nachdem kürzlich eine Lok aus London bei mir eingetroffen ist, kann ich berichten: Neben dem Kaufpreis von 190 GBP wurden 74,23 GBP für Versand und Einfuhr mit dem weltweiten Versandprogramm von Ebay fällig. Immerhin: Der Versand hat prima funktioniert.
als ich vor Jahren noch öfters mal in USA eingekauft habe, vor vielen Jahren (!), fühlte ich mich auch so manches mal abgezockt von Pitney Bowes. Und von anderen damals existierenden, auch hier in Deutschland ansässigen Verzollungsdienstleistern. Ich hatte es mir damals zur Gewohnheit gemacht, die Versender zu bitten, auf der Zollerklärung die Verfügung "SELBSTVERZOLLUNG - CUSTOMS TO BE CLEARED BY RECIPIENT" anzubringen, und zwar in Großbuchstaben (also BOLD LETTERS). Die meisten Sendungen gingen dann tatsächlich übers Zollamt Stuttgart Hafen und ich erhielt eine Mitteilung mit der Aufforderung zur Erklärung und Abholung. In diesen Fällen musste ich dann immer nur die Einfuhrumsatzsteuerbezahlen. Zwar musste ich den Gang zum Zollamt selber machen, aber das war für mich deutlich billiger als die von den Dienstleistern geforderten Gebühren für ihre sogenannten DIENSTLEISTUNGEN.
Ob das heute noch so gilt, weiß ich natürlich nicht. Aber ich habe zwischenzeitlich bei einem Kauf in UK den Verkäufer gebeten, die Zollerklärung C23 korrekt auszufüllen und "Selbstverzollung" draufzuschreiben. Es ging um knapp 30,- €, also eigentlich einfuhrumsatzsteuerpflichtig. Stattdessen lag dann das Päckchen wenige Tage später bei mir vor der Haustüre (Ablagevertrag!), mit grünem Aufkleber: von zollamtlicher Behandlung befreit.
Das wird noch ein Weilchen dauern, bis das Verfahren für die Bürger durchschaubar wird.
ich denke, dass es in meinem Fall ohne Pitney Bowes und bei Selbstverzollung sicher etwas günstiger geworden wäre. Sei es drum: Es gibt Modelle, die möchte ich einfach haben. Die Freude beim Auspacken hat für den finanziellen Aufwand entschädigt.
Insgesamt habe ich für mich mitgenommen, dass es mit dem Versand aus GB jetzt leider etwas schwieriger und teurer wird. Die Modelle aus England haben es mir trotzdem angetan und ich werde mich davon nicht abschrecken lassen.
So ist es: Wenn einem etwas besonders gefällt, kann auch Pitney-Bowes nicht abschrecken. Ich habe mir einmal eine dünne Broschüre in den USA gekauft, die wirklich selten war. Der Kaufpreis lag bei unter 10 EUR, aber Pitney-Bowes nahm über 30 EUR für seine DIENSTLEISTUNG. In dem Fall war mir das aber egal, weil ich etwas Rares bekommen habe.
danke für Deinen Bericht. Ich werde dann wohl in Zukunft 2-3 mal prüfen, ob ich in GB etwas wirklich ersteigern will. Naja, die Briten wollten es so, sehr schade.
Ingo, das ist etwas anders: Wenn in GB (oder USA) jemand etwas bei eBay einstellt, dann ist schon vorher angeklickt, dass der Verkäufer mit einer Abwicklung über Pitney-Bowes einverstanden ist. Ist er es nicht, muss er das Häkchen dazu entfernen. Das machen allerdings viele Verkäufer nicht, aus Versehen oder Unwissen oder weil sie nicht damit rechnen, dass auch Interessierte aus dem Rest der Welt so etwas kaufen würden. Und sie wissen nicht, zumindest erst einmal nicht, welche zusätzlichen Kosten auf den Käufer zukommen.
Tatsache aber ist, dass durch diese Umstände mit den horrenden zusätzlichen Kosten jede Menge potentielle Käufer nur selten oder auch gar nicht mehr auf solche Angebote achten.
entscheidend ist, ob sich der Verkäufer dafür entschieden hat, am "Programm für den weltweiten Versand" von ebay teilzunehmen. In englischen Auktionen findet ihr dann diesen Text:
"This item will be sent through the Global Shipping."
Wenn "Global Shipping" gewählt ist, erfolgt der Versand über Pitney-Bowes.
Kleinere Pitney-Bowes-Sendungen wurden bei mir regelmäßig in einem dunklem Plastik-Beutel angeliefert. Offenbar ist es günstiger, auf die Verpackungen des eigentlichen Versenders zu verzichten und die Artikel in diesen Beuteln in Containern oder anderen Großbehältern zu versenden. Es passen dann viel mehr Sendungen rein. Da kann es dann schon mal passieren, dass Signalflügel oder andere Teile verbiegen oder gar abbrechen.
Nr. 14, Haftungsbeschränkung, das ist eine Lachnummer. Ich wusste gar nicht, wieviele verschiedene Schäden es bei einer Sendung geben könnte. Und natürlich, wie zu erwarten:
fast ABSOLUT KEINE HAFTUNG !!!. Und wenn doch irgendwie, dann bis maximal 100 $.
Hoppla! Das Paket aus England ist da. Letzten Dienstag abgeschickt, heute Montag da. Damit wäre ich auch zu Zeiten von Nicht-Corona und Nicht-Brexit sehr zufrieden gewesen. Was mich sehr wundert: Das Paket ist direkt bei mir gelandet, nicht beim Zoll. Auch recht. Jetzt geht es ans Auspacken. Viele Grüße Karl
Harry wartet schon lange darauf, was eigentlich drin war in dem Paket. Die Black Prince ist stümperhaft mit schwarzer Farbe überstrichen und die mittlere Achse am Tender fehlt. Das wusste ich aber, genauso wie ich wusste dass bei der Kraftlok der Brenner fehlt. Bin schon am Basteln, mich wundert, dass der Tank so klein ist. Falls jemand eine solche Kraftlok mit Brenner hat, kann hier gerne ein Foto vom Brenner gezeigt werden. Aufgrund der Brandspuren am Kessel bin ich mir nicht sicher, ob ein Docht reicht oder ob es doch zwei sein müssen. Falls zwei Dochte, wahrscheinlich einer vor und einer hinter der ersten Achse. Und die Entlüftung würde mich interessieren. Über dem Tank ist nämlich kein Loch in der Lok, in das das Entlüftungsröhrchen hineinlaufen könnte. Viele Grüße Karl
Harry, Flachschiebersteuerung. Und diese Schwarzen Prinzen mit dieser Steuerung sind aus der Zeit vor dem 1. WK? Dann ist das ja ein richtig altes Teil. Da die Lok aus England stammt, könnte sie aus den Anfangszeiten der Handelsbeziehungen Bing/Bassett-Lowke stammen. Staunt Karl
Mein erstes Paket aus GB nach dem Brexit ist am 13.02.2021 bei mir angekommen. Abgesandt am 30.01.2021, Inhalt: Drei engl. TRIX-Express Personenwagen.
Als Geschenk (Gift) deklariert!?
Jetzt endlich kann ich mir konkret ausrechnen, was mich so ein Kauf in GB künftig kosten wird: Warenwert umgerechnet von GBP auf Euro 53,60 Porto....................................................... 18,85 Zwischensumme....................................... 72,45
Ich verstehe die Post nicht. Es ist doch kein Zoll, sondern die Einfuhrumsatzsteuer. Zoll gibt es für Modelleisenbahnen nicht. Für die Einfuhrumsatzsteuier ist es richtig gerechnet und die Post nimmt dafür moderate 6 Euro. Das ist OK und spart den Weg zum Zoll, welcher die Einfuhrumsatzsteuer erhebt.
Eigentlich ist es einfach, wenn man bei den Begriffen bleibt.
Wahrscheinlich steht bei der Post einfach Zoll, weil es die "INSTITUTION ZOLL" betrifft, die aber eine Steuer erhebt.
mein Paket aus GB ist soeben durch die Post zugestellt worden. Mein Zusteller hat den geforderten Betrag (19%MwSt) +6€ Gebühren vor Ort in bar kassiert.
Mir bietet die Post auch immer den Service an, die Sendung zollamtlich abzufertigen. Das spart den Weg zum Zollamt - 2x20km - ist aber mit 26,00 € ziemlich teuer. Also fahre ich dann selbst nach Mölln zum Zoll.
Heute kam wieder eine Sendung aus GB bei mir an: Ein Papptunnel für 1 £, verpackt und beschriftet mit der Zollerklärung CN22. Gekauft und bezahlt vor 3 Tagen - heute hier! Prima!!!
Ich habe neulich 270 Euro nach GB überwiesen und dafür musste ich 37 Euro Zahlungsgebühren bezahlen. Das sind knapp 14%. Es wird immer schlimmer mit den Insulanern.