das ist ein schönes Projekt! Ich bin bisher auch davon ausgegangen, dass die runde Version eine frühere sein muss. Diese Lokomotive wurde von 1909-15 gebaut. Sowohl im Katalog von Godey 1909: https://bibliotheques-specialisees.paris...002030064/v0018
Vielleicht hat jemand einen passenden Kataloghinweise. Auch ob diese Lok immer mit wasserführendem Tander verkauft wurde, wäre interessant zu wissen.
Bei der Lackierung müsste untersucht werden, ob noch Spuren der Originallackierung zu finden sind. grundsätzlich gab es die Lok in schwarz und grün. Die Linierung und Beschriftung gab es wohl über die Jahre in verschiedenen Versionen.
beim Personenwagen gibt es Merkmale wie die einzeln gedrückten Nieten, die keine wirtschaftliche Serienproduktion zulassen.
Deine Lok ist noch ziemlich vollständig. Weil das Vorlaufdrehgestell tendenziell entgleist, wurde es oft demontiert und ging verloren.
Bei meiner grösseren Spirituslok von Bing (11/227/1) sieht der Vorläufer so aus (jemand hat eine schlechte Restauration begonnen):
Die originalen Bing-Räder haben 21mm Laufraddurchmesser:
Diese sind aber nicht als Reproduktion erhältlich und wohl nur mit Kauf einer anderen Lok als Ersatzteilspender verfügbar. Ansonsten gibt es Märklin-Räder mit mehr Speichen:
Dein Brenner ist vorhanden. Bei nicht vollständigem entleeren ist er durch das im Ethanol enthaltene Wasser oft durchgerostet.
Wenn du Masse brauchst, melde dich. Räder habe ich nur neuere, vielleicht hat sonst jemand welche, mit Aufwand lassen sich die auch nachgiessen.
das Vorbild Deines Wagens ist ein sogenannter "Hechtwagen" (Klick). Ab 1930 wurden solche Wagen auch in Polen gefertigt. Im Museum in Skierniewice (Klick, nach unten scrollen, 12. Wagen) ist ein solcher zu finden. Dein Wagen hat auch eine seltene Spurweite (Klick) von 41 mm und scheint daher im Maßstab 1 : 35, also etwas kleiner als Spur 1 gebaut worden zu sein. Auch die aufgelöteten Messingstreifen und Fensterumrandungen sprechen für eine, allerdings gut gemachte, Handarbeit. Möglicherweise wurden Teile von Bing verwendet.
Zusätzlich zu meinem vorherigen Beitrag, in dem ich erwähnte, dass es sich bei dem Wagen um einen Hechtwagen handelte (was von Jürgen bestätigt wurde):
Soweit ich weiß, wurden vom Hechtwagen keine Weißblechmodelle hergestellt. Um eine Vorstellung davon zu geben, wie ein Modell aussehen könnte, hier ein paar Bilder eines H0-Kunststoffmodells aus meiner Sammlung. Beachten Sie, dass die Fensteranordnung sehr ähnlich ist!
Können Sie uns sagen, um welchen Hersteller/welche Marke es sich dabei handelt, und haben Sie ein Bild eines Wagens der ersten Klasse (mit sieben Fenstern)?
Hallo Fred Die Frage an Sandor kann ich Dir am besten beantworten, denn ich hatte dies Wagen vor etwa 10 Jahren hergestellt. Es entstanden drei Züge mit jeweils 7 Wagen, Post, Pack sowie Sitzwagen 1-2-3 Klasse. Die Seitenwände enstanden in Ätztechnik aus Messing, die Dächer wurden in Weisblech ausgeführt. Die Drehgestelle entstanden in Italien. Gruß Frank
Es war mir die Ehre, diese tolle Wagen mal mit meiner MÁV Br.242 (-- by David Argent --) schleppen zu dürfen. Die MÀV Br. 242s, als leichte Schnellzugloks, hatten öfters ihre Runde damals mit Hechtwagen gemacht, also das war so ganz authentisch. VG, Sandor
beim Personenwagen gibt es Merkmale wie die einzeln gedrückten Nieten, die keine wirtschaftliche Serienproduktion zulassen.
Deine Lok ist noch ziemlich vollständig. Weil das Vorlaufdrehgestell tendenziell entgleist, wurde es oft demontiert und ging verloren.
Bei meiner grösseren Spirituslok von Bing (11/227/1) sieht der Vorläufer so aus (jemand hat eine schlechte Restauration begonnen):
Die originalen Bing-Räder haben 21mm Laufraddurchmesser:
Diese sind aber nicht als Reproduktion erhältlich und wohl nur mit Kauf einer anderen Lok als Ersatzteilspender verfügbar. Ansonsten gibt es Märklin-Räder mit mehr Speichen:
Dein Brenner ist vorhanden. Bei nicht vollständigem entleeren ist er durch das im Ethanol enthaltene Wasser oft durchgerostet.
Wenn du Masse brauchst, melde dich. Räder habe ich nur neuere, vielleicht hat sonst jemand welche, mit Aufwand lassen sich die auch nachgiessen.
Zitat von sammelwahn im Beitrag #32Im Buch "Gebrüder Bing zur Vorkriegszeit 1912-1915" sind im Anhang diverse schwarz-weiss Fotos, da ist ein Bild von genau dieser Ausführung zu finden.
mit bestem Gruß
Arne
Danke!
Gibt es sonst noch etwas zu diesem Modell geschrieben?
der Brenner ist das unten eingeklinkte Metallgefäss mit den zwei Röhrchen, hier bei einem englischen Modell von Bing:
Beim Vergaserbrenner wird der Brennspiritus mit einer Pilotflamme vergast um oben an den zwei Röhrchen dann mit mehreren kleinen Flammen das im Kessel der Lokomotive befindliche Wasser zu heizen. Über die Dochtlänge an der Pilotflamme kann die Heizleistung reguliert werden.
Bing war ursprünglich eine Handelsfirma und hat viele Produkte von Lieferanten bezogen. Bis etwa 1903 wurden Spirituslokomotiven von Jean Schoenner produziert. Vieles an den Lokomotiven wurde von Bing durch Gerbrauchsmuster und Patente geschützt. Wenn du willst, kann ich dir die DRGM und DRP zu deiner Lokomotive zusammenstellen.
Auch ist ev. der Lieferumfang der Lok von interesse. Neben einer Gebrauchsanleitung waren diverse Oelfläschchen, Trichter und Massbecher dabei. Eine solche Lok wurde wohl in einer Holzkiste verkauft.
Zum Betrieb der Lokomotive gibt es einiges zu finden, aber das Beste wäre wohl, sich von jemandem in der Nähe eine Vorführung geben zu lassen.
Zur Geschichte von Bing ist einiges vorhanden, ab dem 1. WK hat die Firma expandiert und viele Beteiligungen gehabt, wodurch dann das Ganze unübersichtlich ist.
Wenn du für die Dokumention der Restauration mehr Hintergrundinformationen benötigst, melde dich..
bei meiner Lok wurde rumgebastelt: Die Speisewasserpumpe im Führerstand fehlt, einen Oeler in der Rauchkammer hat sie auch nicht (fehlt er im Original?). Der Oeler war 1909 wohl schon Standard: 77f DRGM-368566 Vorrichtung zum Oelen von Spielzeugdampfmaschinen mit in den Kessel eingebautem Oelbehälter. Nürnberger Metall & Lackierwaarenfabrik vorm. Gebrüder Bing Akt. Ges., Nürnberg 11.02.1909 N 8318
Der Dom beim Sicherheitsventil ist aus Aluminium, was auch ungewöhnlich erscheint. Der Vorläufer passt, die Räder haben aber 10 Speichen. Beim Brenner wurde das Entlüftungsröhrchen entfernt und der Brenner an der Stelle zugelötet.
Wenn du trotzdem irgendwelche Daten dieser Lok brauchen kannst, melde dich.
Zitat von sammelwahn im Beitrag #32Im Buch "Gebrüder Bing zur Vorkriegszeit 1912-1915" sind im Anhang diverse schwarz-weiss Fotos, da ist ein Bild von genau dieser Ausführung zu finden.
beim Personenwagen gibt es Merkmale wie die einzeln gedrückten Nieten, die keine wirtschaftliche Serienproduktion zulassen.
Deine Lok ist noch ziemlich vollständig. Weil das Vorlaufdrehgestell tendenziell entgleist, wurde es oft demontiert und ging verloren.
Bei meiner grösseren Spirituslok von Bing (11/227/1) sieht der Vorläufer so aus (jemand hat eine schlechte Restauration begonnen):
Die originalen Bing-Räder haben 21mm Laufraddurchmesser:
Diese sind aber nicht als Reproduktion erhältlich und wohl nur mit Kauf einer anderen Lok als Ersatzteilspender verfügbar. Ansonsten gibt es Märklin-Räder mit mehr Speichen:
Dein Brenner ist vorhanden. Bei nicht vollständigem entleeren ist er durch das im Ethanol enthaltene Wasser oft durchgerostet.
Wenn du Masse brauchst, melde dich. Räder habe ich nur neuere, vielleicht hat sonst jemand welche, mit Aufwand lassen sich die auch nachgiessen.
Dabei wurden wohl im Lauf der Produktion verschiedene Räder eingesetzt. Ich denke dass diese grösseren Räder in späteren Produktionsjahren durch kleinere ersetzt wurden. Die gegossenen Laufgestelle am Tender sind am Ende durch Blechlaufgestelle ersetzt worden und der Tender bekam eine einfachere Form ohne die Aufklappbaren Kästen.
Weil der Vorläufer nur lose aufliegt, muss es nur optisch stimmen.
1902 waren dies die als Einzelteile verkauften Räder, wobei das Cuivre nicht Kupfer sondern Messing war. Largeur de course ist der Zapfenabstand.
Hallo zussamen, Ich arbeite die ganze Zeit mit der Lokomotive. Ich untersuche Malschichten. Weiß jemand, welche Art von Farbe oder Lack Bing verwendet hat? Zum Beispiel. Ich weiß, dass es keine Ölfarbe ist, weil die Reaktionen negativ waren. Mein Professor sagt, es könnte Nitrozellulosefarbe sein. Was denken Sie? Und neue Fotos.