Immer wieder lese ich in Inseraten nach der mehr oder weniger inhaltreichen Vorstellung des angebotenen Artikels die Forderung nach einem realistischen Angebot. Diese Forderung läßt mich vermuten, dass der Verkäufer sehr wohl eine Preisvorstellung hat, denn worauf sollte sich sonst sein "realistisches Angebot" beziehen. Ich vermute, er traut sich nur nicht sie zu benennen, weil sie überzogen ist. Wie denkt Ihr darüber fragt Eberhard
Ja, Claudia und Eberhard, der Botho glaubt tatsächlich, dass alles mal wieder kommt -nur wann, hat man Zeit zu warten? Jetzt, während meiner fünf Monate Ausgehverbot, mit der erst mal misslungenen Achilles-Reparatur (sicher meine Schuld), hatte ich ja genug Zeit, diese Behauptung zu überprüfen -sie stimmt! Ebay war ja in der Klinik oft meine einzige Abwechslung. Aber diese Aussage hat einen Haken, den man beachten muss: Hat man die mitunter lange Wartezeit? Ich, mit meinen 81 Jahren, habe sie wohl nicht mehr. Also kaufe ich "zu teuer" -habe aber meinen Spaß auf Erden! Schöne Grüße aus Südhessen Botho -jetzt ist auch die Haut drüber und bald gehts wieder...
Eberhard, neulich wurde mir eine unkomplette, aber seltene Klingel fürs Hochrad angeboten. Der erste Rufpreis war unverschämt. Ich habe dann gesagt er solle doch einfach seinen Einkaufspreis nennen plus 10%. Darauf bekam ich nie eine Antwort. Hätte ich 15% nennen sollen? Meine Erfahrung ist, dass der Erstnenner eines Angebotes ohnehin nie den Zuschlag bekommt. Man muss irgendwie versuchen, nicht der Erste zu sein, aber das Gebot des Ersten herausfinden.
Ja, sechs Monate sind schon eine Hausnummer, wobei es auch die "Uneinsichtigen" gibt - die verkaufen dann halt nicht. Ich bin die letzte Zeit oft in den Kleinanzeigen unterwegs und treffe immer wieder auf den Argumentationsschluss: Alt = Antik = Selten = Teuer. Allerdings sehe ich auch vermehrt eine Unsicherheit auf Seiten des verkaufswilligen Anbieters, der Angst hat mit einen Preis den ev. einzigen Interessenten zu verprellen und die Teile doch nicht zu verschenken. Ist mir schon öfters passiert, die Teile sind interessant, aber schlecht beschrieben - was den Schluss zulässt, der Verkäufer hat Null Ahnung was er da anbietet und dann wirft der Anbieter einen Preis in den Raum, wo man erst mal schluckt. Viele Grüsse Antom
Das mit der "null Ahnung" und trotzdem überteuerten Preisen würde ich sofort unterschreiben. Seit Horst Lichter im Fernsehen populär ist, glauben die irgendwie alle, reich werden zu können. Wenn ich so jemanden auf dem Flohmarkt treffe, dann läßt sich aber meistens im Gespräch einiges klären. Gut, Sturköpfe gibt es immer. Aber ich muß ja nicht bei ihm kaufen - irgendwann taucht das Teil auch wieder mal auf (hat bis jetzt fast immer funktioniert). Bei Angeboten in der Bucht wird es da schon komplizierter. Da ist das mit der Kommunikation schwierig - wenn man "zu viel" hin und her schreibt, bekommt man dann auch schnell mal eine böse Abmahnung, weil die bei ebay Angst haben, daß man etwas an ihnen vorbei aushandelt und ihnen dann Gebühren entgehen könnten(!) - den Streß mit dem wiederfreischalten des Kontos muß ich nicht unbedingt nochmal haben. Aber bei den meisten Anbietern habe ich bislang mit höflicher und sachlicher Kommunikation etwas erreichen können. Und wenn nicht, hilft warten. Vor 1,5 Jahren fand ich auf dem Flohmarkt einen LO-Bus, sollte 60€ kosten - Verhandlung negativ. Vor 1 Jahr fand ich das gleiche Teil eine paar Stände weiter für 10€. Mußte ich nochmal zurück gehen, nach seinem aktuellen Preis fragen (60€ - wer hätte das gedacht) und grinsend meinen 10€-Fang aus der Tasche gucken lassen, mit Preisaufkleber nach oben! Seit dem schaut der mich jedesmal grimmig an, wenn ich bei ihm vorbei gehe. Vor 3 Wochen stand das Teil immer noch für 60€ bei ihm auf dem Tisch. Vielleicht will der gar nicht verkaufen - sondern nur zeigen, was er so hat?! Viel Spaß beim Jagen und Sammeln wünscht Steffen
Zum "zeigen wollen": Gefühlte 10 Jahre zeigt(e) ein Marktteilnehmer in Wittenberg Teile zu Märklins Liliput-Bahn. Und immer wieder fragte ich ihn nach dem Preis. Und immer wieder antwortete er, den müsse er erst noch erfragen... Zuletzt habe ich nicht mehr gefragt aber ich glaube, er zeigt die Teile immer noch... Schönen Sonntag! Blech
Hallo, noch eine Anmerkung zu..."es kommt alles wieder"... Ich kaufe gerne Konvolute, weil sich in einer Gruppe gern auch ein/einige Filetstücke befinden. So ein Paket lass ich ungern ziehen, auch weil die Gefahr besteht, dass die besten Stücke rausverkauft werden. Daher muss man da ggf. hart verhandeln. Bei utopischem Preisentwicklungen in ebay hilft es auch Zweitplazierter zu sein. Angebote in den Anzeigen mit Aufforderungen zu einem "fairen" Gebot lass ich meist auch unbeantwortet, geb ein Minigebot ab oder versuch die Preisvorstellung zu erfragen. Meist sind diese Angebote - auch wenn das/die Teil(e) interessant sind - aber uninteressant. Die Verkäufer recherchieren einen (Höchst)-Preis aufgrund eines Angebotes und glauben durch eine Mischung aus Kleinanzeige und Auktion dahin zugelangen - was aber m.E. nicht funktioniert. Viele Grüsse Antom
Liegt zwar schon einige Jahre brach, dieser Faden, aber was solls:
Gerade versucht jemand eine alte, vollkommen verbastelte Sache zu verkaufen, für einen meiner Meinung nach völlig utopischen Preis. Ich hschrieb ihm eine Expertise und nannte ihm meinen Preis: 1/10 dessen, was er sich vorstellte. Das wies er brüsk ab, ich antwortete, dass wir uns vielelicht noch einmal sprechen würden. Inzwischen ist er in mehreren Schritten bei 56% seiner ursprünglichen Forderung gelandet, ich werde gern weiter berichten.
Hallo Gotthard, wenn Du einem solchen Anbieter eine Expertise schreibst, dann ist das zwar sehr ehrenwert, aber leider vergebene Liebesmüh! Nutze bitte diese Zeit für sinnvolle Dinge! Das ist ein Thema, das eigentlich unerschöpflich ist, weil es immer wieder drastische Beispiele gibt. Die Kenner der Branche kennen durchaus einen realistischen Preis, durch entsprechende Erfahrung und langjährige Marktbeobachtung. Ausnahmen gibt es allerdings bei extrem seltenen Teilen, hier gibt es markante Ausreißer nach oben, speziell wenn es Käufer in den USA betrifft. Dort sind noch einige mir bekannte Sammler bereit, Höchstpreise zu bezahlen. Die in der Bucht allseits bekannten Anbieter bieten solche Teile eher nicht an. Einige Akteure bieten durchaus markante Stücke an, aber: die kenne ich längst weil sie mich bei stattgefundenen Auktionen überboten haben. Mein Gebot stellte somit einen realistischen Preis dar, dieser wurde überboten und dann kommt deren Gewinnspanne, die teilweise atemberaubend ist. So etwas muss man einfach nur ignorieren! Viele Grüße Wolfgang
Na, Wolfgang, hier geht es um ein Teil am unteren Rand der Preisspannen, weil es beinahe Massenware war, und selbst wenn es perfekt wäre, war der ursprünglich verlangte Preis deutlich zu hoch und der jetzige ist es immernoch. Dazu sind originale Teile abwesend und entweder wesentlich jünger oder von anderen Herstellern..
Meine "Expertise" war ungefähr: Das und das gehört so nicht, ist nicht original und dazu gebastelt, das Teil gehört nicht dazu, sondern stammt daunda her, ich biete deshalb 1/10.
Na, das war nicht so kompliziert (und ich habe dabei wieder etwsa gelernt) und ich werde das Ding zu meinem Preis bekommen oder auch nicht. Wir werden sehen.
Die Leuts denken ja manchmal, sie haben sonstwas tolles, und denen kann man schon schreiben, dass es eben so, wie es ist, nicht bedeutend viel wert ist. Ein schönes Beispiel ist das hier: Eigentlich schöner Bahnhof, aber als Großbaustelle, die Verkäuferin wollte das Zeug dann lieber behalten, als sich zu nem ordentlichen Preis zu trennen:
Zitat von elaphos im Beitrag #13Damit alle hier wissen, worum es geht, wäre eine Beschreibung sinnvoll
Das nachfolgende Beispiel: Auktion im April gemäß nachfolgendem Bild:
Beschreibung des Auktionators: Lok von Plank. Es handelt sich jedoch um eine Lok von Radiguet. Ausrufpreis: 180 €, habe ich geboten. Internet-Gebot: 200 €, anschließend Zuschlag, plus Aufgeld ca. 266 plus Versandkosten. Da ich einen Radiguet-Sammler kenne und der Zustand o.k. ist, war mein Gebot ein realistischer Preis. Man muss das Aufgeld und auch die Versandkosten, 50 € (in meinem Fall Fahrtkosten) relativ hoch berücksichtigen. Ein realistischer Preis für einen Spezialitätensammler wäre hier 350 bis max. 400 €, da alle Teile komplett, lediglich der Dampfdom wurde wohl einigermaßen artgerecht ersetzt. Der Händler, der gegen mich geboten hatte, offeriert nun das Teil unter der Bezeichnung Schoenner in der Bucht für 1.350 €. Er wird das hier wohl lesen..... Viele Grüße Wolfgang
Zitat von elaphos im Beitrag #13Damit alle hier wissen, worum es geht, wäre eine Beschreibung sinnvoll, möglichst einen Link auf das Angebot hinzufügen. Grüße, elaphos
Moin Elaphos, wenn Deine Worte an mich gerichtet gewesen sein sollten: Was ich nun nicht unbedingt brauche, ist, mir noch Konkurrenz heranzuziehen. Wie ich schon schrieb, werde ich gern weiter berichten, wie sich die Geschichte weiter entwickelt.
Dann brauchst Du gar nicht zu berichten, wenn ohnehin keiner weiß, worum es geht. Es würde reichen, wenn Dein Bericht nach Abschluss des Handels käme. Grüße, elaphos
Ich bekam um 15:30 eine E-Mail, dass der Anbieter den Preis auf 50% des ursprünglich verlangten Preises verringert hatte, aber um 19:00 war der Artikel nicht mehr verfügbar. Ende der Geschichte.
dann hast du demzufolge den Artikel zu 50% des Startpreises erworben?
Gruss Armin
Nein Armin, er war nicht mehr erhältlich. Wo er geblieben ist, weiß ich nicht, entweder hat jamand etwas(!) mehr geboten als ich, oder der Anbieter hat ihn behalten und kommt vielleicht iwann wieder damit ums Eck.