Hallo heute habe ich auf der Suche nach einer passenden Lok für die 1936 Anlage von Patrick beim Workshop im März doch tatsächlich einen Karton der 20-51 gefunden. War mir gar nicht bewusst, das ich ihn habe. Hier ein paar Schnappschüsse, morgen mache ich neue Bilder:
Zunächst gratuliere ich Rei zu dieser extrem seltenen Originalverpackung für eine 20/51 Scheibenradlokomotive mit Tender aus dem Jahre 1935.
Eine OVP 20/51 hatte ich bisher in meiner über 50-jährigen Sammlertätigkeit noch nicht gesehen.
Vielen meiner Sammlerfreunden dürfte es ähnlich ergangen sein.
Ich finde es sehr betrüblich dass dieser Beitrag von einer bisher noch nie gezeigten OVP nur fünf Sammlerfreunden, einschließlich meiner Person, gefallen hat.
An der OVP ist mir das Etikett aufgefallen.
Die Beschriftung lautet „Loco mit Tender“.
Loco mit „c“ geschrieben.
In den deutschen Katalogen und in den deutschen Preislisten ab 1935 werden die Lokomotiven immer mit „k“ geschrieben.
In den Vorkriegskatalogen von F, B und den USA ist die Schreibweise Loco.
Frage: Handelt es sich bei der OVP um eine Export-Verpackung oder hatte man 1935 für die 20/51 unterschiedliche Schreibweisen?
Zitat von trixkarl49 im Beitrag #2nur fünf Sammlerfreunden, einschließlich meiner Person, gefallen hat.
Hallo Karl, wie soll man als "NICHT-TRXER" das erahnen? Du bist Insider und kannst das einschätzen. Mein Sammelgebiet ist völlig anders, da kennen sich die "Trixer" nicht aus! Viele Grüße Wolfgang
Zitat von BlackAdder im Beitrag #5Export wohl eher nicht, sonst hätte man ja nicht mit Tender auf Deutsch geschrieben...
Hallo Patrick.
Vielen Dank für Deine Einschätzung.
Ich gehe davon aus, dass Dein Hinweis sich lediglich auf das Wort „mit“ bezieht.
In den mir vorliegenden Vorkriegskatalogen von den USA, GB, Belgien, Frankreich und den Niederlanden wird in Verbindung mit dem Wort „Loco…“ (mit „c“) immer das Wort „Tender“ oder „tender“ verwandt.
Lediglich in dem deutschsprachigen Katalog für die Schweiz heißt es: „Schnellzuglok" (mit „k“). Der Tender wird nicht erwähnt.
Das Wort „mit“ bei einer Export-OVP in die Landessprache auf das Etikett zu drucken, wäre wohl unwirtschaftlich gewesen.
USA: with tender GB: and Tender B und F: avec tender Niederlande: met tender
Eine endgültige Gewissheit werden wir erst haben, wenn eine OVP 20/51 auch mit dem Etikett „Schnellzug-Loko mit Tender“ (Schreibweise im 1935er Katalog) auftaucht.
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Das Nachfolge-Modell der Scheibenrad-Lok, die Schnellzuglokomotive 20/53, hat bei gleichen Originalverpackungen auf den Etiketten die unterschiedlichen Schreibweisen.
Ich finde, die beiden Kartons sollten wir zusammen betrachten, im direkten Vergleich werden die Unterschiede deutlicher.
Es fällt auf, dass der 20/51-Karton noch aus dünner Pappe mit Eckklammern gefertigt ist (wie ein Wagenkarton), während der 20/53-Karton bereits aus der dicken Pappe mit umgeschlagenen Seitenlaschen gefaltet ist. Diese Variante ist natürlich viel stabiler.
Auch wenn bei TRIX vieles gut durchgeplant ist, konnte man bei den Karton- Klebern keine klare Linie erkennen. Da gibt es alle möglichen Schreibweisen. Alle gezeigten Beispiele sind m.E. für das Inland gedruckt, keins für den Export.
Die gezeigten Kartons von 1935 und 1936 unterscheiden sich eindeutig durch die Heftung und die Dicke der Pappe.
Zitat von Dieter Weißbach im Beitrag #8Alle gezeigten Beispiele sind m.E. für das Inland gedruckt, keins für den Export.
Sollte sich Dieter auch hier nicht irren, dann gibt es wohl keine OVP 20/51 und 20/53 explicit für den Export.
Die 20/53 ist tausendfach in das Ausland verkauft worden.
Ich habe bisher nur die gezeigten OVP mit den unterschiedlichen Schreibweisen, was Loco und Loko betrifft, gesehen.
Schließen wir uns der Meinung von Dieter an, dann müssten zumindest auch die 20/51 und 20/53 in den gezeigten Originalverpackungen in den Export gegangen sein.
Auf Grund des sensationellen Fundes einer OVP für die 20/51 könnte man bei den OVP 20/51 und 20/53 von folgender zeitlichen Reihenfolge ausgehen:
1935 – 20/51 Loco mit Tender 1936 – 20/53 Loco mit Tender, danach neuer Text 1936 – 20/53 Schnellzugloko mit Tender.
Die zuletzt genannte Schreibweise hat sich bei der 20/53 nach 1936 bis 1938/39 nicht mehr geändert.
Wenn ich mich richtig erinnere, habe ich auch einen Originalkarton für eine leider defekte 20/54 mit den unverstärkten Treppen bekommen, der ebenfalls aus dünner Pappe mit Eckklammern gefertigt wurde. Dieser Karton dürfte aus dem Sommer 1936 stammen. Möglicherweise sind auch die ersten 20/53 in diesen Kartons ausgeliefert worden.
Ich gehe zurück auf Deinen ersten Beitrag - es ist der 2. in diesem Thread - weil es mir gefällt, dass Du als erster die Seltenheit dieses Kartons herausgestellt hast.
Zitat von trixkarl49 im Beitrag #2Hallo TRIX EXPRESS – Freunde.
Zunächst gratuliere ich Rei zu dieser extrem seltenen Originalverpackung für eine 20/51 Scheibenradlokomotive mit Tender aus dem Jahre 1935.
Eine OVP 20/51 hatte ich bisher in meiner über 50-jährigen Sammlertätigkeit noch nicht gesehen.
Vielen meiner Sammlerfreunden dürfte es ähnlich ergangen sein.
Ich finde es sehr betrüblich dass dieser Beitrag von einer bisher noch nie gezeigten OVP nur fünf Sammlerfreunden, einschließlich meiner Person, gefallen hat.
An der OVP ist mir das Etikett aufgefallen.
Die Beschriftung lautet „Loco mit Tender“.
Loco mit „c“ geschrieben.
In den deutschen Katalogen und in den deutschen Preislisten ab 1935 werden die Lokomotiven immer mit „k“ geschrieben.
In den Vorkriegskatalogen von F, B und den USA ist die Schreibweise Loco.
Frage: Handelt es sich bei der OVP um eine Export-Verpackung oder hatte man 1935 für die 20/51 unterschiedliche Schreibweisen?
Auf der OVP „Loco“ in dem Katalog "Loko“
Wer hat die Antwort?
Viele Grüße, trixkarl49
Alle weiteren und nachgefolgten Überlegungen zur Schreibweise und den Kartons finde ich zutreffend eingegrenzt. - Dennoch möchte ich die Variante, dass mehrere Ettiketten-Gestalter bzw. Drucker oder Schachtelmacher im Spiel waren, nicht einfach ausklammern!
Mit einem zwinkernden Auge möchte ich auch in Erwägung ziehen, dass jener Drucker nicht etwa eine Schreibschwäche hatte, sondern im Gegenteil, diese Ettiketten für den Export in den spanisch-sprechenden Markt, wie Argentienen oder Spanien selbst, vorbereitet hatte. Schliesslich meint "Loco" auf Spanisch: "(der) Verrückte" oder "verrückt".
Eine verrückte Sache bzw. ein verrücktes Spielzeug war der TRIX EXPRESS allemal. Also "(el) Loco (mit Tender) TRIX EXPRESS"! Jener Drucker wusste nur nicht was "mit Tender" auf Spanisch heisst undi hatte es demzufolge nicht übersetzt.
Abwegig! - Ganz und gar nicht, weil ab 1937 tauchen die ersten mehrsprachigen Betriebsanleitungen und Instruktionsblätter, darunter auch in Spanisch, auf.
Hallo Danke für die sehr informativen Beiträge . Hier der von Karl angesprochene Karton in der Mitte des Bildes:
Dabei ist mir aufgefallen, das die Qualität der Kartons und auch die Heftung in etwa der 1935 Packung der 20-51 entspricht. Entweder hat man 1948/49 noch alte Kartons verwendet oder mangels besserer Qualität wieder die " preiswerte" Methode gewählt. Aber immerhin so gut, daß sie noch mehr als 70 Jahre später gut halten. Die Echtheit der Etiketten erkennt man recht gut am den übergeklebten Händleretiketten. Gruss Rei
ZitatDie Schreibweise „Lock“ mit „ck“ ist nunmehr auch geklärt.
Vielen Dank dafür.
Auch in der „Trixburg“ kann man eine derartige OVP bewundern.
Ich hatte es in meinem Beitrag nicht erwähnt, weil es sich um eine OVP 20/52 handelt und ich es sogar für eine Fälschung gehalten habe.
Man lernt eben nie aus
Hallo Karl,
Deine Vermutung, dass es sich um eine Fälschung handelt, beziehungsweise gehandelt hat, war richtig. Es handelt sich um eine Fälschung. Der Hersteller dieses Aufklebers hat das Etikett vermutlich mit Microsoft Word erstellt. Um so etwas zu machen, braucht man kein Virtuose zu sein. Schriftarten sind reichlich verfügbar, Schriftgrößen (Höhen- und Breitenverhältnis) sind frei wählbar, Fettschrift ist einstellbar, Hoch- und Tiefstellung sind wählbar, Schriftweite kann man einstellen usw. Und auch das Layout ist leicht anzupassen.
Der Erzeuger dieses besonderen Etiketts hat aber Fehler gemacht. Oder er hat sie absichtlich eingebaut. Die Schreibweise "Lock" ist eindeutig falsch. Falsch ist aber auch die Druckstücknummer, sie entspricht nicht den von Trix angewendeten Regeln. Die mittige 10 einer speziellen, anderen Druckerei nachträglich zuzuordnen ist willkürlich. Und "Germany" steht auf echten VK Kartons nur als Stempel drauf. Wenn ins Ausland geliefert wurde. Mein größtes Problem in Puncto Glaubwürdigkeit sind aber die nahezu reinweißen Etiketten auf 70 oder 80 Jahre alten Kartons. Auch dann, wenn man sie durch "Abnutzungsspuren" mehr oder weniger altgebraucht erscheinen lassen will. Oder wenn Klebstoffreste an den Etiketten zu erkennen sind. Oder wenn Händleretiketten sichtbar schlecht haftend drübergeklebt worden sind.
Ich will hier nicht alle besonderen Raritäten, die gefunden worden sind, als vermutliche Fälschungen in Frage stellen. Ich möchte nur darauf hinweisen, dass Etiketten für Pappschachteln heutzutage in vielen Haushalten mit Laptop und Tintenstrahldrucker leicht nachgemacht werden können. Und der Griff zum Pritt-Stift erfordert auch keine besondere Ausbildung...
Hallo Thomas Das ist eine schwerwiegende Aussage so aus der Ferne. Wenn deine Theorie stimmt, wäre ja auch der oben verlinkte Karton von Patrix eine Fälschung... Dann müsste der Fälscher mehrere Kartons gefälscht haben . Vielleicht weiss Patrix noch woher sein Karton stammt. Was für mich gegen die Fälschung spricht ist der stimmige Inhalt. Und vor allem der recht einfache Inhalt. Eigentlich Massenware... Und somit kaum der Mühe wert. Ich persönlich bin nicht der Meinung das es sich um eine Fälschung handelt. Und ich kann auch versichern das ich es nicht war😊 sollte es doch so sein. Gruss Rei
Tja, lassen wir doch mal die Profis antworten! Ich möchte keine Namen nennen, aber "8811" kann sicher aus seiner Warte berichten, wie blütenweisse Etiketten auf "alte Schachteln" kommen.
Und ich sage nur: Replikat zu einer "US Pacific Loco with Tender" OVP lässt grüssen?
Der von mir vorgestellte "Lock"-Karton ist natürlich eine Fälschung sondergleichen, deshalb habe ich ihn hier im Forum auch vorgestellt. Ich bin ja auch stets auf Fälschungen aus - (mit schweizerischem) - ODER nicht?!
Nur, was ich nicht erklären kann, ist, wie es der Fälscher fertiggebracht hatte mind. einen Karton in die Schweiz zu schmuggeln und mind. einen anderen in Deutschland zu belassen! - Aber die EUROCOPS werden das auch noch herausfinden!
Mit TRIXigen Grüssen PaTrix, der "promovierte Fälscher"
Guten Morgen Patrix Ich weiss, dass der Vorbesitzer dieses Karton regelmäßiger Besucher deiner Trix Treffen in Zürich war. Dort habe ich ihn kennengelernt. Das würde den Weg erklären. Ich fände es schade, wenn es eine Fälschung wäre, aber der Sinn wird mir nicht so klar. Auf jeden Fall schaue ich es mir noch einmal an. Die besonders weißen Etiketten habe ich schon häufiger gesehen und auch einige im Bestand. Das ist für mich nicht als eindeutiges Indiz zu werten. Und warum dieses Lock mit ck? Und dann bei einer 20-52? Das will mir irgendwie nicht in den Sinn. Oder es ist eine besondere Form des Schweizer Humors, wenn es denn ein Schweizer war. Ich muss sowieso in Kürze besagten 8811 besuchen.
Aber eigentlich wollte ich auch auf die Art der Kartons mit besagten Klammern hinweisen...das finde ich mindestens genauso spannend. Gruss Rei
Hallo Thomas schreibt: Und "Germany" steht auf echten VK Kartons nur als Stempel drauf. Wenn ins Ausland geliefert wurde. Mein größtes Problem in Puncto Glaubwürdigkeit sind aber die nahezu reinweißen Etiketten auf 70 oder 80 Jahre alten Kartons. Auch dann, wenn man sie durch "Abnutzungsspuren" mehr oder weniger altgebraucht erscheinen lassen will."
Nun habe ich mal einige Kartons mit Loks und Wagen aus der Trixburg geholt und abgelichtet. Dabei sind zahlreiche Originale, teilweise aus Belgien oder Frankreich, wo die Etiketten optisch genauso daher kommen. Diese stammen nachweislich aus erster oder zweiter Hand und waren Jahrzehnte im Familienbesitz. Somit ist das Argument weisses Etikett hinfällig. Wobei die so schneeweiß gar nicht sind: Hier mal ein Vergleich zu neueren, weissem Papier:
Dazu erkennt man auch schön, daß auf allen Etiketten das " Germany" gedruckt und nicht gestempelt wurde. Allerdings sind es auch alles Nachkriegsproduktionen. Somit fällt das als Kriterium weg. Es kann sich bei besagten Karton mit dem "Lock" Etikett trotz allem um eine gut gemachte Fälschung handeln. Sehen wir es sportlich. Original Kujaus waren hinterher oft begehrter als manches Original.😀 Es bleibt spannend. Gruss Rei
trixexpress
hat folgende Bilder an diesen Beitrag angehängt
Zitat von trixkarl49 im Beitrag #2In den deutschen Katalogen und in den deutschen Preislisten ab 1935 werden die Lokomotiven immer mit „k“ geschrieben.
Kleine Anmerkung nebenbei....
In deutschen Katalogen wird Loco auch mit "C" geschrieben, dieses Blatt ist sehr alt ich schätze 1935 aufgrund der nicht hergestellten Gleise, hier durchgestrichen...
mit GRüssen Georg
(ich bin auf euch gespannt, auf der Trixburg am Samstag....)
diese schönen Papiere habe ich für dich ersteigert, die musst du in deinem Archiv haben, deine sind die Originale, und da waren noch weitere Prospekte aus dem Jahr 1935, Händlerprospekte....!
... ich datiere dieses Faltblatt auf Anfang 1935 - und zwar vor Beginn der Leipziger Frühjahrsmesse 1935. Das war die Einladung für die Spielwarenhändler und Großhändler. Aufgrund der Bestellmengen hat man sich entschieden, einige Artikel nicht zu produzieren.
es fällt weiterhin auf dass in dem blauen Blatt der Preisübersicht vorne Loco mit "c" geschrieben wird, weiter unter aber steht Loko Schuppen mit "k", aber auf dem weissen Blatt steht Loco Schuppen, mit "c"...
Das blaue Blatt ist also älter, dort findet man die alten Preise, auch der nicht produzierten Teile während auf dem weissen Blatt die Preise korrigiert wurden und die nicht produzierten Teile nicht preislich erwähnt sind...