ich frage mal wieder nach Eurem Wissen zu den B-Fahrwerken der Trix Express Wechselstrom-Loks. Da gibt es ja eine Menge Varianten. Ich beschränke mich zunächst auf die deutschen Fahrwerke und lasse die Nachkriegs-TTR erst mal aussen vor. Vermutlich gibt es das Ganze auch schon sauber dokumentiert, dann wäre ich über einen Hinweis, wo ich die Dokumentation finde, sehr dankbar.
Hier meine die sicher fehlerhafte Basis zur Diskussion (über ein leeres Blatt diskutiert man schwerer ;-) ) Vielleicht kann mir jemand bei der Datierung helfen (was ist richtig für xx?) und auch bei der Beschreibung der Änderung (bitte um Berichtigung).
Erstes Fahrwerk ab 1935 bis xx.1935, rote Scheibenräder, Bürstenhalter aus Fiberpappe, Achsendurchmesser 3,5 mm
A-Fahrwerk (wurde der Stempel A überhaupt gesetzt?) ab xx.1935 bis xx.1936 rote (und für Export schwarze) Speichenräder, Bürstenhalter aus Fiberpappe, Achsdurchmesser 3,0 mm
B-Fahrwerk (zum Teil bei den Exportloks zusätzlich der Stempel "Foreign") ab xx.1936 bis xx.1938 rote (und für Export schwarze) Speichenräder, Bürstenhalter aus Guss (ab xx.1937 mit Ölkammer), Achsdurchmesser 3,0 mm. Gb es sonst noch Änderung zu A?
C-Fahrwerk (verstärkt, doppeltes Zahnrad Schaltwalze) ab 10.1937 bis xx.19xx rote (und für Export schwarze) Speichenräder, Bürstenhalter aus Guss (ab xx.1937 mit Ölkammer), Achsdurchmesser 3,0 mm
D-Fahrwerk (verstärkt, doppeltes Zahnrad Schaltwalze) ab xx.19xx bis xx.19xx rote Speichenräder, Bürstenhalter aus Guss mit Ölkammer, Achsdurchmesser 2,5 mm
E-Fahrwerk (verstärkt, doppeltes Zahnrad Schaltwalze) ab xx.19xx bis xx.19xx rote Speichenräder, Bürstenhalter aus Guss mit Ölkammer, Achsdurchmesser 3,0 mm, Räder auf Messingbuchsen gepresst
Gab es noch mehr Stempelungen von Trix Nürnberg? Die letzten Wechselstrom-Fahrwerke kamen ab 1954 noch mit komplett durchbrochenen Speichenrädern. Gibt es dafür eine eigene Fahrwerkskennung?
Ich möchte mich einfach bei der Zuordnung nicht auf meinen Fundus verlassen, denn ich denke, da wurde die Originalität durch Reperatur oder Umbau zum Teil heftig verwässert....
Vielen Dank für Eure Unterstützung, Grüsse, Klemens
ich würde sagen, dass du mit deiner Auflistung sehr gut liegst. Es gibt sicher ein paar Unstimmigkeiten.
Ein paar Anregungen aus meiner Sicht und meinen Erfahrungen aus der Schweiz.
- Der Stempel A wurde gesetzt, bis ca. Anfangs 1936.
- In die Schweiz importierte Loks hatten immer rote Räder. (Gegenteil müsste belegt werden).
- Die B-Loks der Vorkriegszeit hatten nebst der ersten Scheibenradlok (3,5 mm) immer 3 mm Achsdurchmesser. Ausnahme war die 20/56 von 1940. Die erste TE Lok mit 2,5 mm Achsdurchmesser.
- Die ersten 20/52 Dampfloks hatten die Bezeichnung D am Fahrwerk, obwohl diese als Neuheit Herbst 1939 gelten. - Die letzten Loks 1940 hatten die Bezeichnung E am Fahrgestell.
ich habe gerade noch mal ein paar D-Fahrwerke vermessen, der Achsdurchmesser ist sicher 2,5 mm.
Bei einem E-Fahrwerk kann ich mit recht großer Wahrscheinlichkeit als Auslieferung 1950 nennen. Die Lok dürfte unverbastelt aus dem Originalkarton mit Kennung 430-250 enstammen. Könnte natürlich noch eine Montage aus Altbeständen sein.
Bei den Export-Loks mit schwarzen Rädern meine ich vor allem den Export nach UK.
die erste 20/52 Dampflok in der Nachkriegszeit hatte Umlaufgeländer aus Messing und einen Tender am Unterboden ohne Oberflächenschutz. Die Kupplungsaufnahmen waren Messingfarben. Die Lok hatte nun als erstes 2,5 mm Achsdurchmesser.
Die B-Fahrwerke mit Bezeichnung E haben alle 3 mm Achsdurchmesser. Da müsste ich mich schwer irren.
Hallo Armin, ja, die E-Fahrwerke haben 3,0 mm Achsdurchmesser. Aber D-Fahrwerke haben 2,5 mm Achsdurchmesser. Was sind denn für Stempel unter Deinen 20/54, die Du gerade im anderen Thread gezeigt hast? Vielen Dank! Klemens
....die Loks mit der Bezeichnung D am Fahrwerk sind älter als die Loks mit Bezeichnung E. Es ist fast unmöglich, dass TE zwischendrin die Achsen geändert hat.
Im gezeigten Thread bei den OVPs von Karl, hat meine 2. Lok von links mit den Blechhakenkupplungen die Bezeichnung D am Fahrgestell.
Danke für´s Nachschauen bei der 20/54. Ich bin etwas überrascht, dass hier Fahrwerk D noch mit Blechhakenkupplung ausgestattet ist.
Morgen messe ich nochmal genau nach, dafür muss ich aber ein paar Loks zerlegen. Mich hatte es auch sehr verwundert, dass ich bei einem D-Fahrwerk dünnere Achsen als bei C und E gefunden hatte.
Habe jetzt eine Lok mit D-Fahrwerk doch noch mal zerlegt, die Achsen sind im Bereich des Rades abgedreht auf 2,5 mm! Im Bereich des Rahmens selbst ist die Achse 3 mm stark?! Eine Reparaturlösung durch Rädertausch? Dann korrigiere ich mich gerne, wäre ja auch sonst wenig sinnvoll.
1938 hatten die Modelle noch die Blechhakenkupplung.
Für mich ist immer noch erstaunlich und fragwürdig, warum die ersten 20/52 Dampfloks mit D-bezeichnet die alte Pufferbrille und ja sogar noch die Hammer-Gusskupplungen hatten. Da gibt es mehrere Exemplare davon. Ich muss ein Bild zeigen, sonst glaubt man das nicht .
Nachtrag2: TE 20/52; die Hammergusskuplung (von 1936) ist nur an der Lok, der Tender hat die neue Kupplung von 1939 !!?? wie schon gesagt, für mich auch ein Rätsel, aber es gibt mehrere Exemplare davon.
Zitat von Klemens im Beitrag #9Danke für´s Nachschauen bei der 20/54. Ich bin etwas überrascht, dass hier Fahrwerk D noch mit Blechhakenkupplung ausgestattet ist.
Gruss, Klemens
Hallo Klemens, da war ich aber gestern sehr müde . Nein auf diesem Fahrwerk ist kein D, sondern ein B. Es ist ja auch noch das dünne Fahrgestell.
Entschuldige diese Verwirrung, ich sollte früher ins Bett gehen .
ich habe mich schon ewig nicht mehr hier zu Wort gemeldet und bin über diesen Thread gestolpert. Ich habe etliche B-Loks mit dem verstärkten Fahrwerk und kenne keine mit 3mm Achsen und Rädern auf Messingbuchsen. Diese Art der Montage kenne ich nur für die 2.5mm Achsen.
Was hier ein bisschen vergessen wird ist, dass es neben den Scheibenrädern vier verschiedene Arten von Radscheiben gab. Die ersten ab 1938 haben ein Loch mit ca 5mm Durchmesser. Die kamen mit den Plastikbuschsen bei 3mm Achsen und bei den 2.5mm Achsen mit isolierter Messingbuchse zum Einsatz. Auf der "anderen Seite der Zeitskala" sind die durcbrochenen, verchromten Radscheiben. Die haben ein Loch mit klienrem Durchmesser (ich denke so ca. 4mm) für die Nylonbuchsen mit Bund und 2.5mm Achsen. Mit diesem Durchmesser und den Nylonbuchsen gab es aber auch noch die nicht durchbrochenen Räder, allerdings wesentlich seltner. Verchromt kamen sie auf den ersten Batterieloks zum Einsatz, ich hatte aber auch eine 754 damit. Diese Radscheiben gab es aber auch unverchromt. Mir sind die aber nur sehr selten untergekommen. Ich habe eine Lok in genau dieser Konstellation mit den "abgedrehten" 3mm/2.5mm Achsen damit. Da sind aber auch die Nylonbuchsen verbaut. Ich gehe daher stark davon aus, dass diese Radscheiben jünger sind und von einer Reparatur herrühren. Wäre ja auch nicht unpraktisch - mit den "Stufenachsen" kann man die älteren Loks herrichten und bei den jüngeren mit den 2.5mm Achsen spart man sich das Gedöns mit den Messingbuchsen.
... noch ein Nachtrag: zum Datieren finde ich die anderen Merkmale der Fahrwerke wesentlich interessanter. Ich müsste mal nachsehen, aber aus dem Kopf fällt mir hier ein, dass es welche gab, bei denen die Schaltwalze durch das Kontaktblech auf der Feldspule (von aussen) gehalten wurde, später gab es die "Zungen" links am Bürsten- halter, für die es auch eine Stufe im Fahrwerk gibt. Bei denen hat die Kontaktfeder von innen auf die Schaltwalze gedrückt.
Unterschiede gab es auch bei der Kabelführung. Bei den älteren Fahrwerken wurde der eine Anschluss der Feldspule und der Anschlussdraht durch ein Loch im Fahrwerk zum hinteren Schleifer geführt, später einfach "hintenrum".
Bei den jüngeren Loks war das Isolationsmaterial für die Spulenkörper leicht trans- parent weiss, vorher schwarz.
Wahrscheinlich gibt es noch mehr, aber momentan kann ich nicht nachsehen ...
... sorry dafür, dass das Scheibchenweise kommt, aber ich hatte vorhin eigentlich was anderes zu tun.
Da wäre noch das Lager für den Läufer, das bei jüngeren Fahrwerken als eingesetzte Messingbuchse ausgeführt war, bei den älteren gab es da nur das Loch im Fahrwerk mit dem angegossenen Ring aussenrum, damit das Öl nicht gleich wegläuft.
Bei manchen der Maschinchen sind die in's Fahrwerk eingeschobenen Platten, auf die die Aussenschleifer geschraubt werden aus einem schwarzen, glatteren Material, das eher an Kunststoff erinnert und einen Hauch dicker ist, die anderen sind eher wie Leiterplatten.
Dann gab es da auch noch die unterschiedlichen Bürstenkappen und wenn ich mich nicht täusche, gab es den WS-Rotor mit roter Markierung und ohne.
Ah ja, da waren auch noch die zwei Versionen der Schaltwalze. Die Ältere hatte ganz einfach ein Zahnrad, bei der Jüngeren schloss sich zum hinteren Lokende hin eine Begrenzung und ein Distanzstück (in einem gegossen) an. Ich denke, das war die Version für die Befestigung mit den Blechzungen (s. o.)
Leider kann ich damit keine Zahlen zur Datierung nennen, aber ich wollte mal zeigen, dass es gerade bei diesem einfachen (verstärkten) Fahrwerk viele Parameter gibt.
Wegen der Originalität ist man bei den Dingern sowieso in der Bredouille. Die Bürstenhalter zerbröseln regelmässig, die Räder sind "gewachsen" und klemmen, wenn sie nicht auch bröseln und die o. g. Schaltwalzen mit dem einfachen Zahnrad sind bei allen meinen Exemplaren (bis auf eines) durch "Klemmen durch Wachsen" unbrauchbar. Gibt man die Originalität durch die Verwendung von Nachbau- oder jüngeren Originalteilen (wie z. B. der neueren Schaltwalze) auf und freut sich an einer fahrfähigen Lok oder stellt man die originalen Lokfragmente mit unantastbarem Zinkpest-Bürstenhalter und Brösel- rädern schockarm in die Vitrine? Ich habe fünf 20/53 Gehäuse aber nur jeweils ein Fahrwerk Typ A und B, die anderen sind der Zinkpest zum Opfer gefallen und "in meinen Armen gestorben". Mir sind die anderen drei Gehäuse zu schade um sie nicht auf nicht passenden, verstärkten Fahrwerken am Leben zu erhalten - auch ohne Originalität ... aber das ist meine Meinung und ich weiss, dass die nicht alle teilen
Deine Beiträge #12,13,14 mit unterschiedlichen Details der B-Loks kann ich durchaus nachvollziehen. Klassisch sind deine Erkenntnisse, welche vor allem die Unterschiede vom "dünnen" zum "dicken" Fahrwerk erklären.
Diese sind ja für uns eigentlich nicht neu und zeigen, dass es tatsächlich für den Kenner alle Jahre (von 1935 bis 1940) kleine Veränderungen gab.
Mit anderen Worten: Die Loks können auf das Jahr genau einsortiert werden.
Eine Anregung von mir auf die von dir gegebene Meinung; dass man durchaus die alten Loks mit Nachbauteilen aufrüsten kann.
Ja klar! Aber wenn ich eine Trix Express B-Vorkriegslok in tadellosem Zustand für Euro 80.- kaufen kann, und keiner mehr bietet, dann mach ich das.
ich weiß, ich bin hier etwas spät dran, denn eigentlich war ich nur auf der Suche nach der Alters-Bestimmung für einen Karton. Und dann bin ich hier in diesem Thread gelandet. Das ist alles hoch-interessant für mich.
Und ich kann nun auch meinen Senf dazu geben, denn diese Lok samt Karton galt es altersgemäß zu bestimmen:
die Lok hat das D-Fahrwerk, durchgehend 3mm Achsen, Blechhakenkupplung und den abgebildeten Karton dazu. Ich tippe daher auf Jg. 1938 wegen der Kupplung.
Ich habe in meiner Bastelkiste noch ein weiteres D-Fahrwerk, auch mit 3mm Achsen. Ein E-Fahrwerk mit nur einem guten Radsatz drin, haben die Bohrungen im Fahrwerk mit 3mm, aber außen an der einen Achse gemessen, sind es nur 2,5mm!
edit: ..und was hab ich hier? Durchbrochene Räder und 2,5mm Achsen, der Buchstabe ist nicht wirklich zu entziffern... Keine rot hinterlegte Steuerung. Wer weiß da, ob es diese Lok so gegeben hat?
Hallo Horst Bei deiner erst gezeigten (grauer Karton) da musst du noch die Bürstenkappen wechseln, die mit Loch sind Nachkrieg Da müssten geschlossene schwarz lackierte Messingkappen drauf Gruß Guido
Ich kenne D fahrwerk auch fur ein 20/52 1939 mit 3.0mm achsen. Ich habe auch einige vorkrieg 20/54ers mit D fahrwerk.
Letzte woche habe Ich ein 20/53 mit C fahrwerk bekommen. Original??
Mvg, Stefan
Hallo Stefan,
es ist ja schon fast ein Jahr her seit du diese Frage gestellt hast. Aber da diese kleinen B-Loks von Trix Express nach wie vor im Trend sind, können wir in diesem passenden Thread diskutieren bis uns die Ohren wackeln .
Zu deiner Frage: Letzte Woche habe ich eine 20/53 mit C Fahrwerk bekommen. Original?? Wenn ich das richtig erkennen kann ist es die obere Lok von den beiden. Ich würde sagen, dass die 20/53 ein Jahr lang auf dem verstärkten Fahrwerk mit Bezeichnung C (1938) ausgeliefert wurde bis zum Erscheinen der 20/52 mit Bezeichnung D (1939). Es fehlt die Pleuelstange welche du wahrscheinlich schon längst ergänzt hast.
Eine Anmerkung zu der unteren Lok mit dem dünnen Fahrwerk mit Bezeichnung B (1937): Die hat die Pleuelstange von einer 1935er 20/51 . Zu beachten ist auch der Tender mit dem fehlenden normalerweise aufgelaschten Federpaket bei der angedeuteten mittleren Achse. Das war tatsächlich so, dass diese Tender ca. ein Jahr lang so verkauft wurden. Man erkennt den Unterschied zum oberen Tender.
ich habe eine Frage zu einer 20/54, die ich nicht so ganz genau zuordnen kann. Insbesondere die merkwürdige "Kennung" als mechanische Stempelkennziffer / Prägung in Form eines Drei-Ecks (oder stilisiertes "A"?) macht mich stutzig. Normalerweise kenne ich die Kennzeichnungen über einen farbigen Stempel.
Das Gehäuse ist noch mit nicht verstärkten Treppen, 1936er Kupplungen, Fieber-Bürstenbrücke, also mehr oder weniger 1936.
Hier ein Detailbild von der Kennzeichnung:
und das ganze Fahrwerk
und die Seiten:
Habt Ihr so was schon mal gesehen? Wenn ja, welche genaue zeitliche Zuordnung? Danke für jede Info,