Dass die Farbe im Holz nicht verläuft, müsste wohl grundiert (ölen sollte auch reichen, wenn die Farbe auf dem Öl hält) oder gesprüht werden (dünne Farbschicht).
Grüsse
Ursin
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Fände ich besser und ist auch gut zu erkennen, der Stempel ist nicht teuer, der kann sogar in drei oder vier Abschnitten hergestellt werden, dann könnte man beide Spuren gut und gleichzeitig bedrucken...
und wenn es etwas schief würde, na und.... ist menschlich...
gute Erfahrungen habe ich mit Transfer-Drucker-Folien sammeln können. Die hatte ich vor Jahrzehnten selbst "entwickelt". Mit einem Papierstau vor der Entwicklereinheit des Laserdruckers wurde das Pulver nicht aufgebrannt. Nun bekommt man solche Folien zu kaufen.
Zitat von Dieter Weißbach im Beitrag #70- Wer konnte bereits mit Brennstempeln Erfahrungen sammeln ?
So sieht ein ca 80 cm langer Brennstempel von 1883 aus
und so sein Abdruck in der noch nicht restaurierten Treppenwange.
Herr Küffner betrieb im Haus eine Brauerei, so vermute ich, dass die Gusseisernen Stempel (es gibt noch einen zweiten) zum Marken der Bierkisten dienten.
Ich denke nicht, dass große Kabeltrommeln so beschriftet wurden. Schablonen konnten sehr groß angefertigt werden und waren einfach zu handhaben.
Brennen von Schriften auf den kleinen Trommeln sähe meiner Meinung nach nicht plausibel aus.
Moin. Anreibebuchstaben sind m.M. nach zu dick. Schlagzahlen/-buchstaben erhitzen und einbrennen könnte vlt auch gehen als Alternative zu nem teuren Brennstempel. Schablone und sprühen ist aber in meinen Augen der beste Weg. Mit Ys Buchstaben sieht das gut aus. Allerdings bezweifle ich, daß sich das mit einem Schneidplotter machen läßt. Aber Laserschnitt sollte funktionieren. Großer Vorteil von Schablone ist das gleichmäßige Erscheinungsbild auf allen Trommeln. Und selbst eine schiefe Beschriftung wäre damit gleichmäßig schief und würde vlt sogar sehr autentisch wirken. Zumindest auf einzelnen Rollen zwischen allen.
Die Schneider hatten kupferne Schablonen mit Buchstaben - für das Vorzeichnen zum Sticken von Monogrammen. Da wurde auch mit Farbe durchgerieben. Ich kenne das noch von meiner Mutter aus dem Nähzeug. So könnte ich mir das vorstellen. Wer kennt jemanden, der Schablonen, also dünnes Metall, ätzen kann? So schlimm kann das nicht sein, die Elektronikbastler ätzen ja Leiterplatten. Daraus und den Schablonenbuchstaben müßte man ja theoretisch Spritzschablonen in Miniatur basteln können.
schön dass die Diskussion zum Stempeln ins Laufen gekommen ist.
Zur Schablonentechnik: Wenn ich mir vorstelle, wie klein die Buchstaben sind und dass für die mittleren Flächen wieder Stege verbleiben müssen, bin ich unsicher, ob das funktionieren kann. Zumal die Schablone nach jedem Spritzvorgang von allen Farbresten befreit werden muss. Das mag bei der Firmierung AEG noch funktionieren, aber bei Texten wie "Kabelwerk Oberspree" oder "Oberschöneweide" hätte ich Zweifel. Da ist der Stempel wohl doch die bessere Wahl.
Mir ist gerade noch aufgefallen, dass "Berlin-Oberschöneweide" für 1903 eigentlich noch nicht passt, dieser Ortsteil kam erst 1920 zu Groß-Berlin. Wir müssen prüfen, wie AEG den Ort nannte, eventuell hat man trotzdem schon das "Berlin-" davorgesetzt.
Lasergravieren ist ein guter Vorschlag. Die Eingemeindung ein wichtiger Hinweis. Ich hatte ja schon gesagt, dass ich das Bild mit den Arbeitern vor der Plane in die 20er Jahre datiere. Leider finde ich kein gut vergrößerbares Bild vom Rollenlagerplatz des kabelwerkes. Das Original ist wohl im Technikmuseum in der AEG-Sammlung vorhanden.
Mir fiel jetzt doch ein Trick ein wie ich die interessanten Bilder herunter ziehen kann. Jetz kann ja jeder selbst mnal forschen nach den Rollenbeschriftungen um 1904.
KWO Trommellager 1904 als Panoramaaufnahme. Die ganze Szene ist doch wie aus einem Werbeprospekt für Modellbahn entsprungen. Hier sind alle Elemente enthalten, die wir aus Spielzeugkatalogen kennen. Der Wagen vorn links war mir noch nicht bekannt, da das bild nur verkleinert veröffentlicht wurde. Damit ist das Rätsel des Ortsnamens gelöst. Oberschöneweide bei Berlin. (Und der Wagen hat das Zeug zu einem neuen Projekt.)
Ausschnitt Lok+Wagen
Ausschnitt Kranverladung. Insgesamt zähle ich auf den Bildern drei elektrische Krane, die mit Oberleitung (an hängewerk) oder an Masten versorgt werden. Hier erfolgt das heranführen einer Rolle am Kran. im unteren Bildteil schieben zwei Leute einen Wagen heran (sichtbar in der Gesamtansicht) oder es soll der Wagen unter dem Bockkran beladen werden.
Hier wird offenbar eine Verladung auf einen Schienenwagen vollzogen, der mit Pferden bewegt wird..
Im Rollenlager sieht man hell bewickelte Rollen, was blanker Draht sein dürfte.
Hoch spannend finde ich die Rollenwagen. Offenbar für Pferdebespannung. Hinten ist ein Motorwagenzug zu erkennen mit einer Art Gitterwagen. Auf der Wiese sind Automobile versammelt.
KWO Trommellager 1912. Hier finde ich schon AEG-Schriftzeichen. Und ja, keine gebogenen Beschriftungen, sondern relativ kleine, gerade geschriebene. Die Szene zeigt im Grunde die gleiche Kreuzung wie das Panoramabild von 1904, aber aus der anderen Richtung aufgenommen. Die Drehscheibe könnte noch an der gleichen Stelle liegen, sieht aber größer aus. Die elektrischen Kräne sind durch Kranbahnen ersetzt worden, die E-Lok gibt es noch. Auf dem Kohlenplatz steht ein neues hohes Gebäude.
Die Pferdewagen zum Aufnehmen der Kabelrollen sind für die Verlegung von Erdkabeln geeignet. Ich kann mich erinnern, dass ich dieses Prinzp in den 1970er und 1980er Jahren gesehen habe. Ein Unimog Basis-Fahrgestell mit zwei massiven angebauten Holmen, an denen die Hinterräder einzeln aufgehängt waren. Dazwischen die Tragvorrichtung für die große Kabeltrommel.
Die kleine Elektrolok auf dem zweiten Bild erinnert sehr an die Ypsilon-Lok ohne Stromabnehmer. Irgendwoher kamen die Inspirationen ...
Auf dem Bilöd von 1904 fehlt mir noch eine Idee wie die Kohle auf den Haufen kommt und wie sie wieder weg transportiert wird. Da fehlen Fahrzeuge. Der bogenförmige Ring deutet auf einen Bagger hin, der durch den Haufen verdeckt wird. Die Fahrzeugspuren links oben an der Wand deuten auf Verladung mit Wagen hin (Pferde?), die dann zu den Kessel fahren. Immerhin, auf dem Bild sieht man ja vier dem Werk zuzuordnende Schornsteine, die werden auch die Standorte der Dampfmaschinen markieren. Und die Kohle sieht nach schlesischer Steinkohle aus, die mit Kähnen geliefert wurde. Im Hintergrund dürften die Schornsteine des Kraftwerkes zu sehen sein.
Ja ich gehe auch davon aus, dass die Lok mit Batterie fuhr. Die Oberleitung ist ja nicht immer vorhanden. Damit wäre dann auch klar dass im Kabel Gleichspannung war. Also Straßenbahntechnik. Der Turmwagen im Bild 2 an der Drehscheibe dürfte zur Revision der Oberleitung dienen. Oder zum Eingleisen der Stromabnehmer. Ich habe noch keine Idee wie die Kranwagen den Strom bekommen haben. Einen Bügel kann ich nicht erkennen. Vielleicht war es nur ein kleiner Abnehmer, der bedarfsweise hochgefahren wurde und die Krane arbeiteten auch grundsätzlich aus einer Batterie. Gegengewicht braucht man ja ohnehin, da kann man auch die Batterie nutzen.
2012-2013 gab es noch diese Ausstellung: https://www.yumpu.com/de/document/read/2...dustriegiganten- Veranstaltet vom Industriesalon Schönweide. Bilder im Flyer sind von der Stiftung Deutsches Technik Museum in Berlin. Vielleicht kommt man über die Quellen an weitere Bilder. Stephan
Zitat von Es(s)bahner im Beitrag #82Anreibebuchstaben sind m.M. nach zu dick
Also, die Anreibebeschriftungen die ich bisher verwende sind dünner als mache Naßschiebebilder und fallen nach einer Schutzlackierung nicht auf. Daher verstehe ich die Aussage nicht ganz.....
Grüße Knolle
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