Im Prinzip liege ich richtig mit allen Abmessungen, nur die beiden runden Dome müssen kürzer sein. Das Gehäuse der alten E ist grün eingezeichnet. Es bekommt eine Bastelausstattung eines einfachen Führerhauses im hinteren Bereich, der vordere Bereich ist mir noch ein Rätsel, welche Austattungen dort hineinkommen, Regler und....?
Anhand der gesamten Detailausführungen sieht es aus, als ob das gesamte Gehäuse abnehmbar sein muss, dazu je Seite vier kleine Schrauben am Rahmen...
Nun stehen wir so ziemlich am Anfang mit diesem Projekt, für meinen Teil aber möchte ich mich für alle Hilfen, Tipps und Mails mal wieder bedanken, ich sehe, wie wertvoll und kraftvoll solche Unterstützungen sein können...
Edit... die Galeriestangen habe ich eingebaut, weil die Bohrungen im Gehäuse vorhanden sind. Ausserdem denke ich an einen Durchgang, der nicht wie ein Flur eines Personenwagens aussieht, sondern übersäht mit Rohren, Pumpen und mehr, vielleicht ist der Halt an der Galeriestange von Vorteil, wenn man über die Teile steigen musste...
So viele Teile werden es gar nicht gewesen sein. Die Luftpumpe war rechts außen am Vorläufer. Die Lichtmaschine mit Turbine im Führerhaus, die ist in der Zeichnung der 562 zu sehen. Die Speisepumpe? Carsten schrieb, links am Drehgestell. Im Durchgang werden vor allem die Radkästen gestört haben.
Da die 651 nicht wie ein ICE ruhig fährt, sondern eher unruhig, besonders in Kurven oder über Weichen bei langsamer Fahrt, wäre es doch sehr hilfreich, wenn man sich an den Galeriestangen festhalten und über die Radkästen steigen könnte...
Die sind also eingebaut und erfüllen den kleinen Zweck....
die Domanordnung wird man nach Abbau der Verkleidung wohl kaum geändert haben, diesen Aufwand hat man nicht getrieben. Gerade bei einem Zweikuppler mit nur begrenzter Reibungslast wird der Sandbedarf eher höher gewesen sein, um das Schleudern zu vermeiden.
Im Grunde war die Zeit der Zweikuppler im Jahr 1904 eigentlich abgelaufen. Sie hatten Mühe, die immer schwereren Züge zu beschleunigen.
Die preußische P8 erschien als Dreikuppler (2C) bereits 1906, zunächst mit Windschneidenführerhaus. 1908 folgte dennoch eine größere Serie der 2B1 Naßdampflok S9, die aber bis 1926 ausgemustert wurde. Ab 1910 folgten die stärkeren 2C Lokvarianten der S10, alle mit Heißdampftriebwerk, die sich noch bis Ende der 1930er Jahre halten konnten.
Hallo Ypsilon, sag mal bitte, welche Zeichnung, wo genau soll eine Lichtmaschine sein ? Beide Lokomotiven der em-Zeichnung besitzen Gaslaternen mit Abgashaube.
ok, jetzt habe ich die Zeichnung mit der Lichtmaschine gefunden:
Rauter, Herbert und Dr. Scheingraber, Günther: ''Die Schnellzuglokomotiven der Gattungen S1–S11.'' In: Eisenbahn-Journal, Preußen-Report, Band No. 2, Hermann Merker Verlag GmbH, Fürstenfeldbruck 1991, ISBN 3-922404-16-2, S. 74–77.
Diese Zeichnung hatten wir hier bislang noch nicht gezeigt, sie zeigt einen älteren Entwurf zur späteren Lok Altona 562, der vermutlich noch für das Preisausschreiben 1902 eingereicht wurde. Henschel wurde noch während die Bewertung der eingereichten Beiträge lief, im Jahr 1903 per Direktvergabe vom zuständigen Ministerium beauftragt, eine oder sogar zwei Schnellfahrlokomotiven zu bauen.
Ja, da ist tatsächlich eine Lichtmaschine dargestellt. Spannend. Wofür wurde diese Lichtmaschine benötigt? Für die elektrische Sprechverbindung zwischen den beiden Führerständen? Dafür hätte auch ein kleiner Akku ausgereicht, wie bei einem Feldtelefon.
Im ursprünglichen Entwurf von Henschel von 1902 war noch ein h3v-Triebwerk vorgesehen, außerdem Treibräder mit 2300 mm Durchmesser. Offenbar wurde der Entwurf bei der Direktvergabe des Auftrags verschlimmbessert.
Man sieht bei den Aufnahmen von St. Louis eigentlich ganz gut außen liegende Leitungen zu den Laternen. Die Lok war ein Versuchsträger. Warum soll man da nicht auch elektrisches Licht verwendet haben?
klar, so eine Experimentallokomotive bietet sich an, verschiedene neue Dinge zu testen.
Auf dem Ausstellungsbild aus St. Louis trägt die Lok Altona 561 aber Gaslaternen.
Interessant ist eine Leitung, die zum Kern der ersten Vorlaufachse verläuft. Vermutlich ein Drehzahlmesser oder ein Fühler für die Achs- / Lagertemperatur?
Die Leiter zum Führerstand hat man übrigens abgebaut, damit keine allzu neugierigen Besucher in den Führerstand klettern.
Zitat von Dieter Weißbach im Beitrag #212Die Leiter zum Führerstand hat man übrigens abgebaut, damit keine allzu neugierigen Besucher in den Führerstand klettern.
Auf dem Bild sieht es so aus, dass die Leiter nicht passt, weil die Kolbenstange genau darunter schiebt, man muss also hinten einsteigen, oder...?
Für Berlin habe ich alles fertig und beginne langsam, einzupacken. Dazwischen sehne ich mich immer wieder nach dem B- Motor für die 561. Der Hornby Motor ist abgehakt, zu viele Stunden mit Versuchen habe ich daran gesessen, es ging zum Schluss einfach nicht mehr, ich habe aufgegeben und den Motor abgelegt...
Dirk Jan schenkte mir einen Motor, ebenfalls mit grossen Räder. Ich glaube, dass ich diesen einbauen kann. Selten hat ein B- Motor eine Schraube im Rad für die Gegenkurbel, das fehlt hier und ich frage mal nach, wo ich denn zwei dieser Schrauben bekommen kann, die Räder haben Märklin Gewinde....
Nach Berlin widme ich mich der 561, das Gehäuse wird also neu gemacht, weil das alte ungenau ist. Das Lokgehäuse aber, welches hier bereits eingebaut ist, wird verwendet. Die neue Bodenplatte liegt vor dem Modell. Das neue Gehäuse wird gelasert, es wird auch etwas höher, aber heute freue ich mich mal wieder, dass die Werkbank komplett leergefegt ist und die 561 auf dem Tisch liegt. Es gibt also noch einiges zu tun, der Winter ist eine gute Zeit dazu...
bringst Du den derzeitigen Stand der Altona 561 nach Berlin mit ?
Du brauchst ja auch die Gegenkurbeln, die verdrehsicher auf den Treibrädern montiert werden. Wie ist das denn bei der Märklin HR und ähnlichen Lokomotiven realisiert ?
die 561 bringe ich nicht mit, ich habe zuviel Gepäck...
die Gegenkurbeln habe ich hier liegen, nur die Schrauben fehlen, sie werden in das vorgesehene Gewinde eingelassen, Treib- und Kuppelstange passen drauf und zuletzt die Gegenkurbel...
zur bisher fehlenden Draufsicht auf die Lok Altona 561 möchte ich auf einen gerade gelesenen Bericht über das "Deutsche Haus" auf der Weltausstellung in St. Louis 1904 aufmerksam machen. Das "Deutsche Haus" war eine Verkleinerung eines Teils des Charlottenburger Schlosses. Im Inneren wurden bis auf einige Gemälde Originale aus diesem und anderen Schlössern in Berlin gezeigt. In dem Bericht werden nicht nur die Gegenstände beschrieben und mit Bildern gezeigt, sondern auch die Räume, und es werden die Personen genannt, welche mit der Planung des Hintransportes von Berlin aus, der Aufstellung und der Rückführung der Gegenstände beauftragt wurden. Oberster "Manager" war der Reichskommissar für die Weltausstellung in St. Louis, der Geheime Oberregierungsrat Theodor Lewald (1860–1947). In dem Bericht werden beispielsweise die Namen der Schiffe für den Transport und deren Laufzeit nach New York genannt, die Zeiten für den Weitertransport mit der Eisenbahn usw. angegeben.
Wenn es alleine für dieses einzelne Gebäude eine so umfangreiche Dokumentation gibt, dann bin ich mir sicher, dass es auch für die anderen Ausstellungsstücke solche auch mit Bildern versehene Dokumentationen gibt einschließlich Bildern von der Beschädigung der Lok auf dem Transport nach St. Louis. Leider ist von den Henschel-Werken kaum Aufklärung zu erwarten, weiß doch das Archiv noch nicht einmal, dass es diese Lok Altona 561 überhaupt gegeben hat geschweige denn, dass es dieses Fahrzeug über den Großen Teich geschafft hat. Dabei hat der Fabrikbesitzer Henschel seinerzeit zur Weltausstellung 1904 ein Buch herausgegeben, das die drei dort ausgestellten Loks zeigt, leider nur mit jeweils einem Bild, weil der Rest des Buches alle anderen Loks, Straßenbahnen usw. zeigt, die Henschel auch noch im Programm hatte. Es handelt sich also bei diesem seltenen Buch mit dem irreführenden Titel "Weltausstellung in St. Louis 1904" um eine Katalogausgabe für die aktuelle Produktion. Im Moment ist dieses Buch in Deutschland komplett nur einmal in einer Bibliothek vorhanden, in Kiel in der Bibliothek für Handelswirtschaftsgüter oder so.
Deshalb bin ich überzeugt, dass es auch weitere Beschreibungen über die Loks von Henschel in St. Louis gibt, nicht nur das Aussehen, sondern auch die Probleme des Transports usw. Man muss sie nur finden, aber wo ?
Vermutlich werden Fotos der 561 eher selten sein. Die Zeit um die Jahrhundertwende war aber für Fotografen eine interessante Zeit, sie reisten im Auftrag mit, und es gab wenige Menschen, die einen Fotoapparat mit sich trugen (im Gegensatz zu den Handys heute). Ich glaube, dass man dazu etwas mehr Gepäck brauchte...
Finden die Enkelkinder alte Fotos auf dem Dachboden, dann wird die Hälfte vermutlich in der Tonne landen, oder sogar sämtliches. Denn wir haben ja heute mehr als genug in den Schränken. In Köln wurden Bürger gebeten, alte Fotos von Gebäuden ins Archiv zu bringen. Es hat sich herumgesprochen, und es tauchten sehr viele alte Fotos auf, mit anderen Worten... hätte ich die Gelegenheit im Radio oder Fernsehen eine kleine Kampagne zu starten, um alte Fotos von Lokomotiven um die Jahrhundertwende zu bekommen und spräche sich das herum, dann hätten wir auch Erfolge...
Ich will damit nur sagen, dass es vielleicht gar nicht so viele Fotos geben wird von der 561. Erstaunlich ist aber, und darüber habe ich mit Udo sehr viel gesprochen, dass das Museum Henschel nichts herausrückt, und das ist schade. Denn gerade heute wird damit gearbeitet, und in zwanzig Jahren hat niemand Nutzen davon...
Zu meiner Studie, ich bin froh eine verhunzte Studie zu haben. Damit kann ich sehr gute Versuche machen, und ich bin noch immer überzeugt, dass das Dach einen grossen Ausschnitt hatte, deshalb tendiere ich dazu, es auch so auszuführen...
Georg, vergiss die Haken nicht. Damit werden die Dachsegmente abgehoben worden sein. Ich gehe fest davon aus, dass die Lok oben geschlossen war. Sonst zieht ja auch der ganze Kniester, Dampf und Rauch in das Führerhaus.
Meiner Ansicht nach brauchte man keine Haken. Die vordere und die hintere Karosserie hatte zwecks Abheben oben mittig einen massiven Längsbalken für den Kran. Ich bin sogar überzeugt davon, dass nicht nur die Dachteile, sondern die gesamte vordere und hintere Karosserie komplett abgehoben werden konnten, weil ansonsten beispielsweise keine Kesselrevision stattfinden konnte.