hier im Forum einbringst, aber vllt solltest du nicht alles nur in Frage stellen, bloß weil du keine Ahnung hast. Das erklärt ja dann auch deine Meinung zum Achsentausch während 70 Jahren. Nur weil ich einen Radsatz kaufe zum Umrüsten, muss ich ja nicht gleich die Achse mit austauschen. Außerdem hatte Flm ja vor dem Krieg die Firma Doll übernommen, weißt du was da nach dem Krieg noch da war? Warum nicht auch Werkzeuge zur Blech-Räder Herstellung? Muss ja auch nicht ex-Doll gewesen sein, aber irgend eine Idee zum Blech wird wohl schon dahinter gesteckt haben?
Ich kann mir schon verstellen, dass es dich in den Fingern juckt zu schreiben, und du sicher auch dein Spezial-(Sammel)Gebiet mit viel Wissen hast, aber man kann auch mal still sitzen und abwarten, ob nicht vllt auch konstruktive Beiträge kommen.
Lieber Horst, an Deiner Bemerkung ist durchaus was dran. Und ja, nicht alles kann mit Plausibilität geklärt werden, es gibt auch Dinge, die gar nicht mit Plausibilität geklärt werden sollen. Aber ich schweife ab. Ist doch aber schön, dass WIR BEIDE dank der Aufklärung durch Bodo jetzt MEHR AHNUNG haben, als vorher.. Jedenfalls wünsche ich Dir viel Spaß mit den Fleischmannwagen, die wannauchimmer zu ihren verschiedenen Achsen gekommen sind. Schönes Wochenende Dir, Chris
...schön dass du dich hier im Forum einbringst, aber vllt solltest du nicht alles nur in Frage stellen, bloß weil du keine Ahnung hast. Das erklärt ja dann auch deine Meinung zum Achsentausch während 70 Jahren. Nur weil ich einen Radsatz kaufe zum Umrüsten, muss ich ja nicht gleich die Achse mit austauschen.[...] Horst
Deine Gedanken zum Umrüsten eines Radsatzes mögen zwar theoretisch korrekt, praktisch aber möglicherweise daran gescheitert sein, dass Fleischmann im Katalog 1949 unter der Nummer 420 und mit der Bezeichnung "Bakelite-Rad" eine - Achse - anbot...
Zitat von tischbahn im Beitrag #1Wer weiß aus sicherer Quelle, ob da anfangs Blech drauf war, und welche Achsen gehören dazu, Quetschnasen oder gedrehte?
ICH - Sorry - ich konnte früher nicht schreiben kann aus eigener Erfahrung berichten: mein älterer Bruder bekam zu Weihnachten 1951 eine Fleischmann Uhrwerk-Zugpackung, bestehend aus einer U 320 mit 2 Personen-und einem Packwagen, 2-farbig rot-beige. Dazu die passenden Schienen. Die Räder waren aus Blech (heute noch vorhanden). Mitte der 50-iger Jahre bekam ich eine elektrische Tenderlok und einen kleinen Trafo (110 Volt). Beides zusammen hatte damals 50 DM gekostet. Die 3 vorhandenen Wagen wurden mit Bakelit-Rädern umgerüstet, aus bekannten Gründen. Meine Mutter schilderte mir damals, dass es ein wichtiges Argument beim damaligen Kauf der Uhrwerkeisenbahn war, dass man auf den vorhandenen Gleisen auch elektrisch fahren kann. Die Achsen waren solche mit Quetschnasen, sofern ich mich richtig erinnere. Alles ist noch vorhanden, nur der Karton nicht. Ich müsste aber suchen. Habe diese GFN-Sachen in den 90-iger Jahren weiter ergänzt und zur damaligen Zeit wesentlich höhere Preise bezahlt im Vergleich zum heutigen Preisniveau. Bei den Rädern aus Bakelit gab es anfangs nur die unauffällig braunen, später auch dunkelrote Räder. Die Bakelit-Räder waren damals vermutlich teurer als die Blechräder, was sicherlich auch mit der geringeren Auflage begründet war. Blechräder waren in Nürnberg damals Massenware. Heute ist die Wertanmutung umgekehrt. Viele Grüße Wolfgang
Vor kurzem kam ein Fleischmann Uhrwerkset Nr. U340/3 in OK zu mir, bestehend aus einer Tenderlok Nr. U325, zwei Personenwagen Nr. 402, einem Gepäckwagen Nr. 403 und einem Gleisoval. Alle Wagen und der Tender haben Blechräder und die frühe Kupplung. Ich glaube also, dass das Set zwischen 1950 und 1953 hergestellt wurde. Ich habe auch eine Gebrauchsanweisung für ein Fleischmann-Uhrwerkset von 1955, und darin steht, dass die Wagen der Uhrwerksets mit denen der elektrischen Sets identisch sind. Die Blechräder waren also zu diesem Zeitpunkt verschwunden.
frühe Spur 0 Wagen von Fleischmann hatten Blechräder, wenn diese in Uhrwerkspackungen waren. In der dazugehörigen Anleitung stand dann geschrieben, dass die Wagen durch austauschen der Achsen/Räder für den elektrischen Betrieb weiter genutzt werden können.
Später wurden dann nur noch die Bakeliteräder verwendet.
Vermutlich waren durch die Bestände von DOLL noch reichlich Blechräder vorhanden, sodaß diese bei Uhrwerksbahnen auf gebraucht wurden. Aber das ist wirklich nur eine Vermutung die ich nicht Belegen kann.
@Hans van Dissel : Deine Packung kann keine ganz frühe Packung sein, da die Kupplung bereits vom Typ 2 ist.
Ich kann leider nicht genauer nachschauen, da ich die Unterlagen nicht parat habe.
Grüße
Jörg
Spur 0 von DOLL und Fleischmann Einige Angebote findet Ihr auch bei Hood.de .