hallo zusammen, ich bin neu hier und weiß noch nicht so richtig, wie das hier läuft! aber, ich bräuchte mal einen tipp oder auch mehrere von spur s-fachleuten, weil ich ein teil habe, das ich nicht einordnen kann! es handelt sich um einen BuB-triebwagen in spur s, der aber, was die ganze aufmachung bzw. die gestaltung betrifft, mehr in die vorkriegszeit passt. der lack hat einen typischen geruch wie man ihn aus der VK kennt und das kann am schutzlack liegen, auch sieht der panthograf wie der bei den trolleys in spur 0 aus der VK aus! auch hat der triebwagen das alte logo und made in bavaria. leider weiß ich noch nicht wie man hier fotos hochladen kann, aber vllt. könnten Sie sich das teil einmal auf ebay anseh'n... Artikelnr.: 156253242773 schon jetzt vielen dank winfried ernst
Moin. Sieht für mich danach aus, als hätte jemand das Fahrwerk einer Tischbahn in das Gehäuse eines Spur0Triebwagens gebastelt. Der Achsstand des Uhrwerkes paßt nicht zu den Achslagerblenden und der Ausschnitt für den Uhrwerksaufzug sieht scharfkantig geschnitten aus. Im Original wäre der wohl gestanzt worden. Ums genauer zu beurteilen, müßte man das Teil genauer angucken können. Mal sehen, was Patrick dazu meint.
auch aus meiner Sicht kein Originalteil. Nach Betrachtung der Bilder des Triebwagen 425 L in unserem Archiv denke ich aber, dass nur die Räder getauscht und die Spurweite angepasst wurde, das Uhrwerk sieht original aus.
also, ich befasse mich mit spielzeug-eisenbahnen jetzt seit 40 jahren und bilde mir ein, ein original von einem fake unterscheiden zu können! das gehäuse hier ist genau 4,5 cm breit, die gehäuse des(der) triebwagen in spur 0 ist wesentlich breiter. auch kommt mein triebwagen dem der BuB-ausweichbahn sehr nahe, insbesondere der panthograf, das ist aber auch schon alles. im prinzip ist mein triebwagen eine schmal- spur-kopie des trolleys in spur 0. könnte denn die bezeichnung "BOB 26", die auf der lok steht, weiter bringen?
ausWeichbahn natürlich! ich habe tatsächlich im internet ein pendant gefunden bei einer auktion. wenn man den begriff "karl bub BOB 26" eingibt, und auf bilder geht, erscheint diese lok, allerdings ist mein dach dagegen fast unbespielt!
Bub hat mit Spur S erst nach dem Krieg angefangen. Vor'm Krieg hat Bub auch Tischbahnen gebaut, die in ihren Proportionen und der Spurweite in etwa Spur S entsprechen. Ansonsten hat Bub, wie auch etliche andere Spielzeughersteller dieser Zeit, es mit der Maßstäblichkeit und den Proportionen nicht so genau genommen. Da gibt es Spur 0 Fahrzeuge, wo die Wagenkästen selbst für S viel zu klein ausfallen. Alleine aus den Proportionen auf die Spur zu schließen, funktioniert da nicht. Von Fake würde ich nicht sprechen wollen. Eher von Bastelarbeit. Das Angebot an Material in Spur S war und ist in Europa immer recht übersichtlich. Daher haben Bastler einfach Material von anderen Spuren adaptiert und für S angepaßt. Fake ist's für mich nur, wenn damit bewußt jemand in die Irre geführt werden soll.
man könnte meinen, Sie wären damals bei der produktion bei BuB dabei gewesen...
und wie erklären Sie die existenz des von mir erwähnten pendants bei einer auktion? wenn meine lok ein einzelfall wäre, würde ich Ihnen zustimmen, sonst aber nicht!
spur S ist auch schon lange von vor dem krieg bekannt... in england und den USA! hinzu kommt, wenn man einmal die abbildungen im BuB-katalog von 1933 vergleicht, wirkt die schiene des kleinen treibwagens links, kleiner, als die spur-0-schienen nebendran!!!
Zitat von winfried ernst im Beitrag #10 spur S ist auch schon lange von vor dem krieg bekannt... in england und den USA!
Guten Morgen, Mein Interesse gilt nicht Triebwagen, aber ich finde Ihre Bemerkung zur Spurweite S sehr interessant. Können Sie mir weitere Informationen zur Spurweite S in den USA und insbesondere in Großbritannien aus der Zeit vor 1940 geben oder mich darauf hinweisen? Gruss Fred
Nach allem, was ich bisher finden konnte, wurde S erst 1944 in den USA in die Modellbahnnormen aufgenommen. Alles vorher war ungenormt und jeder konnte es bauen und nennen, wie er wollte. Da wären insbesondere die CD-Spur von Cleveland, Spur 000 von Schönner und Spur 00 von Märklin. All diese Spuren waren ungenormt und nicht zu den heutigen Bezeichnungen der NEM passend. Zu etlichen Tischbahnen findet man gar keine Angaben zur Spur. In Europa wurde S ab ca 1952 im Normat-Ausschuß diskutiert und 1954 dann genormt. Aus Normat wurde später NEM. (und wer einen großen Teil dieser Bahnen live sehen will, der komme nächstes WE in die alte Straßenbahnhalle in Schkeuditz).
Würden Sie sich bitte zunächst einmal vorstellen, bevor Sie hier mit Mutmaßungen auftreten?!
Hier im Forum gibt es ausgewiesene Experten zur Spur S. Alle würden sich freuen, detaillierter zu Ihrem Wissen über diese Spur informiert zu werden. Im Interesse der Erforschung der Historie von Spielbahnen ist es wünschenswert, Roß und Reiter bzw. die Quellenlage zu erfahren.
Freundliche Grüße von Claudia
P.S. Im übrigen kenne ich Dich, Winnie! Stell' Dich doch den Anderen auch mal richtig vor :))
Ich bitte darum erstmal Bilder einzustellen von dem Triebwagen um den es tatsächlich geht. Das ist ganz einfach und man findet hier eine Anleitung. Einmal durchgelesen versteht man das sofort.
Moin. Der Ersteller des Beitrages scheint das Interesse verloren zu haben. Ich habe mich darüber mal mit dem Dieter Häntschel, Bub-Sammler und Betreiber des Modellbahnmuseums Muggendorf, ausgetauscht. Der hält das Teil auch nicht für Original. Insbesondere das Dach sei bearbeitet. So stimme die Form nicht ganz und die Lackierung gleich gar nicht. Das Original sei mit Petroleumlack gemacht gewesen. Dieser sieht viel matter aus. Dieter vermutet, daß beim vorliegenden Modell einfacher Autolack zum Einsatz kam. Auch sei die Stirnseite falsch ausgeführt. Mehr sage ich dazu nicht. Der Erbauer hat jetzt schon einige Hinweise, was er beim nächsten superseltenen "Original" besser machen müßte. Da ist "Fake" vlt noch die harmloseste Umschreibung für das Teil. Und bevor jemand auf dumme Gedanken kommt: Ja, ich baue auch um und ergänze mein Rollmaterial, würde das aber nie original nennen.
ich war bei diesem Thema bisher stiller Mitleser. Der kleine Bub-Triebwagen "BOB 26" hat mich schon lange fasziniert. Die in diesem Thema diskutierte Variante fand ich interessant. Über Umwege hat dieser Triebwagen zu mir gefunden. Da bei einigen Foristen gesteigertes Interesse an dem hier diskutierten Spur S-Triebwagen besteht, stelle ich das kleine Ding mal vor.
Kurzbeschreibung: Das Gehäuse und Bodenplatte sind vom Triebwagen 425 L der Fa. Karl Bub. Das Uhrwerk ist es wohl auch. Der Bub-Triebwagen 425 L in Spur 0 ist von Frank im Archiv vorgestellt (Link: [Bub][Spur 0 vor 1945][07 E-Lok Uhrwerk] 425 L, E-Lok grün ( 1933 - 1936 ). Der hier diskutierte Triebwagen ist für Spur S - dazu später nochmal. Hier die visuelle Rundumschau:
Zu den Details:
Front: Die Firmenkennung befindet sich an der Front. Bei dem Triebwagen von Frank ist es hinten. Beim Triebwagen von Patrick (siehe Beitrag #8) ist die Firmenkennung ebenfalls vorne.
Schauen wir mal nach unten:
Kupplung: Der Kupplungshaken zeigt bei dem Triebwagen hier nach unten. Beim Triebwagen von Frank und beim Triebwagen von Patrick zeigt der Haken nach oben. Zudem ist bei diesem Triebwagen der Kupplungshaken mit einer Ösen-Niete befestigt. Bei den anderen beiden Triebwagen durch verdrehte Nasen. Bei dem Triebwagen hier gibt es keinen Schlitz für die "Nasenkupplung".
Gewichte: Der Triebwagen hier hat Gewichte zur Beschwerung. Beim Triebwagen von Frank im Bub-Archiv sind keine Gewichte. Beim Triebwagen von Patrick sind wieder Gewichte.
Nasen: Das Triebwagengehäuse ist mit Faltnasen mit dem Fahrwerksboden verbunden. Die Nasen sind verdreht. Dies ist auch beim Triebwagen von Frank im Archiv so. Beim Triebwagen von Patrick sind die Nasen geknickt.
Fahrwerk: Der Triebwagen hier hat ein Uhrwerk ohne Bremse - die anderen beien Triebwagen auch. Dieser Triebwagen ist für Spur S. Die anderen beiden Triebwagen für Spur 0. Und hier stellt sich die Frage, ob das vom Hersteller Bub bereits so für Spur S gefertigt wurde. Augenscheinlich ist, dass die Räder nicht erst in jüngster Zeit auf die Achsen gebracht wurden. Persönlich würde ich die Räder in Richtung Märklin einordnen. Bei Bub habe ich diese Räder noch nicht gesehen. Aber sooo laaange sammle ich auch noch nicht. Hier die Detailansichten von beiden Seiten:
Fakt ist, dass der hier vorliegende Triebwagen für Spur S ist. Schauen wir mal zum Vorbild:
Vorbild: Der Triebwagen von Bub soll die elektrische Lokomotive BOB HGe 3/3 Nummer 26 der Berner Oberland-Bahnen (BOB) darstellen. Bei Wikipedia gibt es einen interessanten Artikel dazu (Link: BOB HGe 3/3 21 bis 28).
Und jetzt schauen wir wieder zum vorliegenden Modell bzw. Triebwagen:
Modell für Spur S: Das Vorbild war eine Bahn für 1.000 mm. Und Spur S ist "Meterspur" für Spur 0. Ich vermute, dass - wer auch immer - eine am Vorbild orientierte Lok bzw. Bub-Triebwagen in Schmalspur bzgl. Spur 0 haben wollte.
Und jetzt schauen wir auf das Dach:
Dach: Das Dach passt für mich optisch zum Gesamtzustand des Triebwagens. Insgesamt sind Triebwagengehäuse und Dach in einem sehr guten Zustand mit kleinen "Blessuren". Auch das Dach hat kleine Kratzer und Abschlagungen. Bei der Form kann ich nichts Auffälliges entdecken. Hier passen Wagenkasten und Dach nach meinem Empfinden sehr gut zusammen. Die Unterseite des Daches weist ein paar Abschürfungen auf. Dies ist durch das Ab- und Audschieben des Daches auf den Wagenkasten zu erklären.
Ob die Dachfarbe original ist oder nicht, kann ich nicht sagen. Dafür bin ich kein Experte. Jedoch befinden sich in meinem Sammlungsbestand auch noch ein Bub-Triebwagen "BLM" und eine grüne Alpenexpress-Lok. Auch bei diesen beiden Loks sind die Dächer glänzend. Optisch passen die Erhaltungszustände der Dächer zu den jeweiligen Triebwagenkästen.
Fazit: Ich freue mich, diesen Bub-Triebwagen nun in meiner Sammlung zu haben. Er ist in einem sehr schönen optischen Erhaltungszustand. Ob die Spur S vom Hersteller original ist? Da habe ich meine persönlichen Zweifel. Der Triebwagen ist nun rd. 90 Jahre alt. Auf jeden Fall gab es Vorbesitzer, die den Triebwagen sehr lieb gewonnen hatten und mit ihm achtsam umgegangen sind. Vielleicht ist alles original, vielleicht wurde er mal bewusst umgebaut, vielleicht war er mal defekt und wurde für Spur S wieder instandgesetzt, vielleicht ... vielleicht ... vielleicht ...