auch ich mache mir Gedanken zur Steuerung deines schönen Schiffes, damit das Ruder nicht zu weit aus dem Rumpf ragt.... was meinst du zu dieser Lösung, das Rote ist die Steuerung des Ruders, das Steuerrad wird nur aufgesteckt....
Moin. Vergiß das mit dem Kardan ruhig wieder, wird zu kompliziert. Außerdem müßtest Du da ja unten mit einer Dichtung arbeiten. Ich kenne sowas im Spielzeugbereich nur mit einem durchgehenden Röhrchen, worin die Achse für das Ruder läuft (unten fest eingelötet, oben guckt es durch das Deck und schließt fast bündig ab). Da kann auch nichts undicht werden. Da dieses Schiff ja ein Unikat ist, wer hindert Dich, die Pinne nach hinten zu nehmen? Ist zwar sicher ungewöhnlich, aber machbar. Kämest Du vlt. mit dem Platz besser hin.
vielen Dank für deine Zeichnung. Mit einer Kardan-Umsetzung könnte ich einen Versatz herstellen. Die "Pinne" ist übrigens die Arretierung, damit das Ruder sich nicht verstellt.
Ich denke, den Fehler gefunden zu haben. #298 das Ruderblatt sitzt viel zu nahe am Rumpf. Es müsste, damit an Deck alles stimmt, um ca 1 cm weggerückt werden. Ich habe das mal gestellt.
Durch die Öffnung der Scheibe sieht man die 1 cm Markierung. Das Ruder sitzt ein wenig weiter vorne.
Märklin hat unter der Nummer 1062 einen Schraubendampfer herausgegeben. Offenbar wurde der gleiche Rumpf verwendet. Dadurch muss genügend Platz zwischen Rumpf und Ruderblatt für die Schiffsschraube sein. Leider habe ich kein gemeinfreies Foto.
Nun stellt sich allerdings die Frage, wie kann ich eine Gussform erstellen? Ich könnte das Steuerrad drehen, fräsen bohren und mit den Kugeln garnieren. Nur das bringt nicht gewünschten Eindruck.
Ich überlege, die Gussform zu schnitzen. Nur, ich habe noch nie etwas geschnitzt. Wie haben sie das nur damals gemacht?
Schraube, bei einem Raddampfer? Und die Dichtung für's Ruder wird ja mit dem Röhrchen umgangen. Es müßten also nur Dichtungen an den Schaufelrädern eingebaut werden. Da die aber über der Wasserline liegen, brauchen die nicht Druckfest sein, sondern nur Spritz- oder max. Strahlwasser abhalten(falls mal ne Welle kommt oder der Kahn weit krängt)
Hohl-Kugeln kann ich dir anbieten. Neusilber versilbert, mit durchgehendem Loch. 6 und 8 mm Durchmesser. Ideal zum Aufstecken auf einen Draht an der Seite des Ruderrades. Ich würde 6 mm empfehlen. Die wirken aber kleiner als 6 mm.
Schnitzen soll doch ganz einfach sein, habe ich mal gehört. Einfach wegschneiden, was zu viel ist. *grins* Wie wäre es mit einer Holzscheibe und denn Löcher bohren und ausfeilen/fräsen, bei größeren Sachen vlt. noch Laubsäge. Oder Du suchst mal im Modellbaufachhandel. Da müßte es sowas doch geben.
ich würde einen inneren und einen äußeren Ring aus Messing drehen, jeweils 6 Löcher auf dem Unfang bohren und dann 6 Speichen mit Kugelansatz drehen und einlöten.
Der Absatz ist nicht gewollt. Das war damals so (und ist auch heute noch ein Problem): Das Modell für das Gießen besteht aus zwei Teilen, die durch einen oder zwei Führungen verbunden sind. Die werden in zwei übereinanderstehenden kleinen Kästchen eingeformt, in diesem Fall mit einer Kunststoffmasse. Wenn die hart bist, wird die Masse zwischen den beiden Kästchen aufgeschnitten und die beiden Formteile entnommen. Danach fügt man die beiden Kästchen wieder zusammen. Nun kann es sein, dass die Kästchen aus Versehen verdreht werden. Dann gibt es beim Gießen einen Versatz.
Beim Frankfurter Blechbahnstammtisch haben wir den Markus, ein begnadeter Zinngießer. Ich würde die Teile, also auch den Delphin usw. von ihm gießen lassen. Anschrift bzw. Telefonnummer hat der Wolfgang Koch = WolKo.
Au Backe, stimmt, Schiffsschraube entfällt ja, sorry, muss jetzt grinsen.....
Das Steuerrad... wenn ich mir das so anschaue, ein altes Gussrad mit sechs Speichen, Spurkranz abfeilen und Galeriestangenhalter draufschrauben, dann rot anpinseln, natürlich die Löcher zulöten....
Für das Steuerrad würde ich ein altes Zahnrad aus einem Wecker nehmen und ein innen geschlitztes Röhrchen als Rand drüber löten. Oder eben eine Gussform basteln aus einem Ring, Drähten als Stern und Kugeln außen rum - das alles beim Abformen in die Knete platzieren (jeweils lose), dazu muss ja das Modell nicht fest gebaut sein, die Endform entsteht beim Ausputzen der Gußform.
Mal was anderes, wenn man an dem Steuerrad , was direkt auf dem Blatt sitzt, nach rechts dreht, dann fährt das Schiff nach links. Ist das im Original so? Kann ich mir nicht vorstellen. Also: Eine Übersetzung muss her: Steuerrad nach rechts, Ruderblatt nach links drehen - klappt mit einfacher Zahnradübersetzung und damit habe ich auch einen Versatz in den Wellen und die Ruderwelle kann in einem Rohr bis über die Wasserlinie gezogen werden. Mit Zahnrädern geht auch eine Übersetzung z.B. 1:3. Wenn das zu wenig märklinistisch ist geht auch eine 1:1-Übersetzung mit einem Hebel aus Draht.
es ist ein Nachbau oder besser es soll ein Nachbau werden. Das schränkt die künstlerische Freiheit stark ein.
Gleichzeitig ist es das Erkunden nach dem alten Spielzeug. Wie wurde es damals gemacht? Technisch gesehen könnte ich mit meinem Material und meinen Werkzeugmaschinen so ein Steuerrad bauen. Auch kaufen kann man es https://www.faber-modellbau.de/katalog/s...rraeder-kompass
Nun weiß ich, wie man schnitzt. Das hat Steffen erklärt. Einfach wegschneiden, was nicht benötigt wird. Nur hat er nicht gesagt, wie und mit welchem Werkzeug ...
Da kann ich vielleicht etwas helfen... Für einfache Schnitzereien brauchst du bloss scharfe Stechbeitel (geschliffen und geschärft), für feinere und kompliziertere Formen braucht es dann spezielles Werkzeug, etwa um runde Auskehlungen zu fomen. Findest du im Netz oder manchmal bei Trödlern oder natürlich bei Dictum. Lindenholz ist gut um zu schnitzen, weil es kurzfaserig ist und kaum Härteunterschiede zwischen harten und weichen Jahren hat (Dafür ist es sehr schädlingsanfällig). Was der Unterschied ist, merkst du wenn du mit einem Stechbeitel Nadelholz bearbeitest: das Holz ist weich, bist du an ein hartes Jahr triffst, du brauchst mehr Kraft um da durch zu kommen... und schwupps bist du zu weit drin. Und wenn das Holz ausreisst, gibt es richtige Splitter, weil zb Fichte langfaserig ist. Dann hat Holz immer eine Richtung in der das Werkzeug eintaucht und eine in der es zurück an die Oberfläch gedrückt wird, Bearbeitungen in die zweite Richtundg sind natürlich präziser. Wenn du eine Linie an einem bestimmtten Punkt begrenzen willst, kannst du sie dort auch mit einem feinen Schnitt begrenzen, bevor du darauf zu schnitzt
Grüsse
Ursin
****** alle meine Bilder und Texte verfügbar nach cc-by-nc-sa
Bei dictum hätte ich am liebsten auch "einmal alles"
es gibt noch ein günstigeres Set, bei dictum habe ich noch nie qualitativ schlechtes WErkzeug bekommen und halte deswegen auch die günstigere Option für brauchbar. Ich habe mir mal dieses Schnitzmesser geleistet
Wie willst du giessen? ein Steuerrad schnitzen und dann ab diesem Modell Gussformen machen?
Grüsse
Ursin
****** alle meine Bilder und Texte verfügbar nach cc-by-nc-sa
es geht um das Steuerrad. Den Begriff Ruderspinne hatte ich als Illustration gewählt, da es keinen Eigennamen für das Steuerrad in der Nautik gibt. Mit Markus stehe ich natürlich im Kontakt. Gerne würde ich seiner Einladung folgen und ihn in seiner Werkstatt besuchen.
Zum Guss. Zunächst habe ich versucht, bei Markus und auch bei Bernhard Bachor einen Nachguss zu bekommen. Der ist aber nicht verfügbar. Bernhard Bachor hat sogar versucht, über sein Netzwerk einen Nachguss ausfindig zu machen. Ich hätte gerne einen Nachguss benutzt, als Erinnerung an das original Märklin Modell.
Erste Erfahrungen im Bereich Bleigießen, oder auch Zinngießen, habe ich bei meinem Leuchtturm Roter Sand gesammelt. Bei Emily möchte ich das Gussverfahren hier im Forum vorstellen.
Zum Versatz. Wie historische Gussformen hergestellt wurden, kann ich nicht genau sagen. Die Figuren wurden zum Teil in Schieferplatten als Hohlkörper geschnitzt und dann gegossen. Mit welcher Gussform das Steuerrad oder auch die Gallionsfigur hergestellt wurde, ist mir nicht bekannt. Sicherlich gab es hier Ungenauigkeiten, also einen Versatz. Der Reiz der Spielzeuge vor über hundert Jahren besteht ja eben auch aus Unzulänglichkeiten. Ich frage mich, ob ich versuchen soll, bewusst einen Versatz herzustellen.
Bender hat sofort rumgenölt. Er will sofort eine Pfeife haben. "Alle Seemänner rauchen Pfeife. Kapitäne sowieso", meint er.
Zunächst habe ich das Schnitzwerkzeug zur Holzbearbeitung eingesetzt, anstehende Arbeiten an Ausgleichsfüßen, die den Höhenunterschied zwischen historischem Boden und Heizkörper ausgleichen sollen, ausgeführt.
Dann machte ich mich an die Pfeife für Bender. Es geht durch Holz wie durch Butter. Ich bin begeistert vom neuen Schnitzwerkzeug.
Fast war die Pfeife fertig, da zerbrach sie.
Das von mir verwendete Lindenholz ist nicht fein genug, vom Wachstum her, um winzige Schnitzarbeiten auszuführen. Es zerbröselt.
Nun beginnt die Suche nach einem geeignetem Holz.
Herzliche Grüße Heinz
P.S.: Bender ist traurig. Er hat gesehen, wie ich die Pfeife schnitze und wie sie dann kurz vor Vollendung zerbrach. Da soll einer sagen, Roboter haben kein Herz.
Moin. Erkläre Bender doch, daß es umständlich ist, ein Pfeifchen zu stopfen und es hinterher auch wieder gesäubert werden muß. Vlt. gibt es sich dann doch mit Glimmstengeln zufrieden. Kannst ihm ja als Ausgleich ne schöne Augenklappe versprechen. *grins*