Ein geniales Foto von einem schönen "Bausatz". Das wird wieder ein tolles Fahrzeug. Wie bei der Schwebebahn. Ich bin schon gespannt wie der ET fertig aussieht.
"Eisenbahnen sind in erster Linie nicht zur Gewinnerzielung, sondern dem Gemeinwohl verpflichtete Verkehrsanstalten..." Otto von Bismarck
Thema Trenngleise oder Gleisbereiche für den Bahnhof
Auf meiner Anlage sind mehrere Trenngleise verbaut, damit können gleich zwei Züge auf einem Kreis fahren wenn ein Ausweichstück eingeplant ist, in der Regel trenne ich den Mittelleiter was die leichtere Aufgabe ist, theoretisch kann auch der Massebereich getrennt werden, dazu müssen dann zwei Schienen getrennt sein, soweit alles klar....
Nun gibt es bei der Hochbahn nur Uhrwerksgleise und eine Oberleitung, die Gleise zu trennen dürfte eigentlich kein Problem sein denn im Bereich des Bahnhofes liegen die Gleise auf einem dünnen Holzbrett, die Trennung erfolgt Anfang und Ende des Bahnhofes an den Gleisstössen, Stift wird abgenommen und mit einem Stück aus Fliesenkreuz ersetzt, hier dann auch kein Problem...
Oder soll ich besser die Oberleitung trennen, was auch schwieriger wäre, dazu eine Beschreibung...
Udos Oberleitungen sind aus Schweissdrähte 2mm, Vollmaterial, es gibt Messingrohre ebenfalls 2mm, die passen in die Tüllen um die Oberleitungen anzuhängen, die Tüllen sind unten offen damit der Panto ohne Ruckeln über die Drähte streichen kann, die Unterseite der Drähte sind immer glatt und durchgehend...
Das Messingrohr wird getrennt, eingeschoben wird ein Kabel mit Draht innen zur Stabilisierung, von aussen schiebe ich ein Stück Isolierung aus einem roten Kabel über den inneren Draht, dann in das zweite Messingrohr einschieben und damit habe ich eine Trennung, doch vorher werden oben noch zwei Anschlussdrähte angelötet, siehe Skizze...
Wenn ich mir den gesamten Aufwand anschaue um die Oberleitungen zu trennen, dazu gehören auch die Kabelzuführungen, wird die Schienentrennung einfacher sein...
Was macht man sich Gedanken damit etwas funktioniert, aber immerhin... es ginge auch...
... oder Kunststoffrohr mit den Maßen wie das Messingrohr zu Buchsen geschnitten und innen auf einen Kunststoff-Rundstab gesetzt. Der wird dann in die Messingrohre geschoben, wie bei einer "Schienenisolierung".
Nur so eiine Idee, ist aber weniger kompliziert, finde ich.
wäre es einfacher, direkt am Mast ein zweites Röhrchen für den Fahrdraht isoliert anzubringen? Es könnten beide Fahrdräht nebeneinander liegen und es würde für den Pantogtraphen keine "el. Lücke" entstehen, weil die Fahrdrähte sich überlappen würden.
Ich habe vor Jahren mal ein Oberleitungsprojekt für Straßenbahnen angefangen:
ich habe mir seinerzeit auch Gedanken zur die Lokomotivsteuerung über isolierten Fahrleitungen gemacht. Eine Möglichkeit wäre das Anbringen von zwei nebeneinander liegenden und an jeweils einer auch nebeneinander, aber berührungsfreien Fahrdrahthalterung befestigten Fahrdrähten. Ist aber Fummelsarbeit.
Auch habe ich mir wie von Georg vorgeschlagen Gedanken über die Isolierung von Gleisabschnitten gemacht. Das gab es bei Märklin zumindest in Spur 1, denn ich habe solche Schaltgleise aus der Uraltzeit, die keine Metallverbindungsstifte, sondern schwarze Holzstifte aus einem bruchfesten tropischen Holz haben. Man könnte die jeweiligen Gleise mit Steckkontakten versehen und so den Nullleiter ein- und ausschalten.
Die Elektrik gehört aber in die Oberleitung. Damit kann man die Sache auch klarer machen, wiel man genau weiß wo der Stromabnehmer ist. Wenn man über die Masse geht muss man dann die Züge mit allen Rädern beachten. Vielleicht sieht die Anlage ja auch mal Wagenzüge, nicht nur die speziellen Triebwagen.
Ich habe bei der Drehstrombahn kaum Nachteile mit dem "Drüberhubbeln" der Panthos. Daher verwende ich zum Verschrauben der Oberleitung Lüsterklemmen, bzw. die Einsätze davon. Die kleinste Größe, innen gerade man 2,5 mm oder geringer. Davon habe ich noch sehr viele und kann abgeben. Die sind vernickelt für Schrauben M 2,6.
Mir fällt allerdings aktuell auch keine gute Idee für Isolation im Zusammenhang mit den Lüsterklemmen ein.
Aber vielleicht diese Idee: Du hast doch mit jedem Masten eine potentielle Einspeisung. Also jeder Draht an einem Mast ist ein Pol. Dann steckst Du die Drähte nur mit einem (goldfarbenen) Plastikröhrchen zusammen, so dass sich die Drähte nicht berühren. Du musst nur an die Metallausleger der Masten die Einspeisung legen. So kannst Du auch kurze Abschnitte machen. Dann kommen auch keine wilden Kabel an die Oberleitung, wo man aufpassen muss dass sie glatt liegen und sich nicht mit den Panthos verheddern.
Du lötest einfach einen grauen Draht an den Ausleger, bohrst unten durch den Mast ein feines Loch, Kabel durch, Knoten am Mast, damit ist der Draht nach oben straff. 2,5 mm Märklin-Steckerchen angeschraubt, fertig ist die Einspeisung. Das geht schnell und einfach.
Zitat von ypsilon im Beitrag #131Die Elektrik gehört aber in die Oberleitung. Damit kann man die Sache auch klarer machen, wiel man genau weiß wo der Stromabnehmer ist. Wenn man über die Masse geht muss man dann die Züge mit allen Rädern beachten. Vielleicht sieht die Anlage ja auch mal Wagenzüge, nicht nur die speziellen Triebwagen.
Ja, das sehe ich auch so, nur ist es viel Arbeit und ich habe auch eine gute Lösung gefunden, wenn es um die Oberleitung geht. In das Messingröhrchen passen genau 1,2mm, und es gibt Perlonfaden, oder Nylonfaden in 1,2mm, dieser Faden wird mit dem Abstandshalter (rot) eingeklebt, damit erhalte ich feste Oberleitungsteile...
Wechsele ich jedoch zu der Schienentrennung, was eleganter zu lösen wäre, (und du hast Recht wenn ein längerer Zug dort steht, dann klappt das auch nicht weil Masseverbindung) weil man die Kabel besser verstecken kann, und ob jetzt Plus an der Oberleitung oder Masse, das sei doch egal denn die Züge fahren auch rückwärts und durch den Polwender. Habe ich beides in der Oberleitung...
Das aber wird noch überlegt, bedanke mich sehr für Anregungen, diese nützen sehr viel...
Mein Plastikröhrchenvorschlag hat den Nachteil, dass ein vollisoliertes langes Stück entsteht, eben das übergezogene Röhrchen.
Wenn du ein Messingrohr nimmst, auf einer Seite innen 2 mm (2,05...) und auf der anderen Seite größer und dort zur Isolation das Plastikröhrchen einsetzt, sind die Drähte untereinander auch isoliert, aber außen nicht.
Der Nachteil: der etwas größere Außendurchmesser als 2 mm, aber es hubbelt auch nur einmal am Beginn des Röhrchens. Und die Funken beleben das Spiel bei Nacht.
(Wilms gibt aktuell Weihnachtsrabatt!)
Du kannst auch im Mast unten ein größeres Loch bohren und dort das Innere so einer 2,5 mm Steckmuffe einsetzen. Vorher Draht sicher anlöten. Oder du bohrst durch und setzt eine Hohlniete mit innen 2,5 mm Durchmesser als Buchse ein. Das wäre Technik auf dem Stand der 50er Jahre. Vorteil der Lösung: Feste Steckverbindung, es steht nichts vor, wird der Anschluss nicht benötigt sieht man fast nichts und die Verkabelung ist auch unten und gut versteckbar.
Und zwar nimmst du genau deine / Udos Idee mit dem 3/4-Röhrchen.
Also ein Rohr mit innen 2 mm. Zwei kurze Stück davon, vielleicht je 30 mm. Die verbindest du mit einem Isolationsstück (Kunststoff) mit Durchmesser 2 mm und Länge ca. 30 mm. Du steckst die zwei Rohre je bis zur Mitte auf den Kunststoff, mit etwas Lücke zur Isolation. Dann schleifst du das 1/4-Teil unten weg.
Dann hast du zwei 30 mm Röhrchen 3/4 Umfang, die mittig über den Kunststoff mechanisch verbunden sind und je 15 mm Stecklänge für den Fahrdraht 2 mm.
Ypsilon, deinen Vorschlag finde ich gut. Je 30 mm finde ich aber zu viel. Es dürfte auch bedeutend kürzer gehen bzw. halten.
Und noch etwas, was ich noch nie geschrieben, aber schon ausprobiert habe. Ich habe ja die Halteröhrchen von unten angefeilt, damit der Pantograf an der Übergangsstelle nicht ruckelt.
Dieses Auffeilen ist nicht unbedingt nötig, denn wenn ich vom Halteröhrchen unten nur beide Enden etwas rund feile, reicht das für einen ruckelfreien Betrieb schon aus, denn der Höhenunterschied zwischen der Außenkante des Röhrchens und dem Pantografen beträgt nur 0,25 mm.
Was die Anschlussmaste für den Strom angeht, lässt man einen Teil der Halterung (Silberdraht, 2 mm) hinten rausstehen und montiert daran eine Steckdose, siehe nachfolgendes Bild:
So hat man keine in der Gegend herumhängende Kabel usw. und das Ganze sieht professionell aus. Die Metallsteckdosen sind von Trix.
Wer sich für den Bau der Oberleitungsmaste interessiert, kann hier im Nachbarforum einen Beitrag von mir nachschauen:
Ich Frage mal in die Runde: Ihr habt an Streckentrenner wie bei der großen Eisenbahn gedacht? Eine alte Hohlprofilweichenzunge (TT oder N) wird an der Herzstückseite an den einen Fahrdraht gelötet. Der zu isolierende Draht wird in der Weichenzunge befestigt. So entstehen zwei Kufen links und rechts des zu isolierenden Fahrdrahtes. Der Stromabnehmer streicht schadlos drunter. Ein Trenner vor- und einer hinter das abschaltbare Stück und fertig. Wenn ich Zeit finde, hänge ich eine Skizze an. VG Roman
"Eisenbahnen sind in erster Linie nicht zur Gewinnerzielung, sondern dem Gemeinwohl verpflichtete Verkehrsanstalten..." Otto von Bismarck
30 mm ja klar, man muss es ausprobieren. Die 3/4 offenen Rohre leiern ja sicher auch mal aus. Daher fand ich die 15 mm Stecklänge nicht zu groß. Es gibt ja auch Bewegung in der Fahrleitung.
Bei deinem Mast ist doch unten der Steckkontakt drin und ein Kabel an den Ausleger. Warum wird das nicht weiter verfolgt?
Am einfachsten für mich ist der Selbsttest, zuerst die einfache Variante....
Drei Maste, am ersten und letzten wird getrennt, die Mitte bekommt direkt Strom, der dann zugeschaltet werden kann. Daraus habe ich mal eine Skizze gemacht...
Erster Test mit einem Rohling, aber komplett, Motor überholt und acht Radsätze kugelgelagert, damit läuft der Zug sehr gut...
Die Pantos habe ich bei ETS in Prag bestellt, gleich fünf Stück. Ich glaube, sie sind jetzt vorerst nicht mehr auf Lager, denn es waren nur fünf vorhanden. Sie sind minimal grösser, aber sehen ganz gut aus, und die werden auch eingebaut...
Was die fehlenden Türen betrifft, da muss ich mich herzlich bedanken ins Forum. Gestern sind weitere neun Türen eingetroffen, jemand hat mir gleich drei Wagen geschickt. Damit habe ich einen Zug komplett, ich hoffe bis Oktober 2026 noch alle Türen zu bekommen...
Die Überlegung ob denn drei komplette Züge entstehen werden, während der erste Zug langsam entsteht, habe ich dauernd, momentan habe ich etwas Zweifel bin aber optimistisch wenn nur zwei Züge am Ende in Berlin fahren...
Es ist aber schön in meiner Werkstatt wieder an einem Projekt zu sitzen und wenn mich meine Freundin zum Weihnachtsmarkt drängt habe ich schon wieder Heimweh....
Noch nicht ganz fertig aber langsam ist die Fertigstellung erreichbar, die Inneneinrichtung ist lackiert, das Gehäuse hat den Endlack bekommen, jetzt erst kann ich mir den Zug gut vorstellen, Kabel hängen noch lose herum und es sind noch viele Kleinigkeiten zu erledigen...
Mit zunehmenden Projekten fällt mir auf dass meine Kondition langsamer wird, vielleicht werden die Projekte einfach zu gross obwohl sie normalerweise kleiner sein müssten, ich mute mir also etwas zu was ich langsam nicht mehr schaffe, dabei denke ich sehr an die 561 die ich vermutlich tatsächlich nicht mehr schaffe, zumindest alleine nicht...
Und die Zeit vergeht wie im Flug wenn die Werkstatt aufgesucht wird, unglaublich...
ich weiß nicht ob es hilft, aber vielen von uns geht es genauso wie dir. Sicherlich schrauben wir nicht alle an vergleichbaren Großprojekten... Dennoch haben wir alle immer irgendeinen "Abgabetermin" im Nacken der uns vorantreibt. Ob es drei, zwei, einer oder zwölf Züge werden, ist am Ende gar nicht so wichtig. Wichtig ist das du Spaß beim Bau hast. Ich kenne das bauen unter Dauerstrom und den Drang immer etwas fertig zu bauen. Das ist gut, es treibt voran. Aber: spätestens wenn die Gedanken um nichts anderes mehr kreisen, wird es ungesund. Dann ist es vielleicht ratsam mal für einen Tag alles beiseite zu legen und Übermorgen mit mehr Kraft weiter zu machen. Paradoxer Weise gelingt ein Projekt damit meist besser. Was ich eigentlich sagen will: Ich bewundere deinen Durchhaltewillen, sehe begeistert die Fortschritte. Trotzdem passe bitte einfach drauf auf das du selbst die größte Freude dabei hast ohne dich aufzuarbeiten. In diesem Sinne, Allen einen schönen Feierabend gewünscht.
"Eisenbahnen sind in erster Linie nicht zur Gewinnerzielung, sondern dem Gemeinwohl verpflichtete Verkehrsanstalten..." Otto von Bismarck