Bezugnehmend auf die Vorstellung einiger " 2 B 1 " Bing Lokomotiven möchte ich hier mal die Wagen vorstellen die hinter meine Lok gespannt werden. Diese Serie ist nach meiner Meinung schwieriger zu finden als die 26,5 cm Pendants von Märklin. Wenn man diese Bing Wagen findet, sind sie meistens in einem schlechten Lackzustand, die Gründe hierzu sind hinreichend bekannt. Aus diesem Grund habe ich auch sehr lange suchen müssem bis mein Zug komplett gewesen ist. Ich stelle meine Wagen in der Reihenfolge vor wie sie mir zugelaufen sind.
Hier nochmals die 2 B 1 Bing Lokomotive.
Der Packwagen in wirklich gutem Zustand bekam ich als erstes.
Den ersten grünen Sitzwagen aus München.
Dann ein Teakwagen ohne Beschriftung und ohne Schatten an den Seitenwänden.
Es folgt ein Teak Schlafwagen wiederum aus München.
Dann der Teak Speisewagen ebenfalls aus der gleichen Münchner Auktion.
Anschließend wieder ein grüner Sitzwagen.
Zum Schluß noch ein Teak Packwagen, der vom Lack schlechteste von allen.
Jetzt der Zug von seinem hinteren Ende her gesehen, ...
... und noch einmal von vorne.
Als nächsten Zug hänge ich gerne die roten Mitropa Wagen an. Diesen Zug bekam ich in zwei Tranchen, immer zwei Wagen gleichzeitig. Hier hatte ich Glück, alle Wagen waren vom Wagenkasten in ziemlich guten Zustand, einzig die Dächer musste ich alle neu lackieren.
Der Zug von vorne gesehen.
Ein Mitropa Sitz/Packwagen, hat es im original nie gegeben, keine Ahnung was die Bing Leute sich dabei gedacht hatten.
Und gleich noch einer.
Der dritte Wagen ist der Speisewagen, ...
... zuletzt der Schlafwagen, ...
... der auch noch ein Schlußlicht besitzt.
Alle Wagen wurden von mir was das Fahrwerk betrifft überarbeitet. Original besitzen die Bing Wagen zur Befestigung der Drehgestelle einen Dorn der unten einfach gequetscht ist. Das Laufverhalten ist entsprechend. Diese Verbindung habe ich gelöst und durch 30 mm M3 Schrauben ersetzt, die Schraubköpfe hatte ich vorher flachgefeilt und anschließend eingelötet.
An den Drehgestellen selbst habe ich Zanka Achsen und Räder montiert. Die Achslagerabdeckungen sind in der Restekiste.
Die Drehgestelle wurden mit Stoppmuttern befestigt. Nach dieser Kur laufen sämtliche Wagen einwandfrei ohne zu eiern. Außerdem habe ich alle Wagen mit Märklin Fix Kupplungen umgerüstet.
schliesse mich den Vorschreibern gerne an, in der Tat wunderbare Züge...
Vor einigen Jahren hatte ich vier Wagen gekauft, nicht billig, schon damals zeigten alle Wagen Lackrisse die aber nicht sonderlich auffielen, bis auf ein Dach, es sollte neu lackiert werden...
Nun habe ich die Wagen wieder hervorgeholt und stelle fest dass die Lackrisse enorm zugenommen haben, das heisst dass die Lackstücke sich vom Blech lösen indem sie sich hochbiegen, das sehe ich nun auf allen lackierten Flächen...
Die Wagen sind in diesem Zustand für mich verloren, neulackieren werde ich sie nicht mehr, vielleicht gibt es jemand der sich diese Mühe macht denn es sind wirklich sehr schöne Wagen...
Man hat vor hundert Jahren den Fehler gemacht auf blankes Blech zu lackieren, und das blättert eben nach einer Zeit ab, es ist schade...
Selten ist der Conversation Wagon, alle fehlenden Sitze wurden ersetzt, auch er ist jetzt verloren denn wenn die Wagen heute über Weichen fahren fällt teilweise Lack ab, vielleicht dauert das Ablaugen gar nicht mal so lange...
Die Aufbewahrung in klimatisierten warmen Räumen scheint nicht immer gut zu gehen. Ich bemerke das bei meiner Fahrradsammlung. 15 Jahre im warmen Keller und die Reifen werden hart. Ich frage mich dann wohin der Weichmacher denn ist. Wahrscheinlich in meiner Leber...
Hallo Ypsilon,. "frag mal" die Porsche 924 und 924 S Fahrer. Da sind die Armaturenbretter, reihenweise gerissen, da die Weichmacher nach 10 bis 15 Jahren entwichen waren. Nichts ist für die Ewigkeit.....leider.......seufz.
Das Thema abblätternde Lacke ist aber grundsätzlich nichts neues bei Antiquitäten und vielleicht sollte man vor dem Abstrahlen solche Sachen mal einem erfahrenen Gemälderestaurator zeigen.
Ein Freund von mir arbeitet als Experte für Mittelaltergemälde auf Holz in den staatlichen Kunstsammlungen in Dresden. Er würde sicher sich mal einer solchen Sache annehmen und grundlegende Empfehlungen abgeben. Aber das alles ist auch nicht leicht zu organisierenm, so dicke sind wir nicht mehr und die Entfernung steht dagegen.
Letztlich könnte sich auch ein Student dieser Künste daran versuchen und daraus eine Masterarbeit machen. Es geht ja nur um Lack auf Metall, das ist ja kein alleiniges Thema für Spielzeug. Und wenn es misslingt, naja, dann ist das aber auch kein unwiederbringliches Ding wie vielleicht eine andere Antiquität.
Es wäre schon gut wenn man diesen Lack erhalten könnte. Noch ist er im wesentlichen vorhanden.
Zitat von geopiri im Beitrag #5Man hat vor hundert Jahren den Fehler gemacht auf blankes Blech zu lackieren,
Hallo Georg, genau DAS ist das Problem! Hier war Bing sehr sparsam. Wenn dann die Bleche nicht einwandfrei sauber waren, gibt es keine ausreichende Farbhaftung. Das hat Märklin besser gemacht. Aber die seitliche Lackierung der Oberlichter ist ziemlich gut erhalten. Es sieht so aus, als wären diese Streifen manuell auf die schwarze Farbe gepinselt. Im letzten Bild ist das gut erkennbar. Eine teilweise Lackierung der dunklen Farbe mit Abkleben der seitlichen Lackierung wäre durchaus eine lohnenswerte Option. Zuvor die dunkle Farbe nass abschleifen oder bei abblätternden Partien komplett entfernen. Vor dem Lackieren einen Primer auftragen. Viele Grüße Wolfgang
gut gemeint doch ich fürchte es wird nicht funktionieren, dazu ist der gesamte Lack zu schlecht, er blättert doch bei geringsten Erschütterungen bereits ab, für die Vitrine sei das Konvolut vielleicht Okay...
Wenn ich die Zeit habe und Geduld lauge ich alles ab, zerlege, soweit es geht, die Wagen und lackiere neu, aber nicht grün oder braun sondern dunkelblau, die Schriften können wieder golden mit Schiebebilder aufgetragen werden wie auch sämtliche Linien, die werden nachgezogen...
Die Oberlichter werden original nachgearbeitet, Dächer wieder in dunkelgrau, so könnte ich mir das Konvolut vorstellen, doch es ist viel Arbeit und lohnt vielleicht doch...
Hallo Georg Der Schlaf und der Speisewagen sehen doch gar nicht so schlecht aus, jedenfalls die sichtbaren Seiten. Die Dächer sind scheinbar alle ziemlich herbstlich, da blättert der Lack schon arg. Gruß Frank
Gab es denn nicht mal ein Wundermittel, das auf die Flächen aufgesprüht wurde, und durch die Kapillarwirkung unter die Lacksplitter floss und sie beim Trocknen an das Blech heranzog ?
Zitat von Blechmann im Beitrag #11Der Schlaf und der Speisewagen sehen doch gar nicht so schlecht aus, jedenfalls die sichtbaren Seiten.
Die sehen allesamt gleich aus, der eine mal dezenter "herbstlich" der andere mehr, es macht für mich keinen Sinn wenn nur zwei restauriert werden, wenn schon dann gleich alle oder keiner...
Zitat von Dieter Weißbach im Beitrag #12Gab es denn nicht mal ein Wundermittel, das auf die Flächen aufgesprüht wurde,
um ehrlich zu sein, da glaube ich nicht daran, und sollte es etwas geben wird der Aufwand und das Ergebnis nicht zufriedenstellend sein, denn es sind viele Lackabplatzer, die anderen Seiten habe ich nicht gezeigt...
Hallo Dieter Du meinst bestimmt das bestäuben mit Spiritus von Craquele. Das soll tatsächlich funktioniert haben. Allerdings sich ablösende Lackpartikel zu befestigen geht mit der Methode nicht. Gruß Frank
Hallo, Zu diesem Thema kann ich auch noch etwas beitragen. Die ersten 3 Wagen stammen aus einer Serie und sind für sein Alter in einem sehr guten Originalzustand. Minimale Lackaustupfungen, Drehgestelle und Radsätze ebenfalls Original. Die nachgerüstete Beleuchtung ist ein LED Streifen zum aufkleben, Spannungsversorgung mittels 9 Volt Block. Gleiches gilt für die Rücklichter. Diesen Zug habe ich bei EBay ersteigert und er war sehr teuer, deshalb scheue ich mich davor, etwas zu verändern. ( z.B. Zanka Radsätze) Der vierte Wagen ist ebenfalls original, aber ein anderer Farbton und Gussräder. Hier bestehen die bereits genannten Mängel sehr stark, vor allem am Dach.
Mir fällt auf dass es verschiedene Ausführungen gibt, mit Beschriftungen und ohne, Gunter hat einen grünen Wagen mit zusätzlichen weissen Umrandungen der Fenster in weiss und in einem Buch von Botho erwähnt er dass es die Wagen auch in blau gäbe sowie absolut selten in rot...?
Hallo Georg Die weise Umrandung ist mir gar nicht aufgefallen. Rote Wagen sind mir nur vom hören sagen bekannt, ich habe aber noch keinen gesehen. Nur in einem Willi Walter Kataog war mal einer drinnen, er war allerdings als Neu bzw. Nachlackiert beschrieben. Blaue Wagen kenne ich gar nicht, das heißt aber nichts. Gruß Frank