Im Baumarkt sah ich in der "Künstlerabteilung" Pfeifenreiniger zum basteln, die gibt es in verschiedenen Farben, Länge etwa 40 cm, 10 Stück kosten 2 Euro...
Habe ich gekauft mit dem Hintergedanken Bäume zu basteln, einfach mal versuchen, ein Holzstab wird mit 2mm Bohrer durchlöchert, auch oben, die Pfeifenreiniger werden durchgesteckt und nach Gusto abgeschnitten, die Grünen haben verschiedene Grüntöne im Beutel, wie im Bild dargestellt, ich habe den Baum später noch lackiert, also.....zum Basteln sind die gar nicht so schlecht...
ich habe einmal gehört, dass ein Eisenbahnsammler sich Weintrauben besorgte und die restlichen Stiele zu Bäumen formte und mit Tapetenkleister benetzt in grünem Sägemehl wälzte.
Zu den Pfeifenreinigern: Der Fachbegriff heißt "Chenilledraht". Es gibt diese starr und auch beweglich (für den Wurmli) und auch nach und nach spitz zulaufend. So ein richtiges altes Tabakhaus gibt es in Köln am Neumarkt neben der Sparkasse. Dort gibt es vllt diese Pfeifenbürsten bzw. Pfeifenreiniger. Die für Kaffeemaschinen sind "natürlich" teurer.
Nur mal so als Gedanke: Sollte für Tinplate und altes Blech die Materialwahl auf Naturmaterialien, wie Holz, Blech, Draht, Stoff, Blei, Masse, Leder eingeschränkt sein? Cellonscheiben als einzige Ausnahme, aber sonst kein Kunststoff? Je länger ich darüber nachdenke, desto länger wird die Materialliste des zeitgenössischen Materials...
Zitat von Heizer im Beitrag #3Nur mal so als Gedanke: Sollte für Tinplate und altes Blech die Materialwahl auf Naturmaterialien, wie Holz, Blech, Draht, Stoff, Blei, Masse, Leder eingeschränkt sein? Cellonscheiben als einzige Ausnahme, aber sonst kein Kunststoff?
Viele Grüße Heizer
Es gibt keinen Grund, bei Tinplate auf Kunststoff zu verzichten. Viele Hersteller von Tinplate verwendeten Kunststoff für Zubehör. Hier nur ein kleiner Auszug:
Volker, wenn du auf solche Materialen verzichten möchtest, dann kauf dir Stahlwolle, das gibt es in verschiedenen Dicken, sogar die Stahlwolle zum Topfwaschen kannst du nehmen, dann nimmst du ein Messingrohr, lötest oben und unten die Stahlwolle an und besprühst das mit Farben, es fehlt noch der Fuss....
Stahlwolle anlöten ? Kann ich mir bei diesem hohen Kohlenstoffgehalt überhaupt nicht vorstellen. Aber es gibt ja Kleber diverser Sorten. Sogar der Holzleim würde in diesem Fall die Stahlwolle bombenfest leimen.
Was Fred hier zeigt empfinde ich als glatten Stilbruch, sorry. Klar, von schwarzen Kunstoff-Kugelschreibern lassen sich prima Loklaternen abschneiden. Das geht auch in der Menge recht fix. Die sind sogar schon isoliert. Aber selbst an einer einfachen KB-Lok bleibt es ein Stilbruch. Aus Plastik-Schrott ließe sich vieles für die Anlage recht einfach ergänzen und zugegeben, es fällt schwer dagegen anzukämpfen.
Wenn man es auf die Materialen der Altvorderen reduziert scheint die Bastelei mehr Spaß zu machen, vielleicht weil es nicht so einfach ist. Auch der Einsatz von Sekundenkleber ist so eine Sache, aber leider nicht immer vermeidbar oder doch?
Zitat von Heizer im Beitrag #7Was Fred hier zeigt empfinde ich als glatten Stilbruch, sorry.
Viele Grüße Heizer
Könntest du erklären, was du mit Stilbruch meinst? Natürlich haben Bing/Carette usw. nicht lange genug überlebt, um Kunststoff zu verwenden, aber Märklin (und viele andere) haben Kunststoff verwendet, als er verfügbar wurde. Ich gehe davon aus, dass Bing dasselbe getan hätte.
Übrigens: Ich habe nie eine Regel gelesen, dass Kunststoff im Forum nicht erlaubt ist.
#9 Könntest du erklären, was du mit Stilbruch meinst?
Stilbruch ist für mich diese Mixtur aus verschiedenen Materialien. Sicherlich zeitgemäß, ja. Sehe hierbei auch den produktionstechnischen Unterschied: vom Handwerk (Blech, Holz usw.) zur einfachen Massenproduktion (Guss, Kunststoff).
Am Anfang meiner Spur 0 Ansammlung wollte ich Plastikloks (u.a. Faller) mit Märklin-Fahrwerken ausstatten lassen. Das wurde mit dem Hinweis abgelehnt, dass das einfach nicht zusammengehöre. Solle mich entscheiden, ob Blechbahn oder Plastikbahn. Nun habe ich mich für Blech entschieden – und die Faller-Lok darf auch auf den alten Märklin Gleisen mit ihrem Faller-Fahrwerk fahren – damit hier keine Missverständnisse entstehen. Warum sollte Kunststoff im Forum verboten sein?
Trotzdem halte ich eine klare Trennung der Epochen u. des Materials für sinnvoll.
Zurück zu den Bäumen: Naturmaterialien, wie sie im Herbst zu finden sind, eignen sich hervorragend zur alten Anlagendeko. Aber das Thema hatten wir schon.
Spielzeug Ist immer Abbild seiner Zeit. Und Kunststoff gehört selbstverständlich dazu!
Welcher Stil sollte denn wohl mit Kunststoff gebrochen werden? Das ist Unfug! 1856 wurde das Celluloid erfunden und 20 Jahre später hielt es auch Einzug in die Herstellung von Spielzeug.
So, wie die Fortentwicklung von Metallen und ihren Legierungen die Spielzeugindustrie beeinflusste, so geschah das auch mit der Fortentwicklung von Kunststoffen. Nicht immer mit positiven Folgen - siehe Zinkpest oder Versprödung von Kunststoffen...
Auch Naturmaterialien finden sich in antikem Spielzeug. Holz wurde schon genannt. Luffa/Stroh/Tannenzapfen sowie Ton/Keramik/Porzellan füge ich an.
Natürlich bleibt es jedem unbenommen, sich als Metall-Freak zu outen. Die Verwendung von Topfschrubbern als Laubkronen finde ich witzig!
Ich finde die Idee der Pfeifenreinigerbäume eigentlich ganz gut. Pfeifenreiniger waren in der Tinplatezeit zeitgenössische Materialien, wenn auch die Borsten sicher nicht aus Kunststoff bestanden. Irgendwo hatte mich mal alte Pfeifenreiniger gesehen, die wahren eher wollig, aus Stoff.
Die Bäume jetzt sehen aber irgendwie traurig aus. Geht das nur mir so? So sehre ich Freitag Nachmittag nach der Arbeit aus, alles hängt runter...
Einen Baum will ich noch machen, aus altem Gehölz, durchlöchert mit 2mm Bohrer, dann wurden weitere Pfeifenreiniger gekauft, kann man immer gebrauchen, und so entstand ein neuer Baum, der wurde wieder lackiert in zwei Grüntönen, eine Platte unten angeschraubt, (auch Schlitzschraube...) und eigentlich fertig ist ein Baum, Dauer der Arbeit an diesem Baum etwa eine Stunde, ich hatte vor 20 Bäume zu basteln, vielleicht für Berlin, mal sehen....
... eigentlich sieht das Bäumchen doch gar nicht mal so schlecht aus, und immerhin, es ist Eigenkreativität... aber bekanntlich sind ja die Geschmäcker verschieden, Gottseidank...
Toller Baum und wieder eine kreative Idee von Dir. Nur die Fußplatte ist mir ein wenig zu langweilig geraten. Ich hatte eine rundere Plattenform gewählt. Sehr gut gefällt mir die Veränderungsmöglichkeit nach Wetterlage oder Gefühlsstimmung.
Na ja, es ist mal eine Idee, einen Baum zu basteln, wer es anders haben möchte kann es ändern nach Gusto, ich glaube aber, dass 20 Bäume in einer Art Allee ganz gut aussehen könnten, vielen Dank für die Teilnahmen...