Guten Abend und ein frohes neues Jahr an alle! Ich bin neu im Forum, verfolge die Diskussionen aber schon seit Jahren und möchte einige Fragen zu den Märklin starkstrom Motoren stellen, insbesondere zu einem PLM H64 und einem CL 64 PO EI, die ich seit einigen Jahren besitze.
Der CL ist in sehr gutem Zustand. Ich weiß nur nicht, welchen Transformator Sie für den ordnungsgemäßen Betrieb empfehlen – Gleich- oder Wechselstrom – und wie hoch die Spannung sein sollte. Falls Sie Empfehlungen für Netzteile für diese Motoren haben, die mehr als 20 Volt benötigen, wäre das eine große Hilfe.
Meine andere, knifflige Frage betrifft den schwarzen PLM. Ich habe ihn nach Jahren endlich zum Laufen gebracht, da sich nichts bewegte und kein Strom floss. Ich habe die Verkabelung erneuert, die Räder, den Motorblock, den Anker, die Festspule und den 64er-Schaltkreis gereinigt. Er funktioniert zwar, aber ich sehe, dass er ein Problem hat. Der Motor läuft rückwärts einwandfrei, selbst mit 20 Volt und einem Gleichstromtransformator, aber auch mit einem Wechselstromtransformator. Wenn ich jedoch manuell auf Vorwärts schalte, dreht sich der Motor nur um eine Vierteldrehung und blockiert dann mit dem charakteristischen Geräusch.
Ich habe mehrmals versucht, den Motor mit Unterlegscheiben auf der Welle im runden Gehäuse vor- und zurückzubewegen, aber ohne Erfolg. Wir vermuten, dass der geringe Spalt zwischen Motor und Gehäuse die Ursache sein könnte, denn sobald ich Strom anlege, magnetisiert sich der Motor und wird fest im Gehäuse fixiert (ohne Strom drehen sich die Räder und der Motor problemlos hin und her). Weiß jemand, woran das liegen könnte? Ist es vielleicht ein Kurzschluss? Oder was könnte sonst das Problem sein? Viele Fragen (für meinen ersten Beitrag 🙂). Und der deutsche Text ist von Google Translate, ich hoffe, er hilft.
Auf dem 4. und 6. Bild sieht man ein Metallstück zwischen Anker und den isolierten Statorwicklungen. unter Strom wird dieses an den Anker gezogen und blockiert ihn. Kenne den Motor nicht und weiß nicht, ob so etwas überhaupt dahingehört. Entweder muss es fixiert oder entfernt werden. Grüße von elaphos
die vermeintlichen fremden Metallstücke sind die Polschuhe des Feldmagneten, gehören dort also hin. Trotzdem sieht es auf Bild 6 (dem letzten Bild) so aus, dass die Polschuhe des Ankers gegen den linken Polschuh des Feldes schlagen könnten. Das könnte daran liegen, dass der Anker nicht exakt zentriert läuft. Und in diesem Zusammenhang fällt in Bild 5 bei der linken Befestigung der Bürstenbrücke eine Messing-Unterlegscheibe auf, die dort wirklich nicht hingehört und damit der Verursacher für einen schräg stehenden und mithin anschlagenden Anker sein könnte. Wenn schon Unterlegscheiben erforderlich sein sollten, weil der Anker sonst ungenügendes axiales Spiel hätte, so müssten diese unbedingt beidseits und in gleicher Stärke montiert werden. Bei der Wiederbefestigung der durchaus minimal verschieblichen Bürstenbrücke ist dann unbedingt darauf zu achten, dass der Anker exakt zentriert läuft!
Und falls die Lager ausgeschlagen sein sollten, könnte auch das nun zu große radiale Spiel des Ankers das beobachtete Problem verursachen.
Der Kommutator steht in der Tat verdreht. Das ist aber nicht so extrem, dass der beschriebene Effekt erklärbar wäre.
Könnten Sie mir bitte anhand eines Pfeils auf meinen Fotos zeigen, welches Metallteil Ihrer Meinung nach dort nicht hingehört? Und ich frage mich, warum das nur bei Vorwärtsbewegungen passiert. Rückwärts bewegt es sich einwandfrei.
Ich sehe was Thomas meint. Das ist im vorletzten Bild die Unterlegscheibe. Das kann aber nicht die Ursache für eine Blockade sein.
Wie ist denn das Spiel in den Lagern? Man muss sich vorstellen, dass der Anker in einer Drehrichtung sozusagen nach rechts gezogen wird, in der anderen Richtung nach links. Lagerspiel kann dann das Anstoßen verursachen.
Ich würde den Anker ausbauen und auf genauen Rundlauf prüfen. Zwischen den Spitzen der Achsenden bzw. den Lagern. Ist ein Ankerhorn zu "hoch", würde ich es abfeilen. Der Anker muss auch gut ausgewuchtet sein, damit er nicht taumelt beim Lauf.
Dann würde ich mich nochmals um die Stellung des Kommutators kümmern, wenn es weiter kein mechanisches Problem ist, sondern ein elektrisches.
Gestern, am 3. Januar, habe ich den Motor erneut geöffnet und die runden Enden des Magneten zentriert, damit der Anker nicht blockiert. Dafür war allerdings etwas Nachfeilen nötig. Nachdem ich den Anker geschlossen und die Kohlebürsten eingesetzt hatte, lief der Motor vorwärts problemlos, aber nicht rückwärts. Irgendetwas scheint ihn im Rückwärtsgang festzuhalten, als wäre er magnetisiert, ohne jedoch an den Wänden hängen zu bleiben. Welle und Lager sind in gutem Zustand, ohne Spiel oder Verschleißspuren. Ich werde es heute, Sonntag, noch einmal versuchen. Sollte ich bis dahin keine Lösung finden, möchte ich fragen, ob es im Forum einen Experten gibt, dem ich den Motor schicken könnte und der mir gegebenenfalls auch einen anderen Motor zu einem fairen Preis neu wickeln könnte.
Wenn der Kommutator passt, fällt mir noch die "berühmte" schräg abgeschliffene Kohle ein, die den Motor zum Blockieren in einer Richtung bringt oder ein verbogenes (schief stehendes) Kollektorsegment. Ein schief stehendes Kollektorsegment würde den Motor aber immer in die gleiche Richtung blockieren.
Die Maschine ist endlich zusammengebaut, wieder in Betrieb genommen und läuft gut, allerdings etwas langsam aufgrund der niedrigen Spannung und auch im Rückwärtsgang.
Vermutlich benötigt sie 35 Volt oder mehr von einem Variac-Transformator, da sie mit 20 Volt nicht richtig läuft, um schneller zu arbeiten.
Der Motor ist korrekt zentriert und mit dem Sockel und dem Feldmagneten verbunden. Mir ist beim Reinigen aufgefallen, dass sich in vielen Vertiefungen ein schwacher grüner Farbschleier befand, wie von der ersten Lackschicht, obwohl die Maschine ursprünglich schwarz ist!
Vielen Dank für eure Tipps! Nicolas
Mod-Edit: Leerzeilen zwischen den Bildern eingfügt
Das ist ein Starkstrommotor. Er wird mit 50 Volt sehr gut laufen. Vielleicht ist auch eine Wicklung im Anker schlecht und der Kommutator verstellt, daher der Unterschied bei den Drehrichtungen.
Ja, die Spule war nicht richtig zentriert und stand auf der Feldspule hervor. Die Brücke mit den Kollektoren ließ sich durch das Hinzufügen von zwei Unterlegscheiben pro Schraube etwas weiter herausschrauben, sodass sich die Ankerwelle frei und mittig im runden Feld drehen kann. Wenn ich den Motor mit einem Variac-Transformator teste und ihn auf 35–50 Volt einstelle, werde ich sehen, wie er sich verhält und ob eine weitere Wicklung nötig ist.
Vermutlich benötigt sie 35 Volt oder mehr von einem Variac-Transformator, da sie mit 20 Volt nicht richtig läuft, um schneller zu arbeiten.
Moin Nicolas,
meine Starkstromer fahren auf der Anlage mit einem Fahrpult, das für diesen Teil im Wesentlichen aus einem 48V 10 A Industrietransformator und einem dicken 100 Ohm Drahtpoti besteht. Auch Loks mit 64er Schaltung sind damit zuverlässig fahrbar und schalten, wenn sie sollen. Insgesamt ist meine Anlage umschaltbar für Starkstrom, 24V AC und 24V DC, und das für beide Kreise separat oder gekoppelt.
Die Luxuslösung wäre ein Stelltrafo. Zur Sicherheit kann man auch enen Trenntransformator davorschalten oder gleich einen Stell-Trenntransformator verwenden.
Da es in manchen foren "Allergien" gegen Bilder geöffneter Fahrgeräte gibt, lasse ich es mal sein.
Eine Frage habe ich wegen dieser PLM Lok, gibt es verschiedene Motoren die eingebaut wurden, weil meine PLM, ich habe sie hier zerlegt und anschliessend vorgestellt, auf meiner Anlage mit 15 V und 1,4 A völlig normal und auch schnell fährt....?
bis 1926 wurden diese Loks mit goldenem Pfeil auf dem Kessel für "Starkstrom" hergestellt, mit deren Verbot ab 1926 dann auch mit rotem Pfeil für das 20V-System. Bei Märklin wurden ab 1926 auch zahlreiche Starkstromloks neu motorisiert, um sie an das 20V-System anzupassen. Dann sind die goldenen Pfeile auf dem Kessel erhalten geblieben. Auch "Hütchentausch" durch Privatleute hat es natürlich schon immer gegeben.
Für einen Märklin-"Starkstrom"-Motor wäre es auf jeden Fall äußerst ungewöhnlich, wenn dieser bereits bei 15 V normal liefe. Die meisten laufen bei dieser Spannung bestenfalls an.
Vermutlich benötigt sie 35 Volt oder mehr von einem Variac-Transformator, da sie mit 20 Volt nicht richtig läuft, um schneller zu arbeiten.
Moin Nicolas,
meine Starkstromer fahren auf der Anlage mit einem Fahrpult, das für diesen Teil im Wesentlichen aus einem 48V 10 A Industrietransformator und einem dicken 100 Ohm Drahtpoti besteht. Auch Loks mit 64er Schaltung sind damit zuverlässig fahrbar und schalten, wenn sie sollen. Insgesamt ist meine Anlage umschaltbar für Starkstrom, 24V AC und 24V DC, und das für beide Kreise separat oder gekoppelt.
Die Luxuslösung wäre ein Stelltrafo. Zur Sicherheit kann man auch enen Trenntransformator davorschalten oder gleich einen Stell-Trenntransformator verwenden.
Da es in manchen foren "Allergien" gegen Bilder geöffneter Fahrgeräte gibt, lasse ich es mal sein.
Viele Grüße
Holger
Hallo Holger ,
Vielen Dank für Ihren Rat! Ich habe mich für die Lösung mit dem Variac-Transformator entschieden, da ich sie in zwei bis drei Videos auf YouTube im Zusammenhang mit diesen Hochspannungsmaschinen gesehen habe.
Und Sie haben Recht: Für mehr Sicherheit ist es ratsam, den Variac mit einem Trenntransformator zu verwenden. Das habe ich auch schon woanders gelesen.
Haben Sie vielleicht eine Idee oder einen Schaltplan, wie ich das alles anschließen kann, bevor ich es in Betrieb nehme?
Jeder kann sich umbringen wie er selber will, aber so eine Empfehlung halte ich für grob fahrlässig und wenig fachmännisch. Ich finde diesen für unsere Zwecke unglaublich teuren Trafo hier: https://www.amazon.de/VoOqo-Variac-Trans...g/dp/B0DNZBDX2G
Das ist ganz offensichtlich anhand der Bilder ein klassischer Ringkerntrafo mit stufenlosem Abgriff auf einer Sekundärwicklung, die sogar bis 300 Volt geht. Klar kann man den an das Gleis anschließen und hat dann ggf. auch mal 50 Volt drauf. Aber im anderen Fall auch schnell 300 Volt. Die Kurzschlussicherung ist offenbar eine einfache Schmelzsicherung, was für unsere Zwecke unpraktisch ist, zumal sie wohl bei 35- 50 Volt gar nicht reagiert. Natürlich kann man sich einen mechanischen Anschlag basteln, damit man den Stellknopf nur bis maximal 50 Volt drehen kann, aber sicher ist das nicht. Und was da noch ein Trenntrafo "retten" soll kann ich nicht nachvollziehen. Technisch gesehen ist das ein Trenntrafo, sofern ich bislang alles richtig gelesen habe. Man braucht eine Sekundärwindung, sonst kommt man von 230 Volt primär nicht auf 300 Volt sekundär.
Ich arbeite mit diesem Gerät und das erscheint mir immer noch das preiswerteste zu sein, was 50 Volt abgibt. https://www.pollin.de/p/quatpower-laborn...-v-0-3-a-351565 Es ist auf 3A Strom begrenzt, den man auch niedriger einstellen kann, was dann als Kurzschluss-Schutz wirkt, auch wenn dennoch Strom fließt bis zur eingestellten Grenze. Der Ausgang ist allerdings Gleichstrom. Damit kommen wir aber klar. Ich brauche den Stelltrafo zur Bewertung der Motoren mit Strom und Spannung; er ersetzt mir das Meßgerät. Manche Motoren brauchen auch 24 Volt und ständig hat man auch mit Niedrigspannungen zu tun, z. B. um Glühlampen zu testen oder deren Spannung festzustellen. Also ist das Ding einfach unverzichtbar in der Werkstatt und ersetzt für Ausstellungen auch einen Fahrtrafo.
was Du bei Amazon zeigst, ist ein typischer sog. "Spartrafo", was bedeutet, dass der Abgriff direkt auf der Primärwicklung erfolgt. Eine Sekundärwicklung gibt es erst gar nicht. Typischerweise werden "Spartrafos" in festen Installationen eingesetzt, weil man dann den Nullpunkt des Netzes auch als Nullpunkt für die Ausgangsspannung nutzen kann. (Ein Beispiel wären Klingeltrafos, die jedoch nicht regelbar sind.)
Zitat von ypsilon im Beitrag #23Man braucht eine Sekundärwindung, sonst kommt man von 230 Volt primär nicht auf 300 Volt sekundär.
Nein, selbst ein Spartrafo kann eine höhere Ausgangspannung abgeben als seine Eingangsspannung. Das funktioniert so: 1) Sowohl für die Eingangs- als auch die Ausgangsspannung gibt es wieder den gemeinsamen Nullpunkt. 2) Die Eingangsspannung wird nun in diesem Falle bei ca. 77% der Wicklungslänge zugeführt (230 V), während die Ausgangsspannung im Amazon-Beispiel durch einen Schleifer bis 100% der Wicklungslänge (also ca. 300 V) abgegriffen werden kann.
Zitat von ypsilon im Beitrag #23Jeder kann sich umbringen wie er selber will, aber so eine Empfehlung halte ich für grob fahrlässig und wenig fachmännisch. Ich finde diesen für unsere Zwecke unglaublich teuren Trafo hier: https://www.amazon.de/VoOqo-Variac-Trans...g/dp/B0DNZBDX2G
Das ist ganz offensichtlich anhand der Bilder ein klassischer Ringkerntrafo mit stufenlosem Abgriff auf einer Sekundärwicklung, die sogar bis 300 Volt geht. Klar kann man den an das Gleis anschließen und hat dann ggf. auch mal 50 Volt drauf. Aber im anderen Fall auch schnell 300 Volt. Die Kurzschlussicherung ist offenbar eine einfache Schmelzsicherung, was für unsere Zwecke unpraktisch ist, zumal sie wohl bei 35- 50 Volt gar nicht reagiert. Natürlich kann man sich einen mechanischen Anschlag basteln, damit man den Stellknopf nur bis maximal 50 Volt drehen kann, aber sicher ist das nicht. Und was da noch ein Trenntrafo "retten" soll kann ich nicht nachvollziehen. Technisch gesehen ist das ein Trenntrafo, sofern ich bislang alles richtig gelesen habe. Man braucht eine Sekundärwindung, sonst kommt man von 230 Volt primär nicht auf 300 Volt sekundär.
Ich arbeite mit diesem Gerät und das erscheint mir immer noch das preiswerteste zu sein, was 50 Volt abgibt. https://www.pollin.de/p/quatpower-laborn...-v-0-3-a-351565 Es ist auf 3A Strom begrenzt, den man auch niedriger einstellen kann, was dann als Kurzschluss-Schutz wirkt, auch wenn dennoch Strom fließt bis zur eingestellten Grenze. Der Ausgang ist allerdings Gleichstrom. Damit kommen wir aber klar. Ich brauche den Stelltrafo zur Bewertung der Motoren mit Strom und Spannung; er ersetzt mir das Meßgerät. Manche Motoren brauchen auch 24 Volt und ständig hat man auch mit Niedrigspannungen zu tun, z. B. um Glühlampen zu testen oder deren Spannung festzustellen. Also ist das Ding einfach unverzichtbar in der Werkstatt und ersetzt für Ausstellungen auch einen Fahrtrafo.
Ich besitze die amerikanische Version (die ein besseres Voltmeter hat, insbesondere bis 50 Volt, im Vergleich zur europäischen Version, bei der die Skala 0-35-50 am Anfang steht und schwer ablesbar ist). Ich werde auf jeden Fall einen 220-V-auf-110-V-Wandler verwenden, da es sich um eine amerikanische Version handelt (so habe ich auch mit alten Lionel-Transformatoren aus den 1950er-Jahren gearbeitet, die ebenfalls amerikanische Versionen waren).
Sollte ich im Hinblick auf den Kurzschlussschutz eine kleinere Sicherung als die 5-Ampere-Sicherung verwenden, die 3 Ampere liefert, damit sie im Kurzschlussfall auf die gewünschten 35-50 Volt reagiert?
Allerdings war der mechanische Stopp bei 50 oder 55 Volt mein erster Gedanke, da meine Spannung darüber hinaus unbrauchbar ist.
Ich werde zunächst beobachten, wie die sechs starkstromloks reagieren, und dann den mechanischen Stopp einbauen.
Die Leistung Das Netzteil, das Sie mir im Link geschickt haben, sieht sehr gut aus (es wäre der nächste Schritt, falls sich der Variac als gefährlich erweist). Soweit ich weiß, funktionieren diese Niederspannungsmotoren aber auch mit Gleichstrom.
Übrigens gibt es auf YouTube ein Video, in dem diese Motoren so verwendet werden …