der untere Dachabschluss.... da fehlen ca. 5mm, weil das Dach eingeklinkt wird muss es da genau halten, vielleicht doch besser ein Miniblech einlöten, Kolben mit kleiner Spitze.... alles Überlegungen...
ich bin überhaupt kein Freund von Kunststoff an alten Spielsachen.
Ich mag das Blech.
Das bedeutet nicht, dass ich nicht moderne Kunststoffe als Hilfemittel heran nehme. Doch am Ende soll es nur Metall sein.
Georg wird mit seiner Restauration in die Geschichte eingehen. Das mag jetzt vielleicht etwas hochtrabend klingen. Doch wie viele Wagen in diesem Zustand wurden bislang gerettet?
Das Ziel sollte nach meinem Empfinden sein, den original Eindruck und die Haptik wieder herzustellen. Das gelingt nicht mit 2-Komponenten-Füllmittel oder mit UV-Kleber.
angenommen, das beim Wagen verarbeitete Blech wäre 0,4mm, dann könnte ich doch ein 0,2mm Blech einlöten, Oberkante gleich und von unten den Rest auffüllen mit Löt, abdremeln und gut ist....
Du hast eine Überlappung, die würde einen Wulst bilden. In der Blechbearbeitung gibt es spezielle Zangen, kombinierte Lochzange und Absetzzange, die drücken das Blech, das angefügt werden soll um die Blechstärke nach. Dadurch gibt es an der Oberfläche keinen Überlagerung. Ohne Überlappung gibt es keine Verbindung.
Das ist jetzt für dieses Projekt ungeeignet, zeigt das grundsätzliche Vorgehen.
Die Zange ist für dieses Projekt nicht geeignet, es ist eine Möglichkeit, wie Bleche verbunden werden können.
Im Moment sehe ich keine Möglichkeit, ausgenommen des Schweißens, wie eine Verbindung der Lücke ohne Überlagerung hergestellt werden könnte.
Herzliche Grüße Heinz
Nachtrag, wenn die Verdickung, Überlappung nicht stört, würde ich da so machen.
Das Geschoss / Projektil hat das Blech an der Einschlagstelle gedehnt. Anzunehmen, dass das Blech auch dünner ist, biege ich alles wieder in den Ursprung zurück. Habe ich an der Dachkante keine gerade Linie, sondern eine nach aussen gekrümmte Linie. Um das wieder zu begradigen, muss ich also in der Einschlagstelle einen waagerechten Flexschnitt vornehmen, damit ich die gekrümmte Linie wieder begradigen kann. Dann kann ich verlöten und glattdremeln.....
Doch der Triebwagen hat jetzt Vorfahrt....
mit GRüssen Georg
Passt auf, die zweite Welle ist da, die Urlauber kehren heim und viele haben sich angesteckt....
Das Projektil ist an der Dachkante eingeschlagen, es ist rund gewesen, im Bereich des Einschlages war der Lack fest mit dem Blech eingebrannt, drumherum ist der Lack abgeblättert, neben dem Einschlag ist das Blech mehrfach nach innen kronenartig eingerissen und hat die Seitenwand mit nach innen gedrückt, das Projektil hat die gegenüberstehende Wagenwand durchgeschlagen....
Muss also auch nicht aus dem 2. WK stammen, könnte sich ein späteres Drama abgespielt haben, kein Rost, alles noch frisches Blech....
meines achtens ist es gut möglich Löcher zu dichten ohne Überlappung. Man kann ein Stückchen Blech einpassen und stumpf einlöten. Kleine Löcher kann man ohne Blech und nur mit Lötzinn dichten. Bestens man schneidet vorher quasi eine Pastille vom Streifen Lot. Ein Aluplättchen runter reicht schon um das Lot erst mal da zu behalten wo es sein soll. Um eine zu komplizierte Puzzle zu vermeiden schleife ich so viel wie möglich gerade Kanten. Das neue Blechteil soll zwar genau sondern nicht klemmend passen damit eine Haarspalte bleibt der sich füllen kann. Der Schweissnaht, gebildet durch Lot, bietet genügend "Fleisch", auch wenn sie nachher glatt gefeilt oder geschliffen wird.
Auf dem Bild: da war ein Loch eingebohrt oder sogar genagelt. Innen hätte ich das noch glatter schleiffen können, ich fand es für eigenbedarf erst mal gut. Oberkante (schwarz) sieht man nach lackieren nichts mehr. Grossere Bleche habe ich kein Bilder, funktioniert aber.
Der PLM Wagen war ladenneu, nicht gelaufen, das sehe ich an den Rädern, wahrscheinlich noch nicht mal verkauft, ich habe den Wagen für 50 Euro bekommen, der Zweite in gelb, vermutlich der Zwillingsbruder, wurde im Karton für 600 Euro verkauft. Ich bilde mir ein, dass der Karton ein Loch hatte, also wurde der Karton getauscht...
Gelegentlich plagt der Drang den Wagen weiter zu bearbeiten, heute, nach langer Zeit, nahm ich ihn aus dem Regal, soweit es ging alles geglättet, von hinten zugelötet und die Vorderseite abgedremelt so dass ich spachteln kann, ich muss spachteln, man wird es später sehen, ich hoffe, je nach den Arbeiten, so wenig wie möglich...
Die Farbe gibt es nicht, es ist eine Mischfarbe, und so mische ich auch, das helle Rot als Grundfarbe und anschliessend mit dem transparenten Blau drüber, ich habe es abschnittsweise gemacht damit ich sehen kann, ob der passende Farbton getroffen ist, die Probe wurde bereits lackiert...
Ein Projekt welches lange dauern wird, nicht immer habe ich den Nerv dazu, die andere Seite sieht schlimmer aus, da muss ich ein Stück Blech einlöten, aber ich habe jetzt die Zeit, um zu basteln, der Job pausiert bis zum Frühjahr...
Gespannt war ich auf das Tageslicht, ich denke es ist gut getroffen, wie gesagt, man wird es sehen, minimal, immerhin besser als der vorherige Zustand, die Überlegung, die andere Seite so zu lassen, wie sie eben ist, käme auch in Betracht, das muss noch überlegt werden....
Der erste Teil wäre fertig, die Fensterfarbe ist exakt übernommen, eine Mischung von gelb, braun und etwas rot, bevor der Klarlack aufkommt muss noch mit Wattestäbchen poliert werden damit die Übergänge der Farben einheitlicher sind, zwar sind die Farben gleich, und ich habe wieder eine gelochte Folie zum Sprühen genommen, doch sind die Dicken verschieden, trotzalledem glaube ich an ein schönes Ergebnis, wird nicht perfekt, für einen Laien genügt das aber....
Die rote Farbe wird nun spannend, die muss auf dem Objekt gemischt werden...
Der schwarze Lack sollte richtig durchtrocknen für eine neue Abklebung, in der Zwischenzeit bastelte ich die ersten neuen Fenstereinsätze mit den beidseitigen Blechen, habe ich noch nie gemacht, wollte es aber wissen ob das geht, es ist der erste Versuch, leider einen Millimeter zu hoch, ausserdem sind die noch nicht lackiert in grau...
Ein Stück Blech wird gekantet, anschliessend mit der Hand weiter nach innen gebogen, ich lege ein Stück Blech hinein und drücke im Schraubstock das Blech zusammen bis auf einen Millimeter, das eingesetzte Blech wird entfernt und an dem neuem Blech eine Markierung gezeichnet, etwa drei Millimeter, nun wird es abgeschnitten...
Wer mit der Blechschere umgehen kann weiss wie eine Blechschere gehalten wird damit das in der Hand befindliche Stück sich nicht biegt, ich habe das Endstück in der linken Hand und schneide den rechten Rest ab, dann muss ich die Schere nach unten drücken, somit verbiegt sich der rechte Rest und das in der linken Hand bleibt gerade, den Verlauf der Schneidkante entsprechend halten...
Das erste Fensterelement sieht schon mal ganz gut aus, für den ersten Versuch, weitere muss ich noch basteln, das heisst schon mal, weil die alten Fenstereinsätze völlig zerschossen waren, es ist möglich neue zu basteln....
Die Lackierung seitens Märklin war schon ein recht aufwändiger Arbeitsschritt, ich stelle mir das so vor: Dach, Gehäuse und Bodenblech gesprüht in grau, sowohl aussen und innen, quasi wie Grundanstrich, Gehäuse und Bodenplatte werden zusammengebaut, der rote (gelbe) Streifen an den Seiten wird angebracht, anschliessend die Fensterumrandungen, das Dach wird beigelegt und mit Schablonen der Endlack Schwarz aufgesprüht, die Zierstriche sowie Beschriftung zum Abschluss...
Dieses Modell war vor 1928 in der Produktion, ich weiss leider nicht genau wann, aber es zeigt sich, dass die Cellonscheiben vergilbt sind. Vielleicht kann ich noch zwei Blechstreifen retten für die Fenstereinsätze. Das Cellon selbst ist nicht zu retten...
Zwei alte Haltebleche sind gerettet und eingebaut, Wolfgang, WolKo, hatte mir seinerzeit ein paar Musterfolien geschickt, dafür nochmal ein herzliches Dankeschön, er ist einfach der Spezialist in Sachen Folien, dann entschloss ich mich eine Folie mit 300my zu verarbeiten, PET, das klappte auch sehr gut, damit hätte ich die Fenster fertig, das Neue wurde lackiert, das Alte bleibt wie es ist....
Je mehr ich an den Fenstereinsätzen bastele desto mehr Ideen kommen um sie besser und einfacher herzustellen, nun lege ich kein Blech zwischen den umgeknickten Blechstreifen sondern einen dünnen Stahlstab, damit hatte ich vor einiger Zeit die Steuerung der 2C2 vervollständigt, ausserdem ist der Stab länger und man kann ihn gut wieder herausziehen...
Wünsche Euch allen einen schönen Sonntag und mit GRüssen Georg
Nicht ganz zufrieden aber erleichtert weil ich den Wagen erstmal wieder zu den Zirkuswagen stelle, der Artistenwagen darf nicht fehlen, Farben fast getroffen, die gelbe Linien sind leider zu dick, aber für mich reicht das, der Vergleich sagt alles, die andere Seite lasse ich so, zumal das auch eine ziemliche Arbeit wäre und damit kann der Wagen auch etwas erzählen wenn er betrachtet wird...
Die neuen Fenster sind eingebaut, die Blechlaschen sind nicht umgeknickt für den Fall es später doch noch zu versuchen, nun sage ich mir dass die 50 Euro gut investiert gewesen sind, in jedem Fall eine kleine Bereicherung der Anlage, fährt der Wagen in die rechte Richtung sieht er klasse aus, und nach links sieht man den Durchschuss, was soll ich dazu sagen.... hat nicht jeder...
Georg, der sieht Klasse aus, Hut ab vor deiner Arbeit! Ein Versuch: wenn du die gelben Linien ein bisschen "schmutzig machst", dann leuchten sie nicht mehr so heraus und wirken dann vielleicht kleiner. Den Blechschaden auf der anderen Seite belassen braucht Mut; als "Nerd" würd ich das kaum aushalten... ;-) Gruß - spurnullo
...warum sollte man die Spuren der Zeit dieses einzigartigen Wagens tilgen wollen? SO erzählt er seine Geschichte, aus dunkler Zeit. Und den nachfolgenden Generationen zur Mahnung.
Einer der schönsten Züge auf der Anlage ist der Zirkuszug, mit dem neuen PLM Wagen ist der Zug komplett, symbolisch gesehen ist in den letzten zwei Rungenwagen alles verstaut was ein Zirkus braucht, wahrscheinlich bräuchte ich zwanzig dieser Wagen um den Zirkus realistisch darzustellen, die Lok fährt super mit allen Wagen, der Zug ist farbenfroh und ich könnte stundenlang fahren...
Vorerst bleibt der PLM Wagen so wie jetzt ist, der Vorschlag von Spurnullo wird aber umgesetzt...
Auch hier bin ich jetzt fertig mit dem Bericht über den PLM Wagen, hat mich wirklich gefreut diesen hier vorzustellen, für alle Beiträge, Ideen und Mails möchte ich mich bedanken, nichts gibt mehr Kraft als "nur" ein Schulterklopfen, in diesem Sinne...
Warum müssen die Folien-Scheiben durchgängig sein? Es lässt sich doch aus dem beschädigten Streifen ein Fensterstreifen mit Unterbrechungen basteln > die Haltebleche wie in #65, dann Folienstücke in Fensterbreite + 5mm einsetzen.
Und die Rückseite mit Einschuss als historisches Zeugnis so belassen. Im übrigen kann der Einschuss auch von Jugendlichen absichtlich herbeigeführt worden sein. Das bleibt alles Spekulation, zeigt aber im schlimmsten Falle den destruktiven Umgang mit Spielzeug. Ein Nachbarsjunge hatte ein Mobile aus AIRFIX-Fliegern, auf die er leider regelmäßig mit seiner „Zimmerflak" Luftpistole schoss.... Für ihn war das spaßig, weil sich die Mobile-Flieger in Bewegung nur schwer treffen ließen...
Volker, in #64 siehst du die vorhandenen Folien, ich könnte von 36 cm nur 28 cm gebrauchen, übrig bleiben aber die verbleibenden 8 cm, womit die ersetzen...? Dann ist eine ganze Folie wesentlich besser in die Blechstreifen einzuschieben als einzelne, ich muss die, wenn die Folien eingeschoben sind, unter Holzbacken zusammenquetschen, mit einzelnen Folien wird das etwas schwieriger, die Fenster werden statisch schief.... Für den Fall, weil der Wagen 1925 ein preiswerter Wagen war, und ich schon eine enorme Arbeit hineingesteckt habe, ist der neue Fensterzustand ok, der Wagen ist jetzt ein reiner Spielerwagen, ich werde niemals den Preis dafür bekommen den er im absolut unbespielten Zustand, wie er vorher mal gewesen ist, wert wäre... Das ist ein sehr schöner Wagen der mit Sicherheit seine Geschichte erzählen könnte, wie so viele alte Spielsachen die wir beschädigt erhalten und schätzen weil sie fast 100 Jahre alt sind...