zu #24 ich habe schon einige Male bei diesem Anbieter gekauft. Gut, das waren keine Originale sondern Replikas von Schrimpf und Grossmann. Aber meine Preisvorschläge hat er immer akzeptiert. Wenn man das Modell unbedingt haben möchte, sollte man mit ihm in Verhandlung treten. Ich glaube, da hat man ganz gute Chancen. Gruß Martin
Der Mensch ist nur dort ganz Mensch, wo er spielt (Schiller)
Ja, Martin, so gesehen ist das schon in Ordnung und danke für den Hinweis.
Das Problem an dieser Lok ist das fehlende Wasserstandsröhrchen. Der Einbau kostet einiges. Kann auch nicht jeder. Und wenn das Röhrchen eingebaut ist, kann man nur hoffen, dass die Lok auch läuft. Da hat es schon manche Überraschungen gegeben (die in der Regel iwann behoben werden konnten).
Allerdings muss man sagen, dass so eine Lok ganz toll aussieht, und wenn sie dann ihre Runden dreht, das hat schon so was.
Die Wasserröhrchen an meinen Loks habe ich selbst gefertigt, halten auch dicht, habe sie allerdings bisher nur mit Pressluft laufen lassen. War lediglich etwas schwierig, die Röhrchen über der Flamme genau richtig zu biegen, damit sie auch passen. Grüße, elaphos
Wenn man die Glasröhrchen vor dem Biegen mit Vogelsand füllt, geht es leichter! Es kann aber passieren, daß das Glas innen etwas milchig wird, wenn die Temperatur zu hoch ist und Sandpartikel mit hinein schmelzen....
Also - vorher ausprobieren! Habe selber auch schon etliches buntes Altglas geschmolzen und als Glasur für Schmuck wieder verwendet. Ist hübsch und bringt Spaß!
Ja, mit der Sandfüllung habe ich auch schon gehört, dass es besser geht. Habe selbst sehr viel längere Rohre genommen, damit ich einen genügend langen Hebel zum Biegen bekomme, und dann die überschüssigen Enden nach Anritzen abgebrochen. Die scharfen Bruchkanten habe ich dann noch über der Flamme leicht entschärft. Grüße von elaphos
Diese Lok von diesem Anbieter werden wir wohl noch öfter sehen. Die brachte schon mal 793 €, das war ihm wohl zu wenig, er hat sie immer wieder selbst gesteigert. Die mehrfach geforderten 1.450 € bei Sofortkauf wurden nie erreicht. Viele Grüße Wolfgang
zu Beitrag #10 und #16 möchte ich in Bezug auf Massen von in Nürnberg 1869 gebauter Lokomotiven auf einen Eintrag in einem Nürnberger Adressbuch 1869 hinweisen:
Flaschner und Blechspielwaarenfabrikanten. [unter anderem]
Milbradt, Joh. Carl, Blechspielwaaren-Manufactur, besonders alle Sorten feine und ordinäre Kindersäbel, Patrontaschen, Rufhörner, Trompeten, Wildrufe, sowie auch Locomotiven mit beweglicher Dampfkraft en miniatur; Oberwöhrdstraße.
Hier wird 1869 bisher zum zweiten Mal auf eine Lokomotive hingewiesen, die mit Dampfkraft angetrieben wurde. Das erste Mal erfahren wir aus einem Leserbrief, dass es schon früh solche mit Dampfkraft angetriebenen Lokomotiven gab:
Allgemeine polytechnische Zeitung (Allgemeine Handlungs-Zeitung) 16.06.1836 Leserbrief Herrn W. Modelle von Dampfwagen, die durch Dampf in Bewegung gesetzt werden, sind zwar gemacht worden, haben sich aber im Gebrauch von zu geringer Dauer gezeigt, um empfohlen werden zu können. Dagegen hat man welche aus Blech oder Pappe, die durch Uhrwerk getrieben werden, 10 - 15 fl. das Stük kosten.
Lokomotiven werden zu der damaligen Zeit auf vielen Ausstellungen gezeigt und zum Kauf angeboten, sowohl von etablierten Firmen als auch von kleinsten Betrieben, wohl Ein-Mann-Werkstätten. Es wird aber selten auf den Antrieb hingewiesen, und wenn das der Fall ist, erwähnt man "durch Uhrwerk bewegbar" oder "mit einem Werk versehen", womit wohl ein Uhrwerk gemeint sein dürfte.
Die zuvor angeführten Beispiele zeigen, dass es zu dieser frühen Zeit auch Lokomotiven gab, die durch Dampfkraft bewegt wurden.
Johann Carl Milbrandt wird allerdings nur dieses eine Mal 1869 im Zusammenhang mit einer solchen Lokomotive genannt, alle anderen Erwähnungen weisen ihn als Hersteller von Kindersäbeln und Tröten aus. Erfolg hatte er nicht, er erschoss sich 1872 in Neustadt an der Aisch, nachdem er einem Gastwirt nach der Übernachtung ein Gewehr entwendet hatte, wie man aus einer Suchanzeige weiß.
Bei ebay wird gerade ein Fragment der größeren von mir gezeigten Loks angeboten: https://www.ebay.de/itm/284280588538?ssP...359.m1431.l2649 Traut sich jemand an die Restauration? Die nötigen fehlenden Maße könnte ich beisteuern. Grüße von elaphos
Die kleinen Räder vorn haben einen Laufrad-DM von 34,5mm und 8 Speichen, die größeren hinten von 51,5mm und 10 Speichen, Spurkranz etwa 3,5mm. Bauart der Räder wie die ja vorhandenen Hauptantriebsräder. Die übrigen Maße hast Du ja an den vorhandenen Teilen. Grüße, elaphos
Ja, gerne. Das Fragment hat den erstaunlichen Preis von 351.- erzielt, was ich bei diesem schlechten Zustand ziemlich hoch finde. Mein Teil mit Kiste und Schienen hatte seinerzeit etwa das Doppelte gekostet, wird aber heute sicher auch höher gehandelt. Grüße von elaphos
Meinst Du, daß diese eBay Lok ein Original ist, elaphos?
Ich finde, sie sieht ladenneu aus - wie eine Replik eben... Alles blank und ohne Patina, selbst der Holzgriff hat keine Altersspuren. Bestimmt noch nie gefahren.
Mit dem geprägten Schönner-Schildchen vorne auf dem Kessel denke ich schon. Ein Nachbauer hätte wohl auch nicht den im Gegensatz zur Lok relativ einfach herzustellenden Brenner vergessen.
eine solche große Lok nachzubauen wäre mit Sicherheit teurer als diese geforderten 1650 EUR. Und es stimmt: Warum wurde vergessen, den Brenner nachzubauen ? Zudem fehlt die beim Nachbau erzeugte Patina. Es ist mir aufgefallen, dass die Bodenplatte schon Patina von einem beschränkten Gebrauch der Lok hat. Sie kam wohl nur zu Weihnachten ans Licht. Und der spätere Besitzer hat sie im oberen Bereich "mütterlich" gepflegt und war stolz auf sie. Aber bekanntermaßen kann man nichts mitnehmen.
Die Lok sieht super aus, gehört aber nicht in mein Sammelgebiet.
ich hab mir Deinen früheren Beitrag mit den historischen Lokomotiven angesehen. Du wirst da vermutlich alte Originale haben.
Wenn ich nun Dein 3-achsiges Modell mit der aus dem Ebay Angebot visuell Vergleiche, so wirkt die Angebotslokomotive in den Abmessungen gestreckt, deutlich länger als Dein Modell. Der Abstand der Räder zueinander ist auch anders.
Bis auf das Typschild wirkt alles sehr sauber; wie bei einer Replik. Ist überhaupt sehr auffällig, daß da überhaupt ein Typenschild angebracht ist; meistens fehlt es. So auch bei der Carette, die ich hier mal vorgestellt habe.
Ich hab vor kurzem einen anderen 3 Achser im WEB gesichtet, ist aber mittlerweile verkauft. Den finde ich im Vgl. zur Angebots Lok originaler, da insbesondere mehr Spuren der Zeit.
Ergänzung: Ich hab mir das angebotene Modell nochmal genau angesehen. Auch wenn die Abmessungen anders sind, stimmen doch viele Bauteile visuell weitgehend überein.
Ich vermute, daß die Lok im Fundzustand ziemlich verdreckt war und einer General Reinigung unterzogen wurde. Daher der nahezu neuwertige Zustand ohne fast jegliche Patina.
Das wirtschaftliche Argument gegen einen Nachbau hat nur Bestand, wenn man dem Erbauer wirtschaftliche Motive unterstellt. All die Modellbauer, die tausende Stunden in ein Werk investieren, erschaffen meist nur einen ideellen Wert.
Bei der angebotenen Lokomotive wurde an der originalen Substanz sicher rumgebastelt:
Der Führerstandsabschluss wurde verkehrtherum montiert, die Pufferbohle ist meiner Ansicht nach bei Schoenner nicht üblich. Ev. gibt es sonst ein stimmiges Bild. Zu beachten ist, dass bei Lokomotiven mit schräggestellten Achsen, durch die bananige Form, die beiden Ansichten jeweils andere Proportionen haben.
Mit ein paar Abstrichen findet man solche Loks auch viel günstiger, ich habe für meine mit zwei Wagen keinen Zehntel bezahlt.
Zitat von Sackbahnhof im Beitrag #46solche Loks auch viel günstiger
Da kann ich Domenik nur beipflichten! Die nachfolgende Lok hat "nur" 500 € plus Aufgeld gekostet. Die Räder wurden allerdings neu angemalt, leider.
Die von Jan angebotene Lok ist hinsichtlich Originalität zu hinterfragen! Wie kann es sein, dass der Führerstand aus neuwertigem Kupfer keinerlei Farbveränderung in den letzten 128 Jahren erfahren hat? Die beiden Holzgriffe wurden evtl. erneuert oder zumindest abgeschliffen und neu lackiert. Aber den Beweis für eine "Überarbeitung" hat Domenik angesprochen: der Führerstand wurde falsch herum angebracht und zudem viel zu weit nach vorne gesetzt. Wie soll der Lokführer hier einsteigen? Jan ist ein Händler der neueren Generation. Tiefgründige Sachkenntnis ist hier nicht vorhanden, er ist emsiger Händler! Er zeigt seine Sachen zunächst auf entsprechenden Facebook-Seiten und wartet dann die Kommentare ab. Viele Grüße Wolfgang P.S. Man kann sich das auch zunutze machen. Kürzlich hatte er auf Facebook 3 Kipploren gezeigt. Eine davon habe ich ihm sofort abgekauft. Er kannte den Hersteller nicht, deshalb war der Preis akzeptabel. Ansonsten ist sein Preisniveau atemberaubend! Viele Grüße Wolfgang
Ja, die angebotene Lok ist ein bis zwei Nummern größer als meine. Das Führerhaus sitzt falsch ist wohl tatsächlich nachgebaut. Habe die Bilder noch mal mit meiner Lok verglichen. Die Holzpufferbohle gehört wohl hinten ins Führerhaus. Damit wäre der geforderte Preis noch deutlicher überzogen. Die kleinere von meinen gezeigten Loks hatte ich noch zu DM-Zeiten - allerdings auch damals recht teuer - im alten Holzkasten mit Schienen erworben. Die größere hatte ich später, allerdings etwas verbastelt und nicht funktionsfähig, bei ebey gekauft und wieder hergestellt. Sie läuft jetzt wie die andere einwandfrei. Beide Loks waren in ihren alten Holzkisten mit einem Schienenkreis. Grüße von elaphos
Zitat von elaphos im Beitrag #49die angebotene Lok ist ein bis zwei Nummern größer als meine
Ja, Deine 3-achsige müsste lt. Katalog von 1896, Seite 76 in Spurweite 85 sein und wurde mit 2 Wagen angeboten. Die jetzt bei ebay gezeigte Lok ist die größte Version dieser Serie. Angeboten mit Tender und 2 etwas größeren Wagen und einem Schienenkreis bestehend aus 17 Teilen in Spurweite 90 mm. Durchmesser des Schienenkreises: 2 m. Viele Grüße Wolfgang